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Zauberflöte mit Crash

Die Hinfahrt mit dem Reisebus wurde durch einen jähen Crash unterbrochen. Foto: Ferdinand Heimel

Gemeinsame Opernfahrt des Städtischen Gymnasiums Kreuztal und der Gesamtschule Reichshof am 15. Februar- Eindrucksvolle gesangliche und instrumentelle Darbietungen – Bei der Hinfahrt Unfall auf der A4 vor Overath

Es war die drittletzte Aufführung der Düsseldorfer Inszenierung der Zauberflöte. Barrie Kosky und die britische Theatergruppe „1927“ transformierten diese berühmteste Oper der Welt mit einem handgezeichneten und live animierten „Zauberflöten“-Film in unsere Gegenwart. Alle Figuren werden so Teil einer modernen und witzig-augenzwinkernd parodierten Märchenwelt. Barrie Koskys Produktion reist inzwischen um den ganzen Globus und begeistert mit ihrem fantasievollen Bühnenzauber überall auf der Welt das Publikum von Los Angeles bis Shanghai. Auch diesmal: ausverkauft. Aber die Schülerinnen und Schüler des Kreuztaler Gymnasiums und der Gesamtschule Reichshof hatten schon frühzeitig die besten Plätze ergattert: Orchestersessel und mittig bis rechts gelegene Plätze der Reihen zwei bis sieben boten erstklassigen Hör- und Blickgenuss.

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Ausgerechnet die Hinfahrt mit dem Reisebus wurde durch einen jähen Crash unterbrochen: Ein PKW-Fahrer übersah auf der A4 beim Einfädeln nach rechts kurz vor der Ausfahrt Overath das nicht gerade kleine Fahrzeug und kollidierte mit dem linken Vorderrad des Omnibusses der Firma Sauerlandgruß. Die Busfahrerin behielt die Nerven und steuerte in Begleitung des Unfallverursachers den nächsten Parkplatz an. Dort war zunächst einmal Ende der Reise. Ein Blick auf die Uhr ließ jeden daran zweifeln, ob der Opernbesuch noch möglich war. Aber in der Ruhe liegt die Kraft. Und mit ruhiger Kraft managte Jennifer Stahl, die Busfahrerin, die Situation und benachrichtigte die Polizei sowie ihren Arbeitgeber. Das Unglaubliche geschah. Sofort (!) machte sich ein Ersatzfahrzeug auf den Weg und transportierte die fünfzig SchülerInnen und LehrerInnen noch rechtzeitig zur Deutschen Oper am Rhein nach Düsseldorf.

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Dort erwartete die Gruppe eine professionelle und gekonnte Darbietung von Ouvertüre und Arien, Rezitativen und Chören der wohl bekanntesten Oper der Welt. In Mozarts und Schikaneders Opernhymne an die Freimaurerei geht es um das ewige Gegenspiel von Licht und Dunkel, Männlichem und Weiblichem sowie um Weisheit, Stärke und Schönheit. Wer wie Prinz Tamino (Ovidiu Purcel) die Prüfungen standhaft besteht, den erwartet die Aufnahme in Sarastros (Sami Luttinen) Tempel der Erleuchtung, in dessen heiligen Hallen man die Rache nicht kennt. Aber auch der geschwätzig bei der Schweigeprüfung versagende Vogelfänger Papageno (Dominik Köninger) darf wie Tamino mit seiner eroberten Pamina (Heidi Elisabeth Meier) glücklich werden mit seinem „Weibchen“ Papagena (Helena Günther). Der alle Regeln der MeToo-Bewegung missachtende Monostatos (Johannes Preißinger) wird angemessen bestraft und die Königin der Nacht (Serenad Uyar), in deren beeindruckender Brust die Hölle der Rache für die Entführung ihrer Tochter brennt, darf ihre d-Moll-Koloraturen vom f1 bis zum f3 durchkieksen. Für ihre gesangliche Leistung gab es Szenenapplaus ebenso wie für die anderen Arienohrwürmer.

Acht Lehrerinnen und Lehrer ließen sich die aufsichtsführende Begleitung mit ermäßigten besten Plätzen nicht entgehen: der Kreuztaler Schulleiter Herbert Hoß samt Gemahlin, die Eckenhagenerin Katja Petri samt Partner sowie die Kreuztaler Sascha Lindner, Frank Krattinger, Stefan Platte und Ferdinand Heimel. Subventioniert wurde die Fahrt vom Förderverein des Städtischen Gymnasiums Kreuztal.

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