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Käner müssen mit Punkt aus Wiedenbrück sehr zufrieden sein

Tiziano Lo Iacono (links) erzielte das 2:0 für Kaan-Marienborn. Foto: Manfred Bäumer

Der 1. FC Kaan-Marienborn hat im wichtigen Kellerduell beim SC Wiedenbrück einen Zwei-Tore-Vorsprung noch verspielt und musste sich am Ende mit dem 2:2 (0:1) begnügen.

„Es war ein intensives Spiel von beiden Seiten mit den nötigen Emotionen geführt, die es in dieser Situation braucht“, stieg Kaan-Coach Thorsten Nehrbauer auf der anschließenden Pressekonferenz in eine lange und gewohnt ruhige Spielanalyse ein.

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Zwei doch recht unterschiedliche Halbzeiten sah der Windecker bei kräfteraubenden Temperaturen, die die Spieler beider Mannschaften enorm forderten.

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Hätte Kaans Arthur Tomas früh durch einen unglücklich abgefälschten Ball ein Eigentor fabriziert, war das 1:0 für die Siegerländer in der Entstehung nicht weniger kurios.

Schlecht postiert war SC-Innenverteidiger Tristan Duschke in dieser Situation, Elsamed Ramaj erkannte die Situation und spurtete an seinem Bewacher vorbei. Torhüter Marcel Hölscher verließ seinen Kasten, schoss beim Klärungsversuch Ramaj an, von dessen Stelzen der Ball seelenruhig ins Wiedenbrücker Tor rollte (17.).

Nach dem Führungstreffer nahm das Spiel minütlich an Härte zu.

Vermeintlich hätte sich das Spiel für die Käner deutlich einfacher gestaltet, wenn Referee Niklas Dardenne Wiedenbrücks Mike Andreas für ein böses Frustfoul an Burak Gencal den fälligen roten Karton gezeigt hätte.

Nachdem Gencal seinem Gegenspieler den Ball im Mittelkreis mit viel Körpereinsatz am Rande des Erlaubten abluchste, hechtete Andreas hinterher und fuhr Kaans Mittelfeldspieler von hinten mit gestrecktem Bein in die Parade.

„Wenn das keine rote Karte ist, dann weiß ich auch nicht mehr“, übte Nehrbauer Kritik an der Leistung des Schiedsrichters, die nicht dazu beitrug, „das Spiel früher in ruhigere Bahnen zu lenken.“

Insgesamt 3 gelbe Karten packte der Unparteiische schon vor der Pause aus, Ab der 35. Minute drückte Wiedenbrück zunehmend auf die Führung, Christian Bölker bewies aber sowohl beim Fernschuss von Oliver Zech, den er per Hechtsprung aus dem Winkel fischte, als auch mit einem unglaublich schnellen Reflex gegen Robin Twyrdy aus kürzester Distanz seine Stärke.

Nach der Pause hatte der Aufsteiger dann aber seine beste Phase in der Partie und überzeugte spielerisch. Wunderschön war das 2:0 in der Entstehung, als Daniel Waldrich und Elsamed Ramaj auf dem rechten Flügel im Zusammenspiel gleich 3 Gegenspieler narrten, Ramaj in den Strafraum zog, dort Gegenspieler und Torhüter Hölscher auf sich zog und für Lo Iacono querlegte, der aus gut elf Metern einschob (54.).

Als Ex-Siegener Jannick Geisler mit einem satten Flachschuss aber aus heiterem Himmel auf 1:2 verkürzte, wirkten die Käner plötzlich getroffen.

Immer passiver gestalteten die Siegerländer die Zweikämpfe und so nahmen die Chancen Wiedenbrücks zu.

Mitten in dieser Phase hätten die Gäste aber für die Ernüchterung des SC Wiedenbrück sorgen können. Daniel Waldrich hatte goldrichtig auf einen Fehlpass spekuliert, Tiziano Lo Iacono auf die Reise gestellt, doch der ehemalige Spieler des TV Herkenrath brachte die Hereingabe nicht flach, sondern halbhoch auf Ramaj. Der Albaner konnte dieses Zuspiel aus vollem Lauf nicht vewerten.

Und so passierte, was sich minutenlang, unter anderem durch eine von Bölker noch an den Pfosten gelenkte Großchance andeutete, Wiedenbrück glich aus.

Der mittlerweile aufgrund seiner Kopfballstärkte nach vorn gezogene Innenverteidiger Marcel Leeneman tauchte frei im gegnerischen Strafraum auf und schob lässig ein (86.).

Hätte Bölker noch in der Nachspielzeit nicht erneut seine Klasse bewiesen, die Käner wären am Ende eines langen und kräftezehrenden Tages wohl ohne Punkte aus Rheda-Wiedenbrück zurückgekehrt.

„Das war unser sechstes Spiel innerhalb von drei Wochen. Unserem kleinen Kader haben in der zweiten Halbzeit die Körner gefehlt. Nach dem 1:2 war die Mannschaft total verunsichert. Das Unentschieden ist heute eher glücklich“, gestand Nehrbauer ein.

 

SC Wiedenbrück – 1.FC Kaan-Marienborn 2:2 (0:1)

Aufstellung Kaan: Bölker, Yigit, Gänge, Tomas, Waldrich, Binder, Kurt (84. Brato), Scheld, Gencal (63. Muhovic) , Ramaj, Lo Iacono (87. Schilamow)

Tore: 0:1 Elsamed Ramaj (17.), 0:2 Tiziano Lo Iacono (54.), 1:2 Yannick Geisler (63.), 2:2 Marcel Leeneman (86.)

Schiedsrichter: Niklas Dardenne, Cemal Cam und Luca Marx

Zuschauer: 622

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