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Zukunfts-Tag für Mädchen und Jungen

Im Druckgrafik-Workshop lernten die Jungen mit dem Holzschnitt die Form des manuellen Bilddrucks aus dem 15. Jahrhundert kennen. Foto: Uni Siegen

Rund 44 Schülerinnen und Schüler hatten beim diesjährigen Girls‘ und Boys‘ Day die Gelegenheit, an der Universität Siegen verschiedene Studienfächer kennenzulernen.

Am diesjährigen Girls‘ & Boys‘ Day der Universität Siegen nahmen 44 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 11 teil und erlebten ein abwechslungsreiches Programm zur Berufsorientierung. Für die Mädchen standen Physik und Bauingenieurswesen auf dem Stundenplan, die Jungen widmeten sich dem Feld der Kunst. Neben Vorträgen und Informationen zum Studium konnten die Jugendlichen auch jede Menge praktisch arbeiten.

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Die Jungen fuhren zusammen in das Brauhaus, dem Uni-Standort für die Werkstatt und Galerie der Kunst. Dort erwarteten sie Prof. Dr. Christian Freudenberger und Benno Derda aus der Kunstpraxis, die sie durch das alte Brauhaus führten. Dabei bekamen die Schüler erste Eindrücke aus dem Studium der Kunstpädagogik, bevor es an die praktische Arbeit ging. Im Druckgrafik-Workshop lernten sie mit dem Holzschnitt die Form des manuellen Bilddrucks aus dem 15. Jahrhundert kennen. Gemeinsam schnitzten sie ihre Motive in ein Holzbrett ein und erstellten einen Druckstock, der anschließend in der Druckpresse auf Papier eingedruckt wurde. Am Ende hatte jeder der Schüler ein fertiges Bild hergestellt und Freudenberger sah den Jungen den „Spaß und die Freude am Ergebnis“ sichtlich an.

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Währenddessen waren die Mädchen anderweitig beschäftigt. Eine der zwei Mädchengruppen hörte am Adolf-Reichwein-Campus einen Vortrag von Dr. Henrik Bernshausen aus der Didaktik der Physik zum Thema „Wie finde ich Planeten und Sternenbilder am Himmelszelt?“. Sie bastelten eigene drehbare Sternkarten, die anhand des Himmels bei der Orientierung helfen können – so, wie es damals die Seefahrer gemacht hatten. Mithilfe eines Globus und einer daran befestigten Spielfigur zeigte Bernshausen den Mädchen, dass es je nach Standort am Sternenhimmel ständige Bewegung gibt und der Himmel überall unterschiedliche Sternenbilder präsentiert. Anschließend gab es eine Führung durch die Sternwarte, bei der die Schülerinnen lernten, auf welche Art und Weise WissenschaftlerInnen die Sterne beobachten. „Ich finde das Thema interessant, weil ich auch schon in der Schule Spaß an Physik habe“, erzählte eine der Schülerinnen.

Die zweite Mädchengruppe beschäftigte sich am Paul-Bonatz-Campus unter der Leitung von Dipl.-Ing. Jessica Kelln mit dem Thema „Betrieb von Talsperren als wichtige Grundlage des Hochwasserschutzes“. Im Wasserbaulabor wurde an einem originalgetreuen Modell einer echten Talsperre aus Ostdeutschland erklärt, wie Talsperren in unterschiedlichen Situationen mit Hochwasser umgehen.

Der Girls’ und Boys’ Day soll SchülerInnen einen Einblick in Berufsfelder geben, in denen ihr Geschlecht noch immer unterrepräsentiert ist und sie darin bestärken, sich bei der Fächer- und Berufswahl nicht von traditionellen Rollenbildern leiten zu lassen. Organisiert wurde der Tag vom Gleichstellungsbüro der Universität Siegen in Kooperation mit der Fakultät II und IV.

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