Was im Vorfeld als "Abstiegsknaller" angekündigt wurde, hielt die Partie zwischen dem FC Hilchenbach und den Sportfreunde Birkelbach sich an diese "Vorgabe". Am Ende stand nach hoch dramatischen Verlauf ein 4:4 (2:1) zu Buche. Kein Bezirksliga-Spiel für schwache Nerven.
Den besseren Start erwischten die Gäste in der Winterbach. Nach einer Ecke von Niklas Busch drückte Olcay Sezer den Ball aus Nahdistanz über die Linie und brachte seine Farben mit 1:0 in Front. Wer allerdings dachte, dass der Führungstreffer den Sportfreunden die nötige Sicherheit verlieh, der sah sich getäuscht.
Die Hilchenbacher wussten, was die Stunde geschlagen hat und wehrten sich gegen die drohende Niederlage. Die Nordsiegerländer drehten das Spielk durch einen Doppelschlag von Kerim Ali Sahli. Das 1:1 war zunächst als Flanke gedacht, schlug aber zur Verwunderung aller im langen Eck ein. Und das 2:1 fiel nach einem Freistoß von Spielertrainer Zorislav Jonjic und anschließender Kopfballverlängerung von Johannes Galinski.
"Das war eine Phase, in der wir zu weit von unseren Gegenspielern weg waren", deckte Birkelbachs Trainer Rolf Dickel die Fehler seiner Elf auf. Und als Jonjic in der 58. Minute mit einem Strafstoß, Kevin Böhl hatte Nils Abele zuvor gefoult, das 3:1 erzielte, schien die Partie zugunsten des FCH bereits gelaufen.
Doch da hatten sie die Rechnung ohne die Birkelbacher gemacht. Die Wittgensteiner wollten in der Winterbach auf keinen Fall das Spielfeld als Verlierer verlassen und rissen sich noch einmal am Riemen.
Nach einem Foul von Hilchenbachs Torwart Dirk Hering an Gerrit Blecher stellte Sezer per Foulelfmeter zunächst den Anschluss her (62.), ehe Dennis Althaus nur eine Minute später für die Sportfreunde egalisieren konnte. Und als wiederum nur zwei Minuten später Kevin Knebel einen 22-Meter Freistoß in den Winkel zirkelte, wähnte sich die Dickel-Elf schon auf der Siegerstraße.
Doch nachdem Don von der Ahe zwei Mal in Eins-gegen-Eins-Situationen gegen Schlussmann Hering den kürzeren gezogen hatte, warfen die Hausherren alles nach vorne. Und das sollte nach einer Gelb-Roten Karte für Sezer in Überzahl zumindest noch für einen Zähler reichen.
Ein als Hereingabe gedachter langer Ball des eingewechselten Danny Klein wurde immer länger und senkte sich schließlich zum 4:4-Ausgleich ins Tor. Und wenn Galinski in der Schlussminute statt gegen den Pfostens ins Tor getroffen hätte, ein verrücktes Spiel hätte sogar noch einen Sieger erlebt.


















