Das Daumendrücken der Kellerkinder aus Lüdenscheid und Schwitten hat nichts genutzt: Der RSV Eiserfeld unterlag im neu angesetzten Verbandsliga-Match bei der abstiegsbedrohten Westfalia aus Hombruch mit 26:28 (14:15) und verharrt so im Tabellenniemandsland auf Rang sechs.
„Das war ärgerlich, weil absolut unnötig“, resümierte Trainer Daniel Friesenhagen, der seiner Mannschaft einerseits ein solides Abwehrverhalten, andererseits aber auch schlampiges Offensivspiel bescheinigte. An den Reisestrapazen unterhalb der Woche lag es nicht, denn der RSV kam gut ins Spiel, setzte sich nach 16 Minuten auf 9:5 ab.
Im Rückraum machte van Dongen viel Druck, außerdem zeichnete sich Keeper Dickel mehrfach aus. Teil zwei der ersten Hälfte aber bot ein ganz anderes Bild. Eiserfelder Konzentrationsmängel gegen die jetzt auf eine 6:0-Formation umstellenden Hombrucher führten zu Ballverlusten und etlichen Gegenstoßtoren, so dass die Westfalia beim Seitenwechsel selbst in Front lag.
„Wir haben das Ding ganz alleine vergeigt“, meinte Friesenhagen angesichts der sich fortsetzenden vermeidbaren technischen Fehler, die ein spielerisch keineswegs überragender und durchaus nervös wirkender Gastgeber nutzte, um auf Tuchfühlung zu bleiben.
Meist führte der RSV zwar, doch wirklich absetzen konnte er sich nicht, weil insbesondere J. Krause und Hauschild zu wenig gelang. Und als in der Endphase eine von insgesamt nur zwei Zeitstrafen hinzukam, schaffte es die Westfalia noch, aus dem 25:26 noch ein 28:26 zu machen. „Wir haben aus dem Positionsangriff zu wenig gemacht und über den Kreis kein einziges Tor erzielt“, nannte Friesenhagen die Hauptgründe für den enttäuschenden Spielausgang.
Westfalia Hombruch RSV Eiserfeld 28:26 (15:14).
Hombruch: B. Hoffmann, Reimann; Lauritsch (7/3), Panhorst (6), Sasse (3), P. Hoffmann (3), Stockheim (2), Timte (2), Höhmann (2), Hobrock (2), Prepens (1), Aßhoff, Fuck.
Eiserfeld: Dickel, Gudmundsson; van Dongen (8), Frieder Krause (6/2), Neuser (4), Meyer (3), Masuhr (2), Nies (2), Hauschild (1), Johannes Krause, Kunz, Hochreuther, Fuhrmann.


