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Niederlage zum Jahresausklang: TuS fehlen die Körner

Mattis Michel war zusammen mit Lukas Zerbe erfolgreichster Ferndorfer-Werfer, konnte aber die deutliche 26:35-Niederlage gegen den TV Großwallstadt nicht verhindern. Foto: Heiko Burbach

Im letzten Heimspiel des Jahres 2018 kassierte der TuS Ferndorf eine deutliche 26:35 (14:18) -Niederlage gegen den TV Großwallstadt. Nach einem intensiven Jahr fehlte dem Aufsteiger die Kraft.

18 Gegentore in einer Halbzeit – das hat der Hexenkessel Stählerwiese, der am 2. Weihnachtsfeiertag kurzfristig zu einer fetzigen Version von Last Christmas zur Weihnachtswiese umdeklariert wurde, auch lange nicht erlebt.

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Zwar besorgen Marian Basic und die sicheren Siebenmeterschützen Matthis Michel und Lukas Zerbe schnell eine 3:1-Führung, aber danach war der Wurm drin im Ferndorfer Spiel. Viele technische Fehler, hergeschenkte Bälle und somit ganz einfache Tore im Gegenstoß sorgten zeitweise für einen Fünf-Tore-Vorsprung der Gäste um Top-Torjäger Michael Spatz.

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Zu den Fehlern gesellte sich dann in der Anfangsphase auch noch Pech dazu, als beispielsweise Jonas Faulenbach bei einem Versuch gleich dreimal am Aluminium scheiterte.

Die sonst so starke TuS-Abwehr bekam kaum einen Zugriff und weil auch Lucas Puhl abgesehen von einer Glanztat gegen Andre Göpfert kaum einen Ball zu fassen bekam, beorderte der unzufriedene Michael Lerscht Kapitän Kai Rottschäfer kurz nach der ersten Auszeit zwischen die Pfosten.

Der erfahrene Rückhalt vereitelte beim Stand von 11:15 gegen Spatz gleich zweimal einen weiteren Gegentreffer, seine Vorderleute kamen aber bis zur Pause nicht mehr entscheidend ran. Zwar verkürzte Matthis Michel, mit 5 Treffern gemeinsam mit Zerbe Ferndorfs Bester, zwischendurch zum 13:15, aber zur Pause stand es 14:18.

„Jungs, spielt doch mal mit Kopf Handball“, gab Coach Lerscht noch kurz vor der Pausensirene an seine Mannen auf dem Feld weiter, aber es sollte sich auch nach dem Kabinengang wenig am dargebotenen Bild ändern.

Zwar legten die Hausherren mit zwei Paraden von Puhl und 2 Toren von Michel wieder einen guten Start hin, aber auch weiterhin brachten die müde und abgekämpft wirkenden Siegerländer nach dem intensiven Jahr zu wenig Tempo und Druck auf die Platte.

Am Kreis brachte Thomas Rink zudem lange kaum einen Ball unter und lag zeitweise bei einer Verwertung von mageren 25 Prozent.

Zwar war der TuS insgesamt durchaus um Schadensbegrenzung bemüht, aber die Offensivaktionen brachten kaum noch einen Ertrag, während der TV um den herausragenden Mario Stark sogar auf einen Zehn-Tore-Vorsprung durch Florian Eisenträger zum 25:35 davonzog.

Am Ende musste sich der TuS dann völlig zurecht dem TV Großwallstadt mit 26:35 ergeben. Auch Torhüter Kai Rottschäfer gestand nach der Schlusssirene: „Wir waren heute im Kopf nicht richtig bei der Sache. Man hat gesehen, dass wir heute nicht, wie wir es gewohnt sind, in den richtigen Schwung gekommen sind. Mit unserem kleinen Kader hat uns dann doch in den Situationen etwas die Power gefehlt.“

Der Kapitän wollte aber noch etwas loswerden und richtete sein Wort anschließend an die Fans: „Wir haben zusammen phänomenale Spiele in diesem Jahr erlebt. Eure Unterstützung war ganz großartig und dafür danke ich euch im Namen unserer gesamten Mannschaft.“

An der Unterstützung lag es folglich auch am 2. Weihnachtsfeiertag nicht. Die Zuschauer klatschten bis zum Schluss munter und verabschiedeten das Team auch mit Applaus.

Nach einer kräftezehrenden Saison sehnt der TuS Ferndorf die WM-Pause herbei. Wer kann es dem Aufsteiger, der in dieser Saison mit seinen Mitteln fast ausschließlich begeistert hat, verdenken.

 

TuS Ferndorf – TV Großwallstadt 26:35 (14:18).

Aufstellung: Puhl, Rottschäfer, Faulenbach (3), Basic (3), M. Michel (5/3), Neitsch (3), Zerbe (5/3), L. Michel, Barwitzki, Lindskog Anderson (1), Koloper, Müller (3), Rink (3).

Schiedsrichter: Frederic Linker/Sascha Schmidt.

Zuschauer: 1103 (ausverkauft).

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