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Hecheln, Spinnen, Weben

Das Leinen- und Spitzenmuseum ist an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Foto: Ralf Triesch/Stadt Haiger

Das Leinen- und Spitzenmuseum in Haigerseelbach öffnet am Sonntag (5. Mai) von 14 – 17 Uhr zum zweiten Mal in diesem Jahr seinen Türen. Gezeigt werden diesmal verschiedene Arbeitsschritte der Leinen-Herstellung – wie Hecheln, Spinnen und Weben.

Gegenüber anderen Bastfasern ist die Leinenfaser gut teilbar und fein verspinnbar, was sie für Wäsche und Kleidung auszeichnet. Die Leinenfaser ist glatt, flusen frei und wenig anfällig gegen Schmutz und Bakterien, die Faser ist von Natur aus bakteriozid, fast antistatisch und schmutzabweisend.

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Leinen nimmt bis zu 35 % Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese Feuchtigkeit auch schnell mit der Umgebungsluft aus. Daher wirkt Leinen kühlend und dennoch trocken wärmend. Daher wird das Gewebe gern für Sommerbekleidung eingesetzt.

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Die Leinenfaser ist sehr reißfest, diese Reißfestigkeit macht das Leinen strapazierfähig und langlebig.

Von der griechischen und römischen Antike bis ins europäische Mittelalter war Leinen neben Wolle das Material für Kleidung. Seine Blütezeit hatte das Leinen im vorindustriellen Europa. Als Baumwolle noch nicht in großen Mengen importiert wurde, war Leinen (neben wenigen Ausnahmen) die einzige pflanzliche Faser. Bis Ende des 18. Jahrhunderts waren 18 % der verarbeiteten Fasern aus Flachs und 78 % aus Wolle.

Das Leinen- und Spitzenmuseum ist an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 2,50 Euro (Kinder frei). Gruppen können Termine auch außerhalb der Öffnungszeiten vereinbaren.

Kontakt: Ute Schimmel, Telefon (02773) 71130, Stadtverwaltung Haiger: Tel.-Nr. 02773-8110

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