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Kreispokal: Verlängerung ‘Am Wüstefeld’

Der SV Germania Salchendorf (blaue Trikots) holte einen 0:2-Rückstand auf, musste sich aber am Ende in der Verlängerung gegen den TuS Erndtebrück (schwarze Trikots) geschlagen geben. Foto: Jürgen Kirsch

Der aufopferungsvolle Kampf im Kreispokal-Halbfinale wurde nicht mit dem Einzug ins Endspiel belohnt. Nach der Verlängerung unterlag der Bezirksligist dem TuS Erndtebrück mit 2:3. Vor rund 250 Zuschauern am Sportplatz „Wüstefeld“ holte die Elf von Thomas Scherzer aber einen 0:2-Rückstand auf und war nah an der Überraschung dran. Erndtebrück trifft nun im Finale auf den VfL Bad Berleburg, der sich vor zwei Wochen ebenfalls mit 3:2 gegen die SpVg. Neunkirchen durchsetzte.

Es schien zu Beginn eine klare Angelegenheit für den Oberligisten zu werden, der durch Mehmedalija Covics Kopfball bereits nach sieben Minuten führte. Mehdi Reichert gab durch seinen Freistoß aus dem Halbfeld die Vorlage zu diesem Treffer. Manfredas Ruzgis hätte nachlegen können, scheiterte aber an Germania-Keeper Dustin Lohmann (21.). Nach einer halben Stunde setzten auch die Gastgeber erste Akzente in der Offensive, als Christian Webers Schuss sein Ziel verfehlte. Nach einer Flanke von Salchendorfs Kapitän Thomas Klöckner war es dann Tim Schilk, der per Kopfball scheiterte. Auch der Nachschuss von Marcel Rigau Badenas ging daneben (36.). Vier Minuten danach wurde ein Versuch von Abbas Attiee auf der Linie geklärt.

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Erndtebrück bemühte sich um den zweiten Treffer, doch beinahe wäre Klöckner nach der Pause der Ausgleich gelungen. Er setzte einen Eckball an den Innenpfosten (62.). Auf der Gegenseite war es wieder Attiee, der zum Abschluss kam. Seinen Schuss blockte Jan-Philipp Gelber noch vor der Linie. Doch kurze Zeit später ließ Torwart Lohmann Ruzgis Schuss abprallen. Der Ball fiel Attiee vor die Füße, so dass er keine Mühe hatte das 2:0 zu erzielen.

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Das Pokalspiel schien entschieden. Doch dann zeigte Schiedsrichter Kevin-Lars Papiorek auf den Elfmeterpunkt. Alexander Völkel trat für Salchendorf an und verwandelte sicher (72.). Die Germania witterte nun ihre Chance und durfte wenig später jubeln. Nach einem Eckball, der zunächst abgeblockt wurde, traf Marius Jung in die Maschen (82.).

Acht Minuten waren in der Verlängerung gespielt, als Manfredas Ruzgis nach einer Ecke das Siegtor köpfte. Doch Salchendorf gab noch lange nicht auf. Der eingewechselte Moritz Klass besaß die Riesenchancen zum 3:3. Er stand am zweiten Pfosten goldrichtig, schoss aber TuS-Torhüter Niklas Knopf an. Eine Minute vor dem Ende versuchte es Jung per Fallrückzieher nach einem Standard, konnte aber ebenfalls nicht egalisieren. Erndtebrück blieb durch Ruzigis jeweils nach Kontern gefährlich. Der Stürmer verpasste allerdings die Vorentscheidung, so dass der klassenhöhere TuS bis zum Ende zittern musste.

Die Stimmen zum Spiel:

Thomas Scherzer (Germania Salchendorf): „Das war ein typisches Pokalspiel, das für uns ungünstig angefangen hat. Wir wollen so lange wie möglich die Null halten, was uns nicht gelungen ist. Schon in der ersten Hälfte hatten wir gute Chancen, haben vieles richtig gemacht. Nach dem 0:2 schien das Ding gelaufen zu sein, aber es hatte keiner mit der Germania gerechnet. Es zeichnet die Mannschaft aus, dass sie sich zurück gekämpft hat. Die Atmosphäre war überragend. Ein Dank gilt auch den Zuschauern. Ich muss aber vor allem meinem Team Respekt zollen und viele Komplimente verteilen. Das war taktisch eine sehr gute Leistung und ein toller Fight. Hut ab. Am Ende hat etwas das Glück gefehlt, ich hätte mir gewünscht, dass wir es ins Elfmeterschießen schaffen. Trotzdem bin ich hochzufrieden, wir haben alles raus gehauen.“

Michael Müller (TuS Erndtebrück): „Wir haben es uns unnötig schwer gemacht, aber letztlich verdient gewonnen. Dass wir nach dem 2:0 noch in die Verlängerung müssen, darf uns nicht passieren. Wir haben in der ersten Halbzeit den Ball zu langsam laufen lassen. Die frühe Führung spielte uns in die Karten. Nach der Pause ist es uns gelungen, das Tempo zu erhöhen. Der zweite Treffer sollte uns dann eigentlich Sicherheit geben. Stattdessen kam Salchendorf nochmal auf. Wir hätten es ruhiger haben können, freuen uns aber jetzt auf das Finale gegen Bad Berleburg.“

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