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TuS holt sich Derbysieg zurück

TuS-Akteur Mehdi Reichert (das Bild zeigt den Torschützen beim Hinspiel im Leimbachstadion) erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 für Erndtebrück. Am Ende siegten die Erndtebrücker knapp mit 2:1 und konnten somit das Oberliga-Derby gegen die Sportfreunde Siegen für sich entscheiden. Foto: Christina Schröter

Als Derbysieger verabschiedete sich der TuS Erndtebrück in die Winterpause. Die Wittgensteiner gewannen das Oberliga-Duell gegen die Sportfreunde Siegen im Pulverwaldstadion mit 2:1 (1:0), zogen nach Punkten mit dem Lokalrivalen gleich und nahmen obendrein Revanche für die 2:3-Niederlage im Hinspiel.

Bei kalten Temperaturen in Erndtebrück sahen die rund 500 Zuschauer eine durchaus interessante Partie, die der TuS am Ende verdient gewann. „Das ist ein schöner Jahresausklang. Wir freuen uns total, zum einen wegen dem Derbysieg und zum anderen, weil wir jetzt seit fünf Spielen ungeschlagen sind“, frohlockte Erndtebrücks Trainer Ivan Markow nach dem Schlusspfiff. Selbstverständlich wurde im Vereinsheim noch lange gefeiert. „Und morgen haben wir unsere Weihnachtsfeier“, lachte Markow.

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„Das Derby hat für uns denkbar schlecht begonnen, da Tobias Filipzik mit einer Magen-Darm-Grippe ausfiel und sich Marcel Becker schon nach einer Viertelstunde verletzte“, machte das nicht enden wollende Verletzungspech Sportfreunde-Trainer Dominik Dapprich erneut einen Strich durch die Rechnung. Für Filipzik rückte Ryo Kaminishi in die Innenverteidigung, Jannik Krämer ersetzte Becker. Die Erndtebrücker Startelf änderte sich auf einer Position. Lukas Rösch durfte in der Sturmspitze von Beginn an ran, Taira Tomita nahm auf der Bank Platz.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase verbuchten die Gastgeber zunehmend mehr Spielanteile und verfügten in den ersten 45 Minuten über die bessere Spielanlage. Die Sportfreunde störten den Gegner zwar früh im Spielaufbau, doch die Markow-Elf ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit den gleichen Mitteln hatte Erndtebrück mehr Erfolg. Siegen leistete sich einige Fehlpässe, die den TuS zu Kontern einlud.

So ermöglichte eine Balleroberung im Mittelfeld nach 20 Minuten und ein rasches Umschalten der Hausherren ihnen gleich eine Doppelchance. Ein Kopfball strich am Pfosten vorbei, ein weiterer landete in den Armen von Torwart Christoph Thies. Der Sportfreunde-Schlussmann musste dann einen Distanzschuss von Mehdi Reichert entschärften (29.), ehe ein Kopfball von Philipp Böhmer nach einer Ecke knapp über den Querbalken flog (35.). Ein TuS-Treffer lag in der Luft.

Doch plötzlich meldeten auch die Siegener offensive Ambitionen an und hätten den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt. Benedikt Brusch leitete den Angriff durch seinen langen Ball auf Satoshi Horie ein, der Masahiro Endo im Sechzehner bediente. Der Japaner legte quer zu Okay Yildirim, der sein Ziel um wenige Zentimeter verfehlte.

Postwendend fiel das 1:0 für Erndtebrück. Einen langen Pass von Pablo Schmitt verlängerte Haluk Arslan per Kopf zu Lukas Rösch, der die Kugel gekonnt zurück legte. Aus 14 Metern nahm Arslan genau Maß, traf links unten in Eck (41.). Mit der verdienten Führung der Wittgensteiner ging es in die Kabine. „In der ersten Halbzeit waren klar besser, haben gute Tormöglichkeiten, die wir liegen lassen“, war TuS-Coach Markow mit den ersten Durchgang einverstanden.

