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Gemeinde Wilnsdorf baut Barrieren an Bushaltestellen ab

Bürgermeisterin Christa Schuppler und ZWS-Geschäftsführer Günter Padt lassen sich von Straßenbauer Domenic Reinhold zum Fortgang der Bauarbeiten informieren. Foto: Gemeinde Wilnsdorf

Für Menschen mit einer Geh- oder Sehbeeinträchtigung kann ein kleines Hindernis zur großen Hürde werden. Deswegen arbeitet die Gemeinde Wilnsdorf kontinuierlich daran, die Barrierefreiheit des öffentlichen Raumes zu verbessern, also von Straßen, Wegen, Plätzen und öffentlichen Gebäuden. Aktuell gilt den Bushaltestellen besonderes Augenmerk, berichtet Bürgermeisterin Christa Schuppler: „Busfahren soll es allen Menschen erlauben, weitgehend selbstständig und mobil zu sein, das wollen wir bestmöglich unterstützen“.

Die Kommune hat sich eine Menge vorgenommen. Insgesamt 27 Haltepunkte sollen in den nächsten Jahren optimiert werden, mindestens eine Haltestelle in jedem Ortsteil. Im ersten Schritt werden sechs Haltepunkte umgestaltet: Rinsdorf Ort (in beide Fahrrichtungen), Flammersbach Post (Fahrtrichtung Niederdielfen) und Rudersdorf Ort (in Fahrtrichtungen Siegen, Gernsdorf und Wilgersdorf). Gemeinsam mit Günter Padt, dem Geschäftsführer des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS), machte sich Schuppler in Rinsdorf ein Bild von den angelaufenen Bauarbeiten. Der ZWS ist für die Planung und Organisation des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Region zuständig und damit an einem reibungslosen Ablauf des ÖPNV interessiert.

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„Ziel ist es, dass die Menschen beim Einsteigen in den Bus weder Stufen noch große Abstände zwischen Haltestelle und Bus überwinden müssen“, fasst Padt die Bauvorhaben zusammen. Klingt einfach, erfordert aber den Einsatz ganz besonderer Bordsteine, sogenannter Buskapsteine. Diese sind mit 18 cm deutlich höher als normale Bordsteine und erlauben fast ebenerdiges Einsteigen. Außerdem sind die Kapsteine abgerundet oder abgeschrägt, so dass der Bus sehr dicht an die Bordsteinkante heranfahren kann. „Über bequemes Einsteigen freuen sich auch Eltern mit Kinderwagen oder Reisende mit Gepäck“, erinnert Padt daran, dass Barrierefreiheit nicht nur für Menschen mit Behinderung ein wichtiges Thema ist.

Im Bereich der Wartezonen werden sogenannte Bodenindikatoren verbaut, besonders geformte und optisch abgesetzte Borde. Ihr starker Farbkontrast in Kombination mit den Rillen und Noppen der taktilen Leitelemente erlaubt es sehbehinderten Menschen, sich an der Haltestelle zurechtzufinden. Mit ähnlichen Maßnahmen werden auch Fußgängerüberwege barrierefrei gestaltet.  An einigen Stellen sollen zudem die Wartezonen erweitert und die Beleuchtung verbessert werden. „Bei der Entscheidung darüber, welche Haltestelle in welcher Form umgestaltet wird, haben die Gemeinde Wilnsdorf und der ZWS eng zusammengearbeitet“, betonen Schuppler und Padt. In Angriff genommen werden insbesondere Haltestellen mit sozialen Einrichtungen im direkten Umfeld sowie besonders stark genutzte Haltepunkte.

Rund 1,9 Mio. Euro wird die Verbesserung der Barrierefreiheit an den Bushaltestellen kosten, 90% der Kosten werden vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) getragen, das gesamte Projekt soll bis 2021 abgeschlossen sein. Deutlich früher fahren die Busse wieder uneingeschränkt an der Haltestelle Rinsdorf: die Arbeiten dort sollen im Mai ihr Ende finden.

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