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Nullnummer im Leimbachstadion

Die Sportfreunde Siegen (li. Benedikt Brusch) trennten sich vom TuS Ennepetal (re. Nils Nettersheim) mit einem torlosen Unentschieden. Foto: Rene Traut

Freitagabend, Fußball unter Flutlicht im Leimbachstadion. In der Vergangenheit waren dies die Zutaten für einige „Highlights“ und spannende Spiele in Siegen. Die Partie zwischen Sportfreunde Siegen und dem TuS Ennepetal konnte diese Erwartungen nicht erfüllen. Sie endete torlos. Nur 441 Zuschauer verfolgten beim herbstlichem Regenwetter das Geschehen auf dem Rasen. Vor dieser Minuskulisse waren die Höhepunkte in den 90 Minuten rar gesät, beschränkten sie sich doch größtenteils auf die erste Halbzeit. Eine wichtige Erkenntnis gab es dennoch: Die Sportfreunde-Elf vermied die vierte Heimniederlage in Folge und offenbarte nach dem 0:7 in Haltern am See, dass sie konkurrenzfähig ist und besser Fußball spielen kann. Daran hatte auch niemand wirklich gezweifelt, doch die Mannschaft zeigte die viel zitierte Reaktion auf das Auswärtsdebakel, das ein „Ausrutscher“ bleiben soll. Dabei hatte diesmal wohl der Gegner nicht seinen besten Tag erwischt. Der TuS Ennepetal, der mit einer Serie von fünf Siegen in Folge bei 11:0 Toren in der Oberliga Westfalen angereist war, lieferte kaum Glanzpunkte.

Zu Beginn der Partie ließen die Gäste noch gute Ansätze erkennen, besaßen durch Christian Hausmann, der nach einer Flanke von Florian Gerding zum Kopfball kam, schon nach drei Minuten die erste Tormöglichkeit. Der Ball flog über das von Christoph Thies gehütete Gehäuse. Der Siegener Keeper musste nur wenige Male eingreifen, erlebte ansonsten einen ruhigen Abend. So zum Beispiel in der 22. Minute, als Ennepetals Simon Rudnik im Strafraum abzog. Thies wehrte den Schuss ab, im Nachsetzen verfehlte Dennis Drepper sein Ziel knapp. Dem TuS-Angriff ging ein Querschläger von Siegens Satoshi Horie voraus. Immer wieder waren es solche Ballverluste, die die Fußballer aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis zu Offensivaktionen einluden. Doch in den meisten Fällen bügelte ein Sportfreunde-Akteur den Fehler seinen Mitspielers wieder aus. Gefährlich wurde es noch einmal nach fast einer halben Stunde: Stefan Siepmanns Kopfball strich nach einem langen Freistoß über den Querbalken.

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Und die Sportfreunde? Sie spielten mit und suchten ihr Heil auch im Spiel nach vorne. Sehenswert war eine Szene, die etwa nach einer Viertelstunde zu beobachten war. Jannik Krämer behauptete den Ball im Mittelfeld und bediente Fuad Dodic auf dem linken Flügel. In der Vorwärtsbewegung fand er Maximilian Wüst als Abnehmer im Zentrum. Nach einem Doppelpass mit Masahiro Endo hatte der Siegener Angreifer freie Schussbahn, zog volley ab. Doch TuS-Torwart Marvin Weusthoff lenkte die Kugel über die Latte. Die anschließende Ecke brachte nichts ein. Ein Treffer hätte diesem Spiel gut getan, denn nach der Pause passierte nicht mehr viel. Siegen verbuchte eine Chance durch Dodic nach 56 Minuten und fuhr vor allem in der Schlussphase einige Konter, doch der letzte Pass fehlte. Ennepetal sorgte jeweils nach Standardsituationen für Gefahr im Siegener Sechzehner. Es blieb also bei der letztlich eine leistungsgerechte Punkteteilung, mit der die Sportfreunde sich in der Tabelle zumindest vorübergehend wieder einstellig platzieren.

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„Mit dem Unentschieden bin ich zufrieden, vor allem nach der hohen Niederlage am vergangenen Sonntag. Der Gegner hatte im ersten Durchgang gute Möglichkeiten. Wir hätten am Ende unsere Konter besser fahren müssen. Das Remis ist aber in Ordnung“, sagte SFS-Coach Dominik Dapprich auf der Pressekonferenz.

 

Sportfreunde Siegen – TuS Ennepetal 0:0.

Siegen: Thies – Horie (80. Freund), Below, Filipzik, Dodic – Kaminishi, Brusch (87. Becker) – Krämer, Wüst, Valido – Endo (75. Busik).

Tore: Fehlanzeige.

Schiedsrichter: Marcel Neuer.

Zuschauer: 441.

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