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Schwarzer Sonntag für das Siegerland

So sehen Sieger aus - der SuS Niederschelden konnte auch den SC 04 Attendorn bezwingen und steht weiterhin an der Tabellenspitze der Rückrundentabelle. Foto: SuS

Jetzt ist auch rechnerisch nichts mehr möglich. Die SG Hickengrund, der SV Setzen und der TuS Deuz steigen aus der Bezirksliga 5 ab und werden in der Kreisliga A Siegen-Wittgenstein einen Neuaufbau wagen. Aber es gab auch positive Nachrichten, denn der SuS Niederschelden und der TSV Weißtal fuhren Siege ein, derweil mussten sich die Freudenberger und die Salchendorfer jeweils knapp geschlagen geben.

 

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VfR Rüblinghausen – SG Hickengrund 5:2 (3:0).

Die SG Hickengrund hat die endgültig letzte Chance in den Sand gesetzt und steigt nach neun Jahren Zugehörigkeit aus der Bezirksliga 5 ab.

Dabei war die Niederlage gegen den VfR Rüblinghausen schon zur Pause besiegelt, denn Lukas Bindek (7.), Maik Arens (19.) und David Häusler (45.) sorgten für eine 3:0-Halbzeitführung.

„Das war eine vollkommen verdiente Niederlage, die erste Halbzeit war eine Frechheit und so haben wir dann auch nichts in dieser Liga verloren. Eigentlich ging es um richtig viel aber die Jungs waren dem Druck wohl nicht gewachsen. Es war ein cleverer Auftritt der Heimmannschaft, die wussten worum es geht“, sagte ein bedienter Sascha Majkic am expressi-Telefon.

Lukas Bindek legte in der 54. Minute das 4:0 nach, bevor Philipp Rath (73./75.) noch binnen drei Minuten auf 2:4 verkürzen konnte, erneut Maik Arens (83.) machte dann mit dem Treffer zum 5:2 den Deckel auf diese Partie.

 

Kiersper SC – TSV Weißtal 1:3 (1:0).

Der TSV Weißtal hat dank ‚Joker‘ Lars Schardt einen Rückstand gedreht und die Auswärtspartie beim Kiersper SC letztlich mit 3:1 gewonnen.

Falko Wahl hatte am heutigen Sonntag ein gutes Näschen und wechselte in der 70. Minute den lange Zeit verletzt gewesenen Lars Schardt ein und der Torjäger ließ sich nicht lange bitten. In der 74. Minute verwandelte der Stürmer einen Foulelfmeter, um nur eine Minute später seinen zweiten Treffer nachzulegen, damit nicht genug gelang Schardt in der 85. Minute auch noch ein lupenreiner Hattrick und sicherte somit fast im Alleingang den Auswärtssieg.

Dass es nicht so war betonte dann TSV-Spielertrainer Konstantin Volz nach der Partie:

„Ich hatte kurz Blickkontakt mit Falko aber das Risiko hat sich letztlich gelohnt – wir hatten auch nicht mehr so viele offensive Alternativen und daher war es ein cleverer Schachzug. Ich muss aber meiner kompletten Mannschaft ein Kompliment machen, die Jungs haben immer an den Sieg geglaubt. Wir waren über 90 Minuten spielbestimmend, hatten nur vor der Pause nicht die nötige Durchschlagskraft im letzten Drittel. