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SFS: eine ‘Reise ins Ungewisse’

Die „englische Woche“ endet für die Siegener mit der Auswärtspartie beim FC Eintracht Rheine, die am Sonntag um 15 Uhr am Rasenplatz der Obi-Arena angepfiffen wird. Foto: Rene Traut

Nach dem 2:1-Sieg der Sportfreunde Siegen am Mittwoch im Nachholspiel gegen den SV Schermbeck sparte Trainer Dominik Dapprich nicht mit Kritik und sprach sogar vom „schlechtesten Spiel der bisherigen Saison“, das seine Mannschaft abgeliefert habe. Zwei Tage später haben sich die Wogen beim heimischen Fußball-Oberligisten wieder geglättet. „Wir haben intern alles besprochen. Am Sonntag möchte ich eine andere Leistung sehen“, bekundet der Siegener Coach, strich aber noch einmal positiv heraus, dass drei Punkte auf das Sportfreunde-Konto wanderten. Die „englische Woche“ endet dann für die Siegener mit der Auswärtspartie beim FC Eintracht Rheine, die am Sonntag um 15 Uhr am Rasenplatz der Obi-Arena angepfiffen wird.

Die Tatsache, dass der 13. der Tabelle mit 65 Gegentoren die schlechteste Abwehrreihe der Liga stellt, spricht für die Sportfreunde Siegen, bei denen Ballbesitz-orientierter Angriffsfußball stets Trumpf ist. „Das sollte uns Anlass dazu geben, ein gutes Offensivspiel darzubieten“, pflichtet Dapprich bei. Denn drei weitere Zählern im Gepäck, die sie dem sicheren Klassenerhalt und den anvisierten 40 Punkten ein Stück näher bringen würden, dürften die Stimmung auf der fast dreistündige Heimtour im Mannschaftsbus anheizen. Die längste Auswärtsfahrt der Saison ist aber gleichzeitig auch eine „Reise ins Ungewisse“. Dominik Dapprich bezeichnet Eintracht Rheine als „Wundertüte“, was die letzten Ergebnisse des Gegners belegen. „Ein Auf und Ab.“ Sie verloren deutlich in Sprockhövel (0:5) und gegen Erndtebrück (0:3). Aber sie gewannen eben auch gegen Brünninghausen (4:1), zuletzt in Schermbeck (2:1) und in der Hinrunde in Siegen (2:0). Goalgetter Timo Scherping erzielte zwei seiner zwölf Saisontore im Leimbachstadion. Außerdem warnt Dapprich vor Viktor Braininger und Omar Guetat, die über den rechten Flügel gefährlich sind. „Sie können aber auch auf der linken Außenbahn spielen und haben viel Offensivdrang“, kennt der Alcher ihre Stärken genau. Hinzu kommt die Erfahrenheit des Eintracht-Teams, das mit Zweikampf-Härte dagegen hält.

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Zu einer „vernünftigen Leistung als Mannschaft“, so Dapprich weiter, gehöre deswegen neben einer kompakten Defensivarbeit auch eine konsequentere Chancenverwertung. „Ein Spiel auch mal frühzeitig entscheiden“, beschreibt er. Auch am Mittwoch wurden größte Möglichkeiten zum 3:0 vergeben. Ein dritter Treffer hätte zumindest eine ruhigere Schlussphase versprochen. „Das darf uns so oft nicht passieren“, wünscht sich der Linienchef weniger „Zitterpartien“ als in der jüngsten Vergangenheit.

Etwas Frische in das Siegener Spiel könnte Fuad Dodic bringen, der sich wieder zurück meldete. Für Trainer Dominik Dapprich sicherlich eine willkommene Option in der „englischen Woche“, allerdings muss er noch abwarten, wie das Abschlusstraining verläuft. Dodic spulte nach gut einwöchiger Pause ein reduziertes Trainingsprogramm ab. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Ryo Suzuki, der im letzten Spiel umknickte und seitdem über Schmerzen im Sprunggelenk klagt.

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