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Saisontypischer Anstieg der Arbeitslosenzahlen

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wolfIm Januar ist die Arbeitslosenzahl saisontypisch angestiegen. Die Siegener Agentur für Arbeit meldet, dass in diesem Monat 2749 Personen neu arbeitslos geworden sind. "Diese Frauen und Männer werden am Arbeitsmarkt gebraucht. "Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen zum Stichtag nur um 880 Personen angestiegen. Es ist sehr viel Dynamik am Arbeitsmarkt", so Agentur-Chefin Dr. Bettina Wolf (Foto).

Im Bezirk der hiesigen Agentur beträgt die Arbeitslosenquote 5,4 Prozent, was einen Anstieg um 0,4 Prozentpunkte im Vormonatsvergleich und einen Rückgang um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Januar 2011 bedeutet.

Bei allen Personengruppen gab es einen Anstieg der Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich. Einen besonders hohen Anstieg gab es bei den jungen Männern und Frauen unter 25 Jahren: Ein Zuwachs von 13 Prozent (154 Personen) im Vergleich zum Vormonat, welches allerdings einen Rückgang um 11,2 Prozent (169 Personen) im Vorjahresvergleich bedeutet.

Weiterhin erhöhte sich die Arbeitslosenzahl der Menschen aus dem Ausland um 9,5 Prozent (170 Personen). Auch hier zeigt der Vorjahresvergleich eine positive Entwicklung – einen Rückgang der Zahl der arbeitslos gemeldeten Ausländer um 6,5 Prozent (135 Personen).

„Der Anstieg der Arbeitslosenzahl in den Wintermonaten ist langjährig zu beobachten und betrifft vielfach Beschäftigte in den sogenannten Außenberufen, wobei der Vergleich zum Januar 2011 einen erfreulichen Trend widerspiegelt. Die Zunahme der Arbeitslosen jungen Menschen resultiert in hohem Maße aus dem Ende des ersten befristeten Arbeitsverhältnisses nach der Ausbildung. Hier gibt es große Chancen, direkt wieder eine neue Position am prosperierenden Arbeitsmarkt der Region zu finden“, ermutigt Dr. Wolf.

grafik1Derzeit sind im Agenturbezirk Siegen noch 12.031 Menschen ohne Beschäftigung, im letzten Monat waren es 11.515 (-880 Personen). Das bedeutet einen Zuwachs um 7,9 Prozent im Vormonatsvergleich. Im Januar letzten Jahres waren noch 13.643 (+1.612 Personen) auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. Daraus resultiert ein Rückgang von 11,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

Um die notwendige Transparenz auf dem Arbeitsmarkt zu gewährleisten, legt die Bundesagentur für Arbeit die Auswertung der Unterbeschäftigung vor, um eine von statistischen Darstellungen unbeeinträchtigte Beobachtung des Arbeitsmarktes zu ermöglichen. Insbesondere werden Angaben zur Unterbeschäftigung in verschiedenen Abgrenzungen in die Arbeitsmarktberichterstattung aufgenommen.

„Für eine realistische Einschätzung des Arbeitsmarktes und der Entwicklung der Arbeitslosigkeit werden speziell auch die Personen aufgeführt, die sich derzeit in einer Weiterbildung, Qualifizierung und Förderung befinden. Die Potenziale dieser Menschen sollen für den Arbeitsmarkt besser erschlossen werden. Viele dieser Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind unsere Fachkräfte von morgen! Wir qualifizieren sie für die Tätigkeit in den Betrieben der Region“, erläutert Dr. Wolf.

