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Wenn höhere Wesen Piano spielen

Die sogenannte „Fliegenpilzsession“ stellt die Wirkungen einer psychoaktiven Substanz in einer filmisch anmutenden Reihe fortlaufender Bilder vor. Foto: Rene Traut

Eine Begegnung mit amanita muscaria, dem Roten Fliegenpilz

Zum Abschluss der Vortragsreihe und Ringvorlesung „Sigmar Polke“ spricht am Donnerstag, 14. Februar, um 18 Uhr die Schweizer Kunsthistorikerin und Kulturanthropologin Dr. Katharina Steffen. Im Museum für Gegenwartskunst Siegen zeigt und analysiert Steffen eine unbetitelte 30teilige Fotoserie Polkes. Die sogenannte „Fliegenpilzsession“ stellt die Wirkungen einer psychoaktiven Substanz in einer filmisch anmutenden Reihe fortlaufender Bilder vor. 1977 im Laubegg bei Zürich aufgenommen, hat Polke die Geister jener Frühlingsnacht in der Dunkelkammer in Willich nochmals wachgerufen und zu Papier gebracht. In den Fotografien tritt das innere Erleben in Erscheinung. Unsichtbares wird schrittweise zu Sichtbarem, Unglaubhaftes zu Chiffren des Erkennbaren. Der Betrachter, ohne dass er es bemerkt, wird ein Teilnehmer, in dessen Augen sich Polke lachend spiegelt. Steffen, die ab 1974 mit dem Künstler befreundet und an der Entstehung der Fotografien selbst beteiligt war, wird zudem die Fliegenpilz-Serie in das Gesamtwerk Polkes einbinden.

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