Aus dieser kamen die Sportfreunde deutlich verbessert zurück auf das Feld. Beinahe wäre ihnen der Ausgleich geglückt. Nach einer Vorlage von Fuad Dodic zog Endo in den Strafraum, TuS-Keeper Alex Taach war aber auf dem Posten und parierte (57.). Für die Sportfreunde ging der Schuss abermals nach hinten los.

Denn nur wenige Augenblicke später markierte Mehdi Reichert das 2:0 nach 61 Minuten. Nach einem Zuspiel von Alexander Mißbach dribbelte der Erndtebrücker Akteur über die halblinke Seite in die Gefahrenzone, ließ dort zwei, drei Siegener aussteigen und vollendete. Drei Minuten danach hätte es für die Gäste noch schlimmer kommen können, als Arslan frei vor ihrem Kasten auftauchte. Thies wehrte zur Ecke ab.

„Wir sind nicht gut aus der Kabine gekommen. Insgesamt war Siegen im zweiten Durchgang das bessere Team. In ihrer Drangphase schießen wir das 2:0 und könnten mit dem 3:0 das Spiel entscheiden, womit wir wieder beim Thema Chancenverwertung wären“, ärgerte sich Markow. „Wir mussten den Vorsprung dann über die Zeit bringen. Die Jungs haben alles rein geworfen und den Sieg mit einer tollen Mentalität nach Hause gebracht“, lobte der Erndtebrücker Übungsleiter.

Die Sportfreunde hatten zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Es waren 70 Minuten verstrichen, als Dodic Ryo Suzuki durch die Gasse schickte und dieser frei vor Taach auftauchte. Der Torhüter konnte den Versuch des Japaners zwar noch abfälschen. Der Ball rollte dennoch in Richtung des Erndtebrücker Kastens, ehe er noch vor der Linie geklärt wurde.

Im nächsten Anlauf klappte es dann. Nach einer schnell ausgeführten Ecke tankte sich Suzuki per Doppelpass vor, sein Schuss erneut wurde abgewehrt. Krämer schaltete am schnellsten und passte zu Lennart Dreisbach, der keine Mühe mehr hatte, das Anschlusstor zu erzielen. In der Schlussphase musste Erndtebrück also noch einmal zittern, während sich die Sportfreunde gegen die drohende Niederlage wehrten.

Dominik Dapprich brachte mit Marc Steffen Freund und zuvor Luigi Valido frische Offensivkräfte aufs Feld, setzte alles auf eine Karte. Bis in die fast fünfminütige Nachspielzeit hinein wurde es zwar noch einmal hektisch, doch ein Treffer wollte den Krönchenstädtern nicht mehr gelingen.

„Zu verlieren ist immer schlecht, im Derby noch schlimmer. Hinten raus haben die Jungs wieder eine überragende Moral gezeigt und gekämpft. In der Halbzeit waren die Köpfe unten. Ich habe die Spieler aufgebaut und bin echt stolz, dass wir nochmal zurück gekommen sind. Vielleicht hat auch das Glück gefehlt. Wir waren zum Schluss am Drücker“, sagte Sportfreunde-Coach Dominik Dapprich bei der Pressekonferenz.

 

TuS Erndtebrück – Sportfreunde Siegen 2:1 (1:0).

TuS: Taach – Schmitt, Hunold, Mißbach, Yamazaki – Deo Biskup, Reichert (90.+3 Sallauka) – Böhmer (78. Attiee), Arslan, Yazar (88. Renner) – Rösch.

SFS: Thies – Horie, Dreisbach, Kaminishi, Dodic (87. Freund) – Becker (15. Krämer), Brusch (83. Valido), Busik – Endo, Yildirim Suzuki.

Tore: 1:0 Haluk Arslan (41.), 2:0 Mehdi Reichert (61.), 2:1 Lennart Dreisbach (76.).

Schiedsrichter: Lars Lehmann.

Zuschauer: 495.

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