Bezieht man die Personen mit ein, die sich tendenziell nah am Arbeitslosenstatus befinden (Unterbeschäftigung im engeren Sinne), ergibt sich eine Zahl von insgesamt 14.664 Personen. Vergleicht man diese Zahl mit dem Vorjahr, erkennt man hier einen starken Rückgang um 14,3 Prozent (2.446 Personen). Zählt man diejenigen dazu, die aufgrund einer Existenzgründung eine Förderung erhalten oder sich für Altersteilzeit entschieden haben, sind insgesamt 15.468 Personen im Agenturbezirk Siegen in der sogenannten Unterbeschäftigung erfasst. Dies bedeutet im Jahresvergleich ebenfalls einen erfreulichen Rückgang um 13,8 Prozent (2.484 Personen).

grafik2_copy_copyIm Kreis Siegen-Wittgenstein verringerte sich die Arbeitslosenzahl im Jahresvergleich um 12,2 Prozent (1.193 Personen). Derzeit sind 8.574 Menschen ohne Beschäftigung registriert, das bedeutet einen Anstieg um 6,5 Prozent (526 Personen) zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote steigt von 5,4 Prozent im Dezember 2011 auf 5,8 Prozent in diesem Monat.

Im Kreis Olpe sind derzeit 3.457 Menschen arbeitslos. Mit einer Januar-Quote von 4,6 Prozent ergibt sich eine Zunahme um 0,5 Prozentpunkte im Vormonatsvergleich. Im Vergleich zum Januar 2011 waren diesen Monat 10,8 Prozent (419 Personen) weniger arbeitslos gemeldet.

Der Arbeitgeber-Service konnte seit Jahresbeginn 671 Stellen aufnehmen – 640 davon als sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 535 der neuen Stellen (79,7 Prozent) sind als unbefristete Positionen gemeldet. Besonders das verarbeitende Gewerbe, der Handel und das Gesundheits- und Sozialwesen haben weiterhin einen großen Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Außerdem gibt es eine Vielzahl an Meldungen von Personaldienstleistern. „Derzeit haben wir noch 1.797 zu besetzende Stellen im Bestand. Das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich. Die Unternehmen sollten unbedingt auch Kandidatinnen und Kandidaten „auf den zweiten Blick“ eine Chance geben, sich als motivierte Fachkraft zu beweisen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung können sich die Region und die Betriebe es nicht leisten, Potenziale ungenutzt zu lassen“, ergänzt Dr. Wolf.

Die Zahl der Arbeitslosen summiert sich in Siegen aus Kunden der Arbeitslosenversicherung und aus den Kunden der Grundsicherung (Jobcenter Siegen-Wittgenstein und Olpe). Im Rechtskreis der Agentur für Arbeit Siegen stieg die Zahl der Beschäftigungssuchenden im Vergleich zum Vormonat um 16,1 Prozent (603 Personen), im Rechtskreis der Jobcenter ist auch ein Anstieg um 3,7 Prozent (277 Personen) im Vergleich zum Dezember 2011 zu verzeichnen.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung ergibt sich im Vorjahresvergleich eine Abnahme der Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 19,7 Prozent (1.063 Personen). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das bei der Grundsicherung einen Rückgang von 6,7 Prozent (549 Personen).

grafik3_copyBei den beiden Grundsicherungsträgern der Region Siegen, den Jobcentern, sind aktuell 7.402 Menschen arbeitslos gemeldet. Vor einem Jahr waren es noch 7.690 Personen, 549 Personen mehr. Das Jobcenter Kreis Siegen-Wittgenstein ist aktuell für 5.591 Beschäftigungssuchende zuständig.

Im Vergleich zum Januar des Vorjahres ergibt sich ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 7,9 Prozent (478 Personen). „Je länger die Unterbrechung aus dem Arbeitsleben für einen Menschen und die Suche nach einer neuen Anstellung desto schwieriger wird der Wiedereinstieg in den Beruf. Nicht nur fachliche und technische Aktualität leiden - auch der mit einer festen Arbeit verbundene Rhythmus, das Sicherheitsgefühl und Motivation können stark abnehmen", so die Agentur-Chefin.

Beim Jobcenter Kreis Olpe konnte im Vorjahresvergleich auch ein Rückgang bei der Arbeitslosigkeit verzeichnet werden. Aktuell beträgt die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen 2.099 Personen. Im Vormonatsvergleich stieg die Zahl der Arbeitslosen um 4,8 Prozent (96 Personen), der Vergleich zum Januar des Vorjahres ergibt eine Verringerung um 3,3 Prozent (71 Personen).