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„Das ist einfach nicht unsere Kragenweite“

Kaan's Arthur Tomas versucht einen gegnerischen Spieler zu stoppen. Der 1.FC Kaan-Marienborn unterlag der Viktoria aus Köln bei der Platzeinweihung im Breitenbachtal mit 1:3. Foto: Rene Traut

Der 1. FC Kaan-Marienborn musste sich bei der Einweihung des neuen Kunstrasens im Breitenbachtal dem Klassenprimus FC Viktoria Köln am Ende mit 1:3 (0:1) geschlagen geben.

Am Ende hatte die Unterstützung von Siegens Bürgermeister Steffen Mues, Stadtrat Arne Fries und den Handballern des TuS Ferndorf nicht den erhofften Überraschungserfolg gebracht.

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Dennoch zeigte sich Thorsten Nehrbauer auf der anschließenden Pressekonferenz gut gelaunt: „Ich bin trotz der Niederlage durchaus positiv gestimmt: „Meine Mannschaft hat heute insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Viktoria Köln ist einfach nicht unsere Kragenweite mit der großen Qualität. Ich gehe ganz fest davon aus, dass sie den Aufstieg packen werden und wünsche es dem Verein auch von Herzen“.

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Durch ein unglückliches „Murmel-Eigentor“ gerieten die Käner schon in der 11. Minute ins Hintertreffen.  Außenverteidiger Semih Yigit hatte den Ball unglücklich ins eigene Tor abgelegt. In einer sehr unübersichtlichen Spielsituation parierte Bölker zunächst den Schuss von Simon Handle aus kurzer Distanz, danach hatte Yigit vermutlich einen Rückpass zum Torhüter im Sinn.

Fortan liefen die Käner dem Rückstand hinterher, verstecken sich aber nicht und suchten über die schnellen Ramaj und Lo Iaocono im Umschaltspiel immer wieder ihr Heil.

Aber auch Unglücksrabe Yigit, der trotz seines Eigentors eine bockstarke erste Halbzeit spielte, war immer wieder ein Aktivposten.

Seine mit links gezirkelte Flanke verpasste Elsamed Ramaj kurz nach dem 0:1 nur um Haaresbreite. Vor allem mit Schüssen aus der zweiten Reihe versuchten es die Siegerländer, aber Waldrich, Lo Iacono und Co brachten in diesen Szenen nicht die nötige Präzision oder Power auf.

Wie erwartet hatte die Viktoria bis zur Pause zwar etwas mehr Ballbesitz, aber es blieb auf beiden Seiten bei Halbchancen oder zu unpräzisen Abschlüssen.

Die Käner hatten sich für den zweiten Durchgang viel vorgenommen, kassierte aber schnell den zweiten Nackenschlag

Tom Zündorf, der erstmals für Moritz Brato in der Startelf stand, entschied sich im Zweikampf mit dem starken Handle für eine Grätsche, die misslang und öffnete so das Zentrum.

Handles Zuspiel verwertete Sven Kreyer im Strafraum eiskalt (52.).

Das 0:2 kurz nach der Pause verkam aber nicht zur kalten Dusche, weil die Käner das angestrebte Ziel, das Umschaltspiel besser zu forcieren, gut umsetzten. Einen Steilpass von Daniel Waldrich erlief Ramaj, der den Ball auf Mitspieler Lo Iacono ablegte.

Der Offensivspieler, der zum ersten Mal im Jahr 2019 überhaupt im Aufgebot stand und gleich von Anfang an ran durfte, agierte aber zu zögerlich. Sein Schuss wurde abgeblockt.

Besser machte es dafür Ramaj nach einem wohl getimten Flugball von Waldrich in die Spitze, frei vor Keeper Patzler zog er entschlossen ab.

Nach dem Ausgleich kamen die Käner aber nicht mehr gefährlich in das letzte Drittel, dafür konterte Köln im Stile eines würdigen Spitzenreiters das 3:1 durch den eingewechselten Timm Golley herbei (84.)

Damit war die Messe gelesen, aber Nehrbauer blickte schon wieder nach vorne:  „Wir haben uns natürlich mehr erhofft und wollten etwas mitnehmen. Wenn man Fußball spielt, will man auch ein positives Resultat haben. Nächste Woche spielen wir gegen Wattenscheid. Das ist unser Tabellennachbar und dort müssen wir unseren Kaansinn auf den Platz bringen. Da geht es um die Wurst und wir werden eine hervorragende Leistung zeigen“, versprach der Trainer des Aufsteigers.

1.FC Kaan-Marienborn – FC Viktoria Köln 1:3 (0:1)

Aufstellung Kaan: Bölker, Yigit, Zündorf, Schneider, Gänge, Tomas, Kurt, Muhovic (84. Brato), Waldrich (66. Gencal), Lo Iacono (75. Binder), Ramaj

Tore: 0:1 Semih Yigit (11. ET), 0:2 Sven Kreyer (52.), 1:2 Elsamed Ramaj (62.), 1:3 Tim Golley (84.)

Schiedsrichter: Tobias Severins, Florian Exner und Bernd Westbeld

Zuschauer: 908

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