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Jahresrückblick 2018: Kopfwürfelspiel, Mehl in der Wurst und Salto Arte

Das Publikum liebte ihre Performances: Takako Saito, Performance „Kopfwürfelspiel“ im Foyer des MGK im Januar 2018. Fotos: Carsten Schmale und Thomas Kellner

„Aus der Perspektive des Museums verlief das Jahr 2018 absolut erfolgreich“, resümiert Museumschefin Dr. Eva Schmidt. „Sowohl unser Ausstellungs- als auch unser Veranstaltungsprogramm kamen sehr gut beim Publikum und der Fachwelt an. Nicht zu vergessen die hochkarätige, stetig wachsende Malereisammlung Lambrecht-Schadeberg, die ähnlich wie die Ausstellungen national und international weiter zunehmend an Bekanntheit und Bedeutung gewinnt.“ Sehr zufrieden stellt Schmidt fest: „Wir können unser Jahr mit zwei in Europa tourenden Ausstellungsprojekten, mit kapitalen Neuerwerbungen in beiden Sammlungen, der Herausgabe von wichtigen Fachkatalogen und sogar mit einem leichten Zuwachs an Besuchern abschließen: Insgesamt haben in diesem Jahr 22.400 Besucherinnen und Besucher die Werke der Sammlungen und der Ausstellungen gesehen.“

2018 zeigte das Museum für Gegenwartskunst Siegen drei große Sonderausstellungen, eine große Schau der Sammlung Gegenwartskunst zusätzlich zu zwei neuen Sonderpräsentationen der Sammlung Lambrecht-Schadeberg.

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In den ersten beiden Monaten verzauberte die Fluxus-Künstlerin Takako Saito in ihrer ersten großen Retrospektive „You and Me“ das Publikum mit ihren humorvollen Performances wie „Kopfwürfelspiel“ oder „Handmusik“ und ihren zahllosen, wundervoll poetischen Werken, die zum Mitspielen einluden. Danach machte die Schau „Die andere Hälfte“ sichtbar, was im Laufe der letzten 18 Jahre im Bereich der Fotografie und Installationskunst gesammelt wurde. Über 50, oft mehrteilige Werkgruppen und Serien zusätzlich zu rund zwei Dutzend filmischen Arbeiten konnten mit Hilfe von Förderern und Sponsoren angekauft werden. Hier sind vor allem die Fotogruppen industrieller Bauten von Bernd und Hilla Becher zu nennen. Die große Themenausstellung „Landschaft, die sich erinnert“ verortete sich gesellschaftspolitisch ganz im Hier und Jetzt. Sie bot mit europäischer Perspektive viel anregenden Diskussionsstoff rund um die Themenfelder Spurensuche, Landschaftsveränderung und Vertreibung.

Die aktuell gezeigte Ausstellung „Sigmar Polke und die 1970er Jahre“ legt den Fokus auf den 11. Rubenspreisträger und sein Wirken in einer Epoche, die für ihn unter den Zeichen von Fotografie und Künstlerkooperationen stand. Zeitgleich mit der Sonderpräsentation des gesamten Polke-Bestands der Sammlung werden die Arbeiten des 11. Rubenspreisträgers in den ersten drei Monaten des neuen Jahres Thema des Museums bleiben. Am 31. März, mit Eröffnung der Ausstellung „Der Traum der Bibliothek“, endet die Amtszeit von Museumschefin Dr. Eva Schmidt. „Bis dahin“, so die Direktorin, „gibt es noch viel zu tun. Jedes Projekt bietet neue Herausforderungen.“ Wie die Kunst an sich. Herausfordernd, anregend, mitunter – ganz im Sinne Sigmar Polkes – provozierend begibt sich das Museum mit „Mehl in der Wurst“ und „Salto Arte“ in den Jahreswechsel.

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