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Kämpferische Käner vor dem Duell mit Alemannia Aachen

Im Hinspiel gegen Alemannia Aachen jubelten die Käner gleich zweimal, mussten sich am Ende aber mit einem 2:2 begnügen. Foto: Verein

Vor dem Nachholspiel gegen Alemannia Aachen am heutigen Dienstag um 19 Uhr zeigte sich Thorsten Nehrbauer, der Trainer des 1. FC Kaan-Marienborn gewohnt kämpferisch.

Ein nüchterner Blick auf die Tabelle verrät es – noch ist für den 1. FC Kaan-Marienborn nichts verloren. Der ehemalige Profi rechnete vor: „Wir haben noch 10 Spiele, somit sind für uns noch 30 Punkte im Lostopf. 15 Punkte würden uns wohl reichen, je nachdem wie sich die weiteren Wochen entwickeln vielleicht aber auch schon 12 oder 13.“

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Gleichwohl betonte Nehrbauer, dass eine enorm schwere Aufgabe vor ihm und seinem Team liegt: „Uns war von Anfang an klar, dass wir mit unserem unerfahrenen und kleinen Kader bis zum Ende im Abstiegskampf stecken werden. Bei realistischer Betrachtung war das auch nicht anders zu erwarten, aber wir haben alles in der eigenen Hand.“

Schwer wog die Enttäuschung bei den Känern nach der Niederlage in Wattenscheid, die Spieler schlichen geknickt zum Mannschaftsbus. Viel Zeit, um die Köpfe aufzurichten, blieb nicht.

Thorsten Nehrbauer meinte aber positiv gestimmt: „Das ist doch gut, dass wir keine Zeit haben, um dem Spiel in Wattenscheid lange hinterherzutrauern. Es geht direkt weiter und wir haben eine neue Chance, auch wenn es gegen Aachen sehr schwer wird.“

Nüchtern betrachtet wird das Unterfangen für Kaan durch den derzeit extrem ausgedünnten Kader erschwert. Zlatko Muhovic und Elsamed Ramaj sahen in Wattenscheid beide den fünften gelben Karton.

Die überlegten Pässe des zentralen Mittelfeldspielers werden den Känern daher ebenso fehlen wie die Schnelligkeit und Abschlussstärke Ramajs, der auch im Lohrheidestadion wieder der herausstechende Offensivfaktor war.

Für Stürmer Dawid Krieger kommt ein Einsatz ohnehin noch zu früh: „Dawid wird hoffentlich am Mittwoch wieder ins Training einsteigen. Sein Körper hatte ja jetzt lange genug Pause, fast schon Stillstand. Hauptsache seinem Kopf geht es nach der Gehirnerschütterung wieder gut.“

Apropos Kopf, gerade dort erwartet der Cheftrainer im Defensivbereich die nötige Frische, ärgerte sich der A-Lizenz-Inhaber doch zuletzt vermehrt über zu einfache Gegentore: „Wir haben zu inkonsequent verteidigt. Gegen Viktoria, aber auch gegen Wattenscheid war fast jeder Schuss ein Treffer. Dabei bekommen wir ja nie die Hütte vollgehauen. Wir können gegen jeden Gegner mithalten.“

Wie Nehrbauer es personell anrühren will, verriet er nicht, gab aber einen kleinen Einblick, der darauf hindeutet, dass André Schilamow sich berechtigte Hoffnungen auf die Startelf machen kann. Kapitän Toni Gänge wird nach abgesessener Sperre zudem in die Innenverteidigung zurückkehren.

Gegen den formstarken Tabellenfünften, der mit 3 Siegen im Rücken anreist und aus dem prestigeträchtigen Kräftemessen mit Rot-Weiss Essen mit 2:0 als Sieger hervorging, wird Kaan-Marienborn über 90 Minuten eine starke Leistung brauchen. In Wattenscheid war die nur über 45 Minuten ersichtlich, aber Nehrbauer pochte auf die Mentalität seines Teams: „Wir können etwas reißen, wenn wir mit der richtigen Einstellung an das Spiel herangehen. Abgestiegen sind wir noch lange nicht.“

Damit die mentale Unterstützung auch auf den Rängen stimmt, haben sich die Käner für das Nachholspiel übrigens Besuch eingeladen. Der TSV Steinbach Haiger, ambitionierter Vertreter der Regionalliga Südwest, kommt zu Besuch.

 

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