Der FC Grün-Weiss Siegen feiert bis Sonntag seinen 60. Geburtstag. Schon am heutigen Freitag, 19 Uhr, findet das Spiel der Bezirksliga-Aufstiegsmannschaft von 1981 gegen eine Ü 50-Auswahl-des Siegerlandes statt . Im Anschluß gint es die „Oldie-Night“ im GWS-Clubheim statt. Samstag, ab 9.30 Uhr, laufen Fußballturniere der F-, E- und D-Junioren sowie der Mädchen. Ab 20 Uhr steigt der große Geburtstag-Festaben mit Musik, Tanz und einer Cocktailbar im Clubheim. Am Sonntag ab 10 Uhr beschließt ein Frühschoppen und Erbsensuppe die Lindenberger Feiertage.
Der kleine, aber feine Sportverein wurde 1951 gegründet und spielte mit einer Mannschaft in der damaligen 2. Kreisklasse. Auf dem Siegener Lindenbergsportplatz musste auf einem Spielfeld aus Schlackensand, mit felsigen Abschnitten sowie auf Wiesen- und Moosflächen gespielt werden.
Die fußballbegeisterten Grün-Weissen ließen sich dadurch aber nicht abschrecken, und bald konnte eine 2. Seniorenmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet werden. Mitte der fünfziger Jahre wurde die Jugendabteilung aufgebaut. Die C-Jugend errang schon 1960/61 den Kreismeistertitel.
Die 1. Mannschaft stieg im gleichen Jahr in die 1. Kreisklasse auf. Das erfolgreichste Jahr in der noch jungen Nachwuchsarbeit unter Günter Winkel war 1963, als die A- und B-Jugend Kreismeister wurden und die C-Jugend den 2.Platz belegte. Aus diesen Jugendmannschaften rekrutierte sich die spätere 1. Mannschaft, die 1969 den Sprung in die Bezirksklasse schaffte, nach zwei Spielzeiten aber wieder abstieg.
1971 erreichte der Verein, dass die Stadt Siegen den Lindenbergsportplatz ausbaute und ein Jahr später mit einer Trainingsbeleuchtungsanlage ausrüstete. Trotz dieser Verbesserungen war der Abstieg in die 2. Kreisklasse nicht zu vermeiden.
Im Nachwuchsbereich wurde dennoch weiter erfolgreich gearbeitet und so schaffte die 1. Mannschaft 1975 den Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse. Mitte der siebziger Jahre wurde eine Tischtennis- und eine Damengymnastik-Abteilung gegründet. Das erste Clubheim wurde 1977 gebaut.
1978 konnte der Verein den ehemaligen Amateur-Nationalspieler Herbert Schäfer als Trainer verpflichten, mit dem 1981 der Aufstieg in die Bezirksliga gelang. Aber nach drei Spielzeiten war erneut der Abstieg in die 1. Kreisklasse besiegelt. 1999 wurde das neue Clubheim gebaut, in dem am 5. Juni 2001 das 50-jährige Bestehen zünftig gefeiert wurde.
Im Jahr 2004 wurde dann der Grundstock für die heutige Sportanlage gelegt. Nach zähen Verhandlungen wurde das Gelände am Lindenbergsportplatz von der Irle-Brauerei käuflich erworben. Sportlich musste in dieser Zeit zwar der bittere Weg in die B-Kreisliga angetreten werden, aber das Ziel, einen eigenen Kunstrasenplatz zu besitzen, wurde konsequent weiter verfolgt.
Im vergangenen Jahr war es dann soweit: Am 9. September 2011 wurde das neue „Schmuckkästchen“, die PUS-Arena, eingeweiht. Für die nahe Zukunft hat der Verein die sportliche Devise ausgegeben, mit den talentierten Nachwuchsspielern wieder in das Kreisliga-Oberhaus zurückzukehren. Mittelfristig sollen dann auch noch Umkleide- und Duschräume direkt am Sportplatz gebaut werden. An dem Image, ein Familienverein zu sein, wird sich auch zukünftig nichts ändern.


