Der junge „Herr Einbrecher“ irrte sich gewaltig. Und dies folgenschwer. Statt sich nämlich an seiner erlangten Beute erfreuen zu können, wanderte er - und drei seiner Mittäter ebenfalls - in der Nacht zu Montag in den Zellentrakt des Siegener Polizeigewahrsams.
„Eingebrochen, das kriegt sowieso keiner mit!“, so hatte einer der Einbrecher seinen Kumpels noch zugerufen. Das auf diesen Zuruf folgende Gelächter der anderen Drei erstickte dann bereits wenige Minuten später, als nämlich die Handschellen der Polizei klickten.
Ein Polizeibeamter der Wache Siegen hatte nämlich zu – auch für ihn - nachtschlafender Zeit, immerhin, der Beamte befand sich nicht im Dienst und hatte eigentlich frei - von der Alarmauslösung im Sportheim Bürbach Kenntnis erhalten und sich dann sofort zu Fuß auf den Weg dorthin gemacht.
Dort angekommen, versteckte sich der Polizist zunächst in einem Gebüsch und konnte von dort aus dann einen verdächtigen Pkw erkennen, der in Richtung des Sportheimes fuhr. Mehrere Personen stiegen aus und unterhielten sich lautstark, wobei dann unter anderem das besagte Zitat fiel: „….eingebrochen, kriegt doch sowieso keiner mit!“.
Der Polizist hatte mittlerweile über sein Handy bei seinen Kollegen auf der Einsatzleitstelle Verstärkung angefordert. Die kam dann auch prompt in Form von mehreren Streifenwagen. Mit vereinten Kräften gelang es den Beamten die vier tatverdächtigen jungen Männer vorläufig festzunehmen.
Bei dem Einbruch in das Sportheim hatte das Quartett unter anderem Bargeld, Mobiltelefone, einen Fotoapparat erbeutet und das Diebesgut bereits zum Abtransport bereit gelegt. Im Verlauf der dann folgenden Ermittlungen des Siegener Kriminalkommissariats 5 konnte die Polizei jetzt noch weitere fünf Einbruchsdelikte klären, für die das Quartett verantwortlich zeichnet.
So waren die vier jungen Männer – mitunter in wechselnder Beteiligung – schon zwei Mal zuvor (einmal 2011 und einmal im Februar 2012) in das Sportheim Bürbach eingebrochen. Darüber hinaus waren sie auch in eine Firma im Netphener Industriegebiet eingestiegen.
Bei weiteren zwei Einbrüchen in eine am Siegener Giersberg in der Wittgensteiner Straße ansässige Firma hatte das Quartett dann jeweils reichlich Beute gemacht – so unter anderem hochwertige Flachbildschirme, teure Videotechnik, Bargeld und Handys.
Große Teile ihrer Beute hatte das Quartett in einem Kellerversteck gelagert. Dort konnte es jetzt von der Polizei aufgefunden und sichergestellt werden. Insgesamt beläuft sich der von dem Quartett angerichtete Beuteschaden auf rund 40.000 Euro. Drei der vier jungen Männer im Alter zwischen 17 und 22 Jahren sind aus Siegen, einer kommt aus und Köln.


