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Weißtal schlägt auch Attendorn – Eiserfeld verliert in Unterzahl – Boger als Matchwinner

Das war die entscheidende Szene in der Partie des SV Ottfingen gegen den FC Eiserfeld. Der Unparteiische Johannes Liedtke stellte FC-Abwehrmann Lars Stamm (rechts) nach einem absichtlichen Handspiels vom Platz und gab den fälligen Strafstoß für den SVO. Der Tabellenführer gewann am Ende deutlich mit 4:1 gegen den Verfolger aus Eiserfeld. Foto: Bastian Otto

Der TSV Weißtal bleibt die Mannschaft der Stunde in der Bezirksliga 5 und der FC Eiserfeld verlor beim Spitzenreiter nicht nur das Spiel. Germania Salchendorf ging in Plettenberg baden und für Hickengrund, Deuz und Setzen wird die Luft immer dünner. Die Fortuna aus Freudenberg und der SuS Niederschelden punkten hingegen fleißig weiter.

 

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SC Listernohl-WL – SV Setzen 6:0 (3:0).

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Zum Einstand von Maik Wolf verlor der SV Setzen klar und deutlich mit 0:6 beim SC Listernohl-WL und nähert sich der Abstiegszone der Liga.

„Wir sind sehr unbekümmert und blauäugig an die Sache herangegangen – bis zum 0:1 war es noch ok aber wenn du dieser Mannschaft Platz gibst, wird es sehr schwer etwas Zählbares zu holen. Die Niederlage ist zwei Tore zu hoch ausgefallen, war aber absolut verdient. Wir hatten heute nicht die Mittel, um dagegenzuhalten“ sagte SV-Trainer Maik Wolf.

Dennis Busenius (27./FE) eröffnete den Treffersegen der Heimmannschaft und legte in der 37. Minute auch noch den 3:0-Pausenstand nach, dazwischen konnte sich Maximilian Humberg (35.) in die Torschützenliste eintragen.

Marlon Klein (67.), Sebastian Arens (77.) und Rene Sangermann (88.) sorgten in der 2. Halbzeit dafür, dass die Setzer mit einer 0:6-Auswärtspleite die Heimreise antreten mussten. Die Setzer liegen jetzt nur noch einen Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz und haben in den kommenden Wochen wahrlich kein leichtes Programm vor der Brust.

 

SV Ottfingen – FC Eiserfeld 4:1 (2:1).

Das Top-Spiel des heutigen Spieltages fand in Ottfingen statt und nach einer frühen Roten Karte verlor der FC Eiserfeld dieses Spiel mit 1:4 (1:2).

Ohne eine lange Abtastphase ging es direkt zur Sache und Fabian Heupel prüfte in Minute zwei SV-Keeper Oliver Stock, der aber gut parierte. Nur eine Minute später war es Fabian Kolb, der einen Heber knapp neben das Eiserfelder-Tor beförderte.

In der 8. Minute war es Lukas Weber, der einen Konter abschloss aber ebenfalls rechts am Tor vorbei schoss. Wiederum eine Minute später waren es Luca Valido und Fabian Kolb im Nachschuss, die das Eiserfelder-Tor nicht trafen. Kurze Zeit später zirkelte Enrico Balijaj von halb links einen direkten Freistoß auf den kurzen Pfosten aber Löhr war zur Stelle und fischte das Leder aus dem Winkel, den Nachschuss beförderte Valido über das Tor.

In der 14. Minute kam es zu der spielentscheidenden Szene dieses Spiels. Nachdem Manuel Jung in den Eiserfelder-Strafraum eingedrungen war und Fabian Kolb bediente, nahm FC-Akteur Lars Stamm die Hand zur Hilfe und verhinderte, dass der Ball hinter der Linie landete. Der gut leitende Unparteiische Johannes Liedtke zeigte Stamm die Rote Karte und entschied folgerichtig auf Elfmeter für den SV Ottfingen.

Diese Chance ließ sich der gut aufgelegte Enrico Balijaj nicht nehmen und traf in der 15. Minute zur 1:0-Führung.

Nur vier Minuten später gab es auf der Gegenseite ebenfalls einen Strafstoß, nachdem Janis Kipping Ruben Balthasar im Sechzehner zu Fall brachte. Marcel Kirsch (19.) nahm sich das Leder und verwandelte recht sicher zum 1:1-Ausgleich.

FC-Coach Andreas Weber reagierte aber trotzdem auf den Platzverweis und brachte Justin Reiswich für Fabian Külgen.

Der zweite ottfinger-Treffer zeigte die individuelle Klasse des Teams – ein toller Diagonalball von Balijaj landete in der 29. Minute bei Luca Valido, der einen Eiserfelder-Abwehrspieler aussteigen ließ und den mitgelaufenen Manuel Jung bediente, der zur 2:1-Führung traf.

