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Käner Hoffnungsschimmer im Kampf gegen den Abstieg

Das Käner-Trainerteam kann nach dem 2:1-Sieg bei der U23 von Borussia Dortmund wieder positiver in die Zukunft blicken. Foto: Rene Traut

Bei der U23 des BVB hat sich der 1. FC Kaan-Marienborn für die guten Leistungen der letzten Wochen belohnt und im Stadion Rote Erde einen 2:1-Sieg eingestrichen.

Geschlagene 5 Monate ist es her, dass die Käner den letzten Sieg bejubeln konnten, am gestrigen Abend sollte es im Stadion Rote Erde soweit sein. Es war nach dem Abpfiff ein Jubel der eher leisen Art, auch wenn die Freude und Erleichterung deutlich zu spüren war.

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Thorsten Nehrbauer beglückwünschte seine Mannschaft zu einem erkämpften, erzwungenen und auch verdienten Sieg, mahnte aber: „Das wird ein langer und schwerer Weg, der noch vor uns liegt, aber wir sind nicht tot. Wir sind wie Unkraut. Uns kriegt so schnell niemand klein.“

Diese Erfahrung musste auch der BVB II im Schatten des Signal Iduna Park machen. Gewannen die Borussen im Hinspiel nach dominanter Vorstellung durch einen Doppelpack von Joseph Boyamba noch glatt mit 2:0.

Kein Durchkommen fanden die Schwarzgelben gegen den massiven Abwehrblock der Käner, die der U23 in vielen robust geführten Zweikämpfen in Hälfte eins völlig den Schneid abkauften. Der von Nehrbauer gegen die Nachwuchsmannschaften geforderte Männerfußball funktionierte so gut, dass die Hausherren abgesehen von zwei harmlosen Schüsschen von Taylan Duman und Boyamba offensiv vor der Pause keinen einzigen Akzent setzen konnten.

Anders sah es bei den Gästen aus, die mit dem in die Startelf zurückgekehrten Elsamed Ramaj und dem verbesserten Lo Iacono immer wieder große Lücken fanden und Geschwindigkeitsdefizite in der BVB-Hintermannschaft aufdeckten.

Kam Marco Rente gegen Ramaj nach gut 10 Minuten gerade noch rechtzeitig, um den Stürmer bei seinem Schuss entscheidend zu stören, setzte sich Nehrbauers Wunschspieler, der sich in vielen Zweikämpfen aufrieb, gegen den ehemaligen Spieler der Sportfreunde Siegen und des TuS Erndtebrück durch und setzte den Ball auch an Oelschlaegel vorbei (15.).

Einzig an richtig zwingenden Torchancen mangelte es den Siegerländern, die die erste Halbzeit aber fest im Griff hatten.

Das Bild änderte sich aber schlagartig mit dem Wiederbeginn der zweiten Halbzeit, Dortmund kam mit mehr Wucht, Kaan verlor die defensive Ordnung zunehmend und der BVB nutzte diese Schwächephase direkt aus.

Jannik Schneider brachte Denzeil Boadu Im Sechzehnmeterraum zu Fall, Schiri Schuh pfiff und packte den gelben Karton aus, eine Karte mit Folgen, denn Schneider fehlt am Samstag gesperrt gegen den SC Wiedenbrück.

Den fälligen Foulelfmeter schnappte sich Taylan Duman, Christian Bölker hatte die Ecke aber gerochen und wehrte den Ball zur Seite ab, seine Vorderleute schalteten allerdings zu langsam und Duman hob den Ball im zweiten Versuch in die lange Ecke (52.).

Da war er wieder, ein Moment, der das zuletzt oft zitierte „fehlende Spielglück“ umschrieb und fast wäre es noch dicker bekommen, denn der Ball lag wenig später schon wieder im Käner Tor, Haymenn Bah-Traore raubte Boadu aus dem Abseits heraus das sonst sichere Tor.

Nach dieser Szene wendete sich das Blatt wieder, Kaan-Marienborn fand in die defensive Grundordnung zurück, drückte dem Spiel wieder den eigenen Stempel auf und dann kehrte auch das lang vermisste Quäntchen Fortuna zurück.

Eine Flanke von Lo Iacono unterlief Mory Konate und Rente, nahm die Pille unglücklich ins eigene Netz ab (76.).

Danach hätte Ramaj mit dem 3:1 für etwas mehr Ruhe in den Reihen sorgen können, als er erst eine perfekte Vorarbeit von Gencal links neben das Tor setzte und dann einen schnell ausgeführten Freistoß des ebenfalls in die Startelf zurückgekehrten Leon Binder an den rechten Pfosten chippte.

So mussten sich die Käner in den Schlussminuten noch den vielen langen Bällen der Dortmunder aussetzen, verteidigten das 2:1 aber abgeklärt und leidenschaftlich herunter, auch weil die eingewechselten Mats Scheld und André Schilamow das Spiel in dieser entscheidenden Phase zu beruhigen wussten.

„Es war klar, dass Dortmund mit Dampf aus der Kabine kommen wurde. In der Phase hatten wir Probleme, weil wir unser Positionsspiel nicht konsequent eingehalten haben. Die Jungs haben die Ordnung aber noch rechtzeitig wiedergefunden“, meinte ein erleichterter Thorsten Nehrbauer, der aber wie gewohnt die Ruhe bewahrte und getreu des ausgerufenen Mottos: „Weiter arbeiten, weiter daran glauben“ schon auf das kommende wichtige Duell gegen Wiedenbrück blickte.

 

Borussia Dortmund U23 – 1. FC Kaan-Marienborn 1:2 (0:1)

Aufstellung Kaan: Bölker, Yigit, Schneider, Gänge, Tomas, Binder, Kurt (90. Brato), Waldrich (68. Scheld), Gencal, Ramaj, Lo Iacono (86. Schilamow).

Tore: 0:1 Elsamed Ramaj (20.), 1:1 Taylan Duman (52.), 1:2 Marco Rente (76. ET).

Schiedsrichter: Alexander Schuh, Dalibor Guzijan und Torsten Schwerdtfeger.

Zuschauer: 850.

 

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