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„Kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“

Vor einer tollen Kulisse musste sich der 1.FC Kaan-Marienborn erst kurz vor Schluss der Alemannia aus Aachen beugen und verlor unglücklich mit 0:1. Foto: Rene Traut

Gegen Alemannia Aachen verlor der 1. FC Kaan-Marienborn im Abstiegskampf das Nachholspiel des 25. Spieltags unter Wert mit 0:1 (0:0).

Für Thorsten Nehrbauer war es schwer, auf der Pressekonferenz nach der nächsten ärgerlichen Niederlage das entscheidende Haar in der Suppe zu finden: „Wir verlieren heute letztlich durch einen individuellen Fehler. Ich kann meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Taktik, Mentalität, die Jungs haben alle Vorgaben erfüllt“, deutete Nehrbauer auf jede verhängnisvolle Ecke, die der Ex-Siegener Manuel Glowacz in den Strafraum schlug und die robuste Kante Imbongo Boele Innenverteidiger Moritz Brato dieses eine Mal entwischte, in die Höhe stieg und gekonnt einköpfte (78.).

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Das Gegentor fiel mitten in die die Käner Angriffsbemühungen, denn nachdem der Tabellenfünfte aus Aachen bis etwa zur 25. Spielminute das Geschehen kontrollierte und dominierte, wurden die Käner, bei denen Zlatko Muhovic und Elsamed Ramaj (beide sahen in Wattenscheid die fünfte gelbe Karte) nur Zaungäste waren, immer mutiger und aktiver.

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Hatte Aachen noch Pech, dass ein strammer Schuss von Stipe Batarilo Cerdic den Torpfosten küsste und Kaans Torwart Christian Bölker zuvor gegen Stürmer Dimitry Imbongo Boele seine ganze Körpergröße ausspielte, näherten sich die Käner bis zur Pause dem vom Ex-Erndtebrücker Niklas Jakusch gehüteten Gehäuse an.

Zielte der in der Spitze aufgebotene Burak Gencal bei diversen Versuchen zu hoch, brachte Arthur Tomas bereits nach 12 Minuten nach einer Flanke von Daniel Waldrich keinen Druck hinter seinen Kopfball, sondern touchierte den Ball nur.

Eine Co-Produktion der beiden Ex-Steinbacher vor den Augen des gesamten TSV, der die Käner unterstützte – es wäre eine schöne Geschichte gewesen.

Auf dem Weg zu den Kabinen gab es dann nach einer torlosen Hälfte Redebedarf zwischen Coach Thorsten Nehrbauer und dem Unparteiischen Thorben Siewer. Die lautstarke Diskussion endete damit, dass der Cheftrainer des Aufsteigers die zweite Hälfte im Gästeblock der Alemannia-Anhänger verfolgen durfte.

Co-Trainer Tobias Wurm, der wegen der personell enorm angespannten Lage selbst im Kader stand, coachte vorerst an der Seitenlinie weiter und sah, wie seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel richtig druckvoll auftrat.

Vor allem der stark aufspielende Leon Binder sollte noch in den Mittelpunkt rücken, nachdem er in der 51. Spielminute bereits nicht mit dem zum Tor gedrehten Freistoß von Burak Gencal rechnete.

Nachdem Waldrich und Gencal dann zwei Kopfballmöglichkeiten vergaben, war es dann der kopfballstarke Binder, der nach einer Ecke hochstieg und vom Fünfmeterraum wuchtig köpfte, aber Keeper Jakusch, der bei einem Teil der Aachener Fans unverständlicherweise einen schweren Stand hat, rettete in dieser Szene nicht nur einmal, er parierte auch den Nachschuss aus allerkürzester Distanz mit überragenden Reflexen.

Und wie es dann so oft im Fußball kommt, wurden die Käner für ihre nachlässige Effektivität bitter bestraft. Ecke Manuel Glowacz, Kopfball Imbongo Boele, Moritz Brato ist nicht eng genug am ihm zugeteilten Gegenspieler dran, 1:0 für Aachen aus dem Nichts.

„Wir haben momentan einfach kein Spielglück, aber wer glaubt, dass wir deshalb aufgeben, der irrt sich. Meine Mannschaft macht momentan eine Entwicklung durch. Wir glauben weiter an unsere Chance. Ich bin zwar kein Freund davon, Spiele miteinander zu vergleichen, aber wenn wir gegen Oberhausen eine ähnliche Leistung abrufen, können wir auch gegen ein Top-Team punkten“, versicherte Nehrbauer ruhig.

Die Gelegenheit, den Beweis zu erbringen, erhält Kaan-Marienborn schon am Samstag. Dann steht das nächste Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen an.

1.FC Kaan-Marienborn – Alemannia Aachen 0:1 (0:0).

Aufstellung: Bölker, Yigit, Brato, Schneider, Gänge, Tomas, Binder, Kurt (87. Wurm), Waldrich (78. Schilamow), Lo Iacono (81. Scheld), Gencal.

Tore: 0:1 Dimitry Imbongo Boele (78.).

Schiedsrichter: Thorben Siewer.

Assistenten: Lars Bramkamp, Claas Steenebrügge.

Zuschauer: 993.

 

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