Die gut 200 Zuschauer Am Siepen sahen jetzt eine spielbestimmende Heimelf und auf Konter lauernde Eiserfelder, die in Unterzahl vorsichtiger agierten.

Die Gastgeber versuchten in der 2. Halbzeit sofort wieder die Initiative zu übernehmen und kamen vornehmlich durch Distanzschüsse zum Abschluss – entweder gingen die Bälle weit über das Eiserfelder-Gehäuse oder Jannik Löhr war zur Stelle.

In der 61. Minute war es Nicolas Bröcher, der nach einer Balijaj-Ecke den Deckel auf diese Partie machte – Bröcher kam aus sieben Metern völlig frei zum Kopfball und erhöhte auf 3:1. Nur drei Minuten später war es erneut Manuel Jung (64.) der den 4:1-Endstand markierte.

Die Qualität des Ottfinger-Kaders machte sich in Minute 73 und 80 bemerkbar, denn mit Patrick Diehl und Lennart Lentrup konnte SV-Coach Benjamin Simon noch zwei Top-Leute ins Spiel bringen.

Nach dem vierten Ottfinger-Treffer war die Luft aus diesem Bezirksliga-Spiel raus und der SVO konnte sich über einen wichtigen Dreier freuen.

FC-Trainer Andreas Maier haderte mit der Roten Karte:

„Nach der Roten Karte hatten wir riesen Lücken, mussten früh umstellen und zudem fiel Daniel Strobel zur Pause auch noch aus – es ist heute Vieles gegen uns gelaufen und dadurch hat Ottfingen verdient gewonnen. Jannik Löhr hat heute ein Bombenspiel gemacht, ihn möchte ich heute mal loben. Nach dem Platzverweis war es schwierig und dann verlierst du so ein Spiel auch mal“.

 

SG Hickengrund – SC Drolshagen 1:2 (0:1).

Die SG Hickengrund musste gegen den SC Drolshagen eine 1:2-Niederlage einstecken.

Dabei war die Partie bis zum Rückstand ausgeglichen, beide Teams hatten sich weitestgehend neutralisiert.

Eine verunglückte Flanke von Jan Gummersbach (18.) führte dann zum unglücklichen 0:1-Rückstand.

„Das Gegentor ist einfach symptomatisch für die momentane Situation. Aus ganz spitzem Winkel fällt dann eine Flanke ins Netz, das ist schon bitter“, merkte der Sportliche Leiter der SG, Sascha Majkic, an.

Kurz vor der Pause konnte Henry Heinz mit einer Glanztat den zweiten Gegentreffer der Drolshagener vereiteln und somit blieb es bei dem knappen 0:1-Rückstand.

Marvin Theis (50.) konnte die SG nach einer Mirr-Flanke zurück ins Spiel bringen aber nur zwei Minuten später war es erneut Gummersbach (52.), der die Gäste wieder in Führung brachte.

„Beim 1:2 haben wir den Ball einfach nicht wegbekommen aber ab der 70. Minute war es ein Spiel auf ein Tor und wir haben den SC richtig unter Druck gesetzt. Wir haben alles versucht, hätten meiner Meinung nach auch einen Punkt verdient gehabt aber das Glück ist nicht auf unserer Seite“, so Majkic.

 

TuS Plettenberg – SV Germania Salchendorf 4:2 (1:1).

Der SV Germania Salchendorf hat etwas überraschend beim TuS Plettenberg mit 2:4 (1:1) verloren.

Vincent Schlotmann (25./54./74.) traf alleine dreimal ins Netz der Salchendorfer, zudem versenkte Steve Lang (48.) das Spielgerät im Tor der Salchendorfer. Für die Treffer der Gäste sorgte Alexander Völkel (43.) mit dem zwischenzeitlichen 1:1 und der Plettenberger Dustin Langenberg (65./ET), dem ein Eigentor unterlief.

„Das haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt, wir haben zwar das Spiel beherrscht aber der Gegner hat aus seinen vier Chancen auch vier Tore gemacht. Meiner Meinung nach war der Treffer zum 0:1 wegen einer Abseitsstellung fragwürdig aber das 1:1 kurz vor der Pause hätte uns Auftrieb geben müssen. Leider bekommen wir dann recht schnell zwei unnötige Gegentore, waren aber nach dem Anschlusstreffer wieder dran. Leider hat es heute nicht gereicht, das ist sehr ärgerlich und wir sind auch sehr enttäuscht“, fand Salchendorfs Co-Trainer Jan-Philipp Gelber ehrliche Worte.

Zu allem Überfluss sah Tim Schilk wegen wiederholten Foulspiels in der 90. Minute die Gelb/Rote Karte.

 

VfR Rüblinghausen – SV Fortuna Freudenberg 2:3 (1:2).

Der SV Fortuna Freudenberg nahm auch die Hürde in Rüblinghausen und gewann mit 3:2 (2:1).

