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SFS: Elfer in der Schlussminute verhindert Auswärtssieg

SFS-Coach Dominik Dapprich haderte mit der Roten Karte, die seiner Meinung nach völlig überzogen war - Masahiro Endo hatte in der 57. Minute die Rote Karte nach einem Foul im Mittelfeld gesehen. Foto: Rene Traut

Das ist bitter: 89 Minuten lang führten die Sportfreunde Siegen, doch der FC Eintracht Rheine glich in der Schlussminute per Elfmeter aus. Die Siegerländer nahmen deswegen nur einen Punkt mit auf die rund dreistündige Heimfahrt mit dem Mannschaftsbus.

Der SFS beendete die Partie in Unterzahl, da Masahiro Endo wegen groben Foulspiels kurz nach seinem Treffer zum 1:0 die Rote Karte sah. „Der Platzverweis war der größte Witz“, kritisierte Trainer Dominik Dapprich die Entscheidung von Schiedsrichter Leonidis Exuzidis. Nach einem Fehler von Innenverteidiger Tobias Filipzik grätschte Endo gegen seinen Gegenspieler im Mittelfeld, um den Konter durch ein taktisches Foul zu unterbinden. „Gelb wäre okay gewesen, aber das als grobes Foulspiel zu werten, ist eine harte Strafe“, befand sein Coach. Mehr als eine halbe Stunde mussten die Siegener mit nur zehn Mann auf dem Feld auskommen. Dapprich verstärkte fortan die Defensive. Bis auf einige Konter des Gegners verlebte Siegens Torhüter Christoph Thies einen entspannten Nachmittag.

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Glücklicherweise führten die Sportfreunde zu diesem Zeitpunkt bereits durch Endo (53.). Eine Standard des wieder genesenen Fuad Dodic, der noch leicht abgefälscht wurde, landete vor den Füßen des Japaners, der anschließend unbedrängt abschließen konnte. Das 1:0 der Gäste war da schon längst überfällig. Denn schon im ersten Durchgang war die Dapprich-Elf spielbestimmend.

Der für den angeschlagenen Ryo Suzuki in die Startelf gerückte Marc Steffen Freund probierte es nach nur 60 Sekunden. Sein abgefälschter Schuss strich aber am langen Pfosten vorbei. Zwei Minuten später traf der Eiserfelder nach einem Freistoß durch Kapitän Björn Jost, der es selbst auch der Distanz versuchte (14.), den Pfosten. Ein früher Treffer hätte den Siegenern gut gestanden. Freund scheiterte wenig später an Eintracht-Keeper Philipp Hinkerohe. Die Sportfreunde verbuchten in der Folgezeit mehr Ballbesitz, während Rheine über Konter gefährlich wurde. Kurz vor dem Seitenwechsel zog beispielsweise Daniel Olthoff aus gut 25 Metern ab. Der Ball krachte an die Latte. Zuvor kam Freund gegen Rheines Schlussmann einen Schritt zu spät. „Wir haben uns dann vorgenommen, die Fehler zu reduzieren und die Gegenstöße des Gegners zu unterbinden“, beschrieb Dapprich die Halbzeitansprache.

Endos Treffer beflügelte diesen Plan, der nach seinem Platzverweis wenige Augenblicke später wieder verworfen werden musste. Siegen verteidigte jetzt die Führung mit Mann und Maus. „Es war ein großer Kampf. Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben es gut gemacht und kompakt gestanden, auch wenn die Beine am Ende schwer wurden“, lobte Dominik Dapprich. In der Tat fiel Eintracht Rheine selbst in Überzahl wenig ein, bis in der 90. Minute der Pfiff des Referees ertönte. Jan-Luca Rumpf stoppte Kevin Grewe im Siegener Strafraum mit unfairen Mitteln. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst.

„Diese Rote Karte hat das Spiel kaputt gemacht. Mit dem Punkt können wir aufgrund der etwa 35-minütigen Unterzahl zufrieden sein. Es war aber mehr für uns drin“, befand Dapprich.

FC Eintracht Rheine – Sportfreunde Siegen 1:1 (0:0).

Siegen: Thies – Krämer, Filipzik, Rumpf, Dodic – Brusch (89. Flender), Kaminishi, Jost – Endo, Hombach (75. Wüst), Freund (62. Dreisbach).

Tore: 0:1 Masahiro Endo (53.), 1:1 Kevin Grewe (90. Elfmeter).

Rote Karte: Endo (57. Siegen) wegen groben Foulspiels.

Schiedsrichter: Leonidis Exuzidis.

Zuschauer: 280.

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