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TuS: knappe 28:29-Niederlage gegen Aue

Marijan Basic (Bildmitte) sah sechs Minuten vor dem Ende der Partie des TuS Ferndorf gegen den EHV Aue die Rote Karte, weil er angeblich EHV-Keeper Vilius Rasimas im Gesicht getroffen haben soll. Die Partie ging für den TuS mit 28:29 verloren. Foto: Heiko Burbach

Der TuS Ferndorf musste in einem spannenden Handballkrimi eine 28:29-Heimniederlage gegen den EHV Aue einstecken, die am Ende an Dramatik kaum zu überbieten war.

Mit dem kurzfristig reaktivierten Kevin John und ohne die Verletzten Jan Wicklein und Lukas Zerbe, der trotz Adduktorenproblemen das Warmmachprogramm mitmachte und zwei Siebenmeter warf, ging der TuS in die Heimpartie gegen Aue.

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Das Spiel startete ausgeglichen, obwohl der TuS in den ersten Minuten einige Bälle leichtfertig wegwarf aber bis zum 6:5 in der 15. Minute durch Jonas Faulenbach war noch alles in Ordnung.

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Dann führten unnötige Ballverluste, ein verworfener Siebenmeter von Moritz Barwitzki und eine Zwei-Minuten Strafe von Thomas Rink bis zur 22. Minute zu einem Fünf-Tore Rückstand und vor allem Benas Petreikis und Ladislav Brykner ragten bei den Gästen heraus.

Der EHV war etwas spielfreudiger als die Ferndorfer aber mit Glück, Geschick und einem starken Jonas Müller stand ein 13:15-Pausenrückstand an der Anzeigentafel in der Stählerwiese.

Der TuS erwischte einen Top-Start in die zweiten 30 Minuten denn Marijan Basic und zweimal Kevin John sorgten für eine 16:15-Führung. Es ging jetzt Schlag auf Schlag und in den ersten fünf Minuten der 2. Halbzeit fielen insgesamt neun Treffer.

In der 39. Minute wechselte EHV-Trainer Stephan Swat Vilius Rasimas ein und der Lette im Tor der Auer sollte ein wichtiger Faktor werden.

Es war ein völlig offenes Spiel aber Rasimas brachte die Ferndorfer mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung und provozierte in der 54. Minute eine Rote Karte für Marijan Basic, der bei einem Siebenmeter ins Gesicht des Torwarts gezielt haben soll – eine strittige Szene zu Ungunsten der Ferndorfer, die eine weitere Zwei.Minuten Strafe gegen Michael Lerscht nach sich zog.

In doppelter Unterzahl war es Jonas Faulenbach, eine Parade von Kai Rottschäfer und Jonas  Müller, die die Halle endgültig zum Kochen brachten und aus einem 25:26-Rückstand eine 27:26-Führung zauberten.

Vier Minuten noch zu gehen, eine Zwei-Minuten Strafe für Kevin Roch auf Seiten des EHV und ein verwandelter Siebenmeter von Julius Lindskog Andersson zur 28:27-Führung, danach eine undurchsichtige Szene, der 28:28-Ausgleich und die dritte Zwei-Minuten Strafe von Abwehrchef Branimir Koloper aber Ballbesitz TuS Ferndorf – die Spannung war auf dem Siedepunkt und wurde jäh gestoppt, denn ein völlig unnötiger Ballverlust brachte die Gäste aus dem Erzgebirge in Ballbesitz und Benas Petreikis, wer sonst, traf sechs Sekunden vor Schluss zur 29:28-Führung der Gäste.

Die Zeit lief ab und Jonas Faulenbach konnte nur noch einen Freiwurf in die Gästemauer wuchten und danach kannte die Freude des EHV Aue keine Grenzen mehr.

Mal wieder höchst dramatische Szenen in Kreuztal und diesmal mit dem besseren Ausgang für die Gäste aus Aue, die damit dem Klassenerhalt einen Schritt näher kamen.

Aber auch der TuS Ferndorf durfte sich freuen, denn nach dem Blick auf die anderen Ergebnisse war klar, dass die Ferndorfer den Klassenerhalt seit dem heutigen Abend sicher haben würden.

 

Stimmen zum Spiel:

Stephan Swat (Trainer EHV Aue):

Es ist genau das eingetreten was wir erwartet haben, eine heiße Halle die sehr lautstark werden kann, eine Heimmannschaft, die wenn sie ans Laufen kommt, richtig Probleme machen kann aber ein riesen Kompliment an meine Jungs, die sehr gut ins Spiel gekommen sind. 11:6 geführt aber es war klar, dass es so nicht weiter gehen wird. Wir hatten dann weniger Zugriff und Ferndorf hat gewechselt und es dann gut gemacht. Es war ein emotionales und enges Spiel – ein entscheidender Vorteil heute war der, dass wir ausgeruht waren, daher der Dank an unseren Sponsor, und hinten raus ein paar Körner draufpacken konnten.

Michael Lerscht (Trainer TuS Ferndorf):

Erstmal finde ich es extrem bitter, dass wir Jonas Müller für seine Leistung nicht belohnen konnten. In der ersten Halbzeit haben wir kein hartes Foul gespielt, der letzte Zugriff hat gefehlt, das haben wir dann gerade zu Beginn der 2. Halbzeit besser gemacht. Knackpunkt sind dann knappe Sachen, gerade die Situation mit Marijan tut uns weh, da bin ich gespannt auf das Video – der Gegner hat dann am Ende nur noch einen Pass und den müssen wir einfach besser verteidigen, dann gehen wir mit einem Punkt hier raus, nun müssen wir an der Aufgabe wachsen, dass wir im Mitteldrittel der 2. Halbzeit vier Angriffe leichtfertig hergeben und dadurch eine Zwei-Tore Führung verpassen und das Spiel in ruhigeres Fahrwasser bringen.

 

TuS Ferndorf – EHV Aue 28:29 (13:15).

TuS: Rottschäfer, Puhl, Hottgenroth- Faulenbach (4), John (2), Basic (3/2), M. Michel (1), Neitsch, Wörner (1), Zerbe (1/1), J. Schneider (3), Barwitzki (2), Lindskog Andersson (3/1), Koloper, Müller (7), Rink (1).

Schiedsrichter: Reich / Brodbeck.

Zuschauer: 1.013  – Stählerwiese Kreuztal

 

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