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3. Siegener Pflegekongress im Lÿz fand großen Anklang

Das Organisationsteam bestehend aus v.l. Corinna Lemberg (DRK-Kinderklinik), Henning Klappert (Kreisklinikum), Uwe Mayenschein (BiGS), Kati Böcker (Kreisklinikum), Frank Fehlauer (Diakonie Südwestfalen), Petra Gahr (Marien Gesellschaft). Foto: Kreisklinikum

Dass Krankenpflege kein Beruf wie jeder andere ist, liegt auf der Hand. Es geht um den Menschen, sein Wohl bzw. seine Gesundheit und oft sogar um sein Leben. Bereits zum dritten Mal fand jetzt aus diesem Grund der Siegener Pflegekongress statt und zog zahlreiche interessierte Pflegende aus verschiedensten Bereichen ins Kulturhaus Lÿz.

Koordiniert von einem Organisationsteam aus den vier Siegener Kliniken waren auch in diesem Jahr namhafte und fachlich versierte Experten vor Ort, um den Besuchern aktuelle Themen sowie Blickwinkel nahezubringen und ihre Erfahrungen zu schildern.

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Landrat Andreas Müller, der den Kongress seit dem Auftakt im Jahr 2015 als Schirmherr begleitet, freute sich über die rege Teilnahme und betonte zu Beginn den hohen Stellenwert, den die Pflege in der heutigen Gesellschaft hat. Der Fokus lag in diesem Jahr erneut neben dem durch die Referenten anschaulich vermittelten Expertenwissen auf dem persönlichen Austausch, der in Anbetracht der verschiedenen Kontexte der Besucher einen ganz besonderen Mehrwert bot. Somit bestand nach jedem Vortrag die Möglichkeit der Diskussion.

Prof. Dr. Christel Bienstein, ehem. Professorin der Uni Witten/Herdecke betonte, wie wichtig die Berührung in der Pflege und im Alltag tatsächlich ist und nach aktuellen Informationen zum Pflegeberufegesetz, erläutert durch BiGS-Geschäftsführer Uwe Mayenschein, entfalteten sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion angeregte Gespräche.

Immer häufiger kommen Pflegende mit demenzkranken Patienten in Berührung, die einer speziellen Behandlung bedürfen. Prof. Dr. Michael Isfort von der KatHO Köln schilderte vor dem Hintergrund der immer wichtiger und komplexer werdenden Demenzversorgung im Krankenhaus aktuelle Informationen und Visionen.

Bei der Zusammenstellung der Vortragsthemen wurde auf eine vielfältige Mischung aus fachlichen Updates, komplett neuen Ansätzen und persönlichen Hilfen für den Berufsalltag geachtet. So erfuhren die Zuhörer von Buchautorin Henriette Frädrich, wer „Günter“ ist und was er mit Motivation zu tun hat. Denn „Günter“ ist im sogenannten „Günter-Prinzip“ der innere Schweinehund, der einen vor allem, was neu, mutig oder anstrengend ist, bewahrt und die Motivationsmechanismen erst lernen muss. Auch Michael Wachholz bewies, dass Pflege aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln gesehen und besprochen werden kann, als er zum Abschluss des Kongresses eine spannende kommunikationswissenschaftliche Sicht in seinen Vortrag „Das haben Sie aber nett gesagt“ einfließen ließ.

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