breaking news New

‘Wir brauchen eine 100-prozentige und eine kämpferisch engagierte Leistung’

Nach der Heimniederlage gegen Gütersloh gab es im Lager der Sportfreunde Redebedarf, in Lippstadt soll mindestens ein Punkt auf dem Konto der Siegener landen. Foto: Rene Traut

Die enttäuschende 1:2-Heimniederlage im Oberliga-Nachholspiel gegen den FC Gütersloh sorgte für Unruhe im Vereinsumfeld der Sportfreunde Siegen. Die Fanseele kochte nach dem Schlusspfiff über. Die Anhänger stimmten kritische Töne an, die mit dem Schlusspfiff nach einstimmigen Überlieferungen von Beobachtern vor der Gegengeraden im Leimbachstadion in persönlichen Beleidigungen einzelner Spieler, die unter die Gürtellinie gingen, und „Trainer raus“-Rufen mündeten.

Von einem „Offenbarungseid“ der Mannschaft war beispielsweise im Fan-Forum zu lesen, mit den Worten „Tiefpunkt“ und „Weltuntergang“ gespickt vernahm Dominik Dapprich diese Äußerungen. „Da stehe ich drüber“, kommentierte der Alcher die Kritik an seiner Person.

Werbeanzeige


Werbeanzeige


„Damit kann ich umgehen. Aber dem jungen Team hilft das nicht. Etwas mehr Ruhe würde Siegen gut tun“, forderte er mehr Besonnenheit. Immerhin stünden die Sportfreunde auch nach der dritten Pleite in Folge mit 38 Punkten nur drei Zähler hinter Platz fünf.

Werbeanzeige


„Mich ärgert, dass die Kritik auf die Entwicklung der Mannschaft abzielt, was nicht gerechtfertigt ist. Denn diese sehe ich nicht so negativ“, erklärte Dapprich. Er erinnerte dabei an die schwierigen Zeiten der Siegener, in denen er das Traineramt vor zwei Jahren antrat. „Wo hat diese Unruhe die Sportfreunde denn hingebracht?“, fragte der Übungsleiter rhetorisch. Natürlich sei die Niederlage des nach wie vor von der Insolvenz gebeutelten Vereins in Gelsenkirchen (0:7) zu hoch ausgefallen und jene gegen Haltern (0:3) unglücklicher Natur gewesen.

Der 29-Jährige verhehlte aber nicht, dass auch ihm besonders die zweiten Halbzeit gegen Gütersloh nicht gefallen hat. „Zur Halbzeit müssen wir schon 3:1 führen. Beim Gegentor zum 1:2 verhalten wir uns schlecht und zeigen danach keine gute Körpersprache. Ich habe unsere spielerische Linie vermisst. Wir haben den Faden verloren und in den Zweikämpfen zu halbherzig agiert. Das haben die Jungs aber auch von mir zu hören bekommen“, so Dapprich.

Mit Blick auf das Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) beim TuS Ennepetal soll sich das wieder ändern. „Das ist ein unangenehmer Gegner mit einem robusten Team“, beschrieb Dapprich, der mindestens einen Punktgewinn anstrebt. Dazu ist aber auch eine bessere Chancenverwertung als zuletzt vonnöten. Gerade in der Offensive drückt aktuell der Schuh, da zwei Stammspieler auszufallen drohen. Lukas Hombach (Leiste) und Ryo Suzuki (Prellung am Fuß) sind angeschlagen. Marc Steffen Freund wird aus privaten Gründen nicht mitreisen.

„Wir brauchen eine 100-prozentige und eine kämpferisch engagierte Leistung. Damit wollen wir die Fans zurück ins Boot holen“, betonte der Siegener Linienchef. In den verbleibenden fünf Spielen soll die 40-Punkte-Marke überschritten und der Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach gebracht werden. „Danach orientieren wir uns um und verfolgen andere Ziele“, meint die Qualifikation für den Westfalenpokal.

0 Kommentare

Kommentar schreiben



Login

Welcome! Login in to your account

Remember me Lost your password?

Lost Password