Die Fortuna erwischte einen Start nach Maß, eine Wiesemann-Hereingabe landete bei Timo Molsberger (7.) und der Mittelstürmer traf per sehenswerten Fallrückzieher zur Gästeführung.

Ufuk Seyhan (34.) gelang zwar der Ausgleich aber noch vor der Pause verwandelte Yannis Freitag (40.) einen Foulelfmeter, nachdem Dustin Holzhauer im Strafraum regelwidrig gefoult worden war – somit gingen die Freudenberger mit einer knappen 2:1-Führung in die Kabine.

Kurios war der 2:2-Ausgleichstreffer der Hausherren in Minute 66. Nach einem Foul an Dennis Weller hätte es wieder einen Elfmeter geben müssen aber die Pfeife bleib stumm und im direkten Gegenzug traf Lukas Bindek für Rüblinghausen.

„Da haben wir uns nicht clever angestellt und uns auf Diskussionen mit dem Schiedsrichter eingelassen, das darf so nicht passieren, betonte Fortunen-Coach Dominic Solms.

„Trotzdem bin ich hochzufrieden mit der Leistung der Jungs, Kompliment an die Mannschaft. Sie hat den Kampf angenommen, dagegengehalten und ist dafür mit einem Dreier belohnt worden. Einziges Manko ist die Verwertung der Konterchancen, da müssen wir auf jeden Fall dran arbeiten“, so Solms weiter.

Robin Wiesemann sorgte in der 71. Minute für den 3:2-Siegtreffer der Freudenberger, die jetzt elf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz haben.

 

TuS Deuz – SuS Niederschelden 0:2 (0:0).

Der SuS Niederschelden fuhr auch beim TuS Deuz einen weiteren Dreier ein. Die Elf von SuS-Trainer Andreas Wieczorek gewann mit 2:0. Damit hat der SuS aus den letzten sieben Pflichtspielen 19 Punkte geholt und führt die Rückrundentabelle weiterhin an.

Dabei war die Heimelf in den ersten 45 Minuten das bessere Team, brachte aber den Ball nicht im gegnerischen Gehäuse unter.

„Wir waren nicht drückend überlegen, haben uns aber auf die Grundtugenden beschränkt, sind als Team aufgetreten und durch Meiswinkel und Schmidt zwei richtig gute Chancen zur Führung. Danach muss ich klar sagen, dass ein Spieler heute den Unterschied ausgemacht hat“, betonte TuS-Coach Alexander Müller.

Dieser besagte Spieler war Leon Boger, der krankheitsbedingt 45 Minuten auf der Bank Platz genommen hatte und nach der Pause ins Spiel eingriff – und wie – mit dem ersten Ballkontakt erzielte Boger (47.) die Schelder-Führung und legte in der 63. Minute den Treffer zum 2:0-Endstand aus Sicht des SuS nach.

„In der 1. Halbzeit hatten wir keinen guten Tag erwischt, da hätten wir durchaus in Rückstand geraten können aber auf Grund der 2. Halbzeit war der Sieg dann verdient. Über die ersten 45 Minuten werden wir am Dienstag reden aber 19 Punkte aus den letzten sieben Partien können sich sehen lassen, daher gibt es momentan wenig zu meckern“, sagte SuS-Coach Andreas Wieczorek am expressi-Telefon.

 

SV 04 Attendorn – TSV Weißtal 0:1.

Der TSV Weißtal rockt die Liga. Nach dem  Heimsieg gegen den SV Ottfingen konnte der TSV auch das schwere Auswärtsspiel in Attendorn mit 1:0 (0:0) für sich entscheiden.

„Wir haben intern unsere Ziele und sind gut dabei. Ich bin heute sehr zufrieden, weil wir in einem engen Spiel spielerisch überzeugen konnten und ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen hatten. Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung abgerufen und aus dem Spiel heraus so gut wie gar nichts zugelassen. Am Ende hatten wir das Glück des Tüchtigen, weil wir Defensiv einfach gut gestanden haben, sagte ein hörbar entspannter Konstantin Volz.

Schon in Halbzeit eins hatten Nico Herrmann (5.), Daniel Singhateh (25.) und Luca D‘Aloia (43.) die Weißtaler-Führung auf dem Fuß bzw. auf dem Kopf aber bis zur Pause blieb es beim torlosen Unentschieden.

Das Tor des Tages erzielte Daniel Singhateh in der 70. Minute, er brachte das Leder nach einem Volz-Freistoß im Attendorner-Gehäuse unter.

Nach der Führung hatten erneut Singhateh, D’Aloia, Jan-Michael Moses und der eingewechselte Simon Grisse Möglichkeiten zu erhöhen aber es blieb bis zum Schluss spannend.

Nach diesem Auswärtssieg belegt der TSV Weißtal Rang drei in der Tabelle und hat noch vier Punkte Rückstand auf die Top-teams aus Ottfingen und Drolshagen, die am kommenden Sonntag am Henneberg gastieren.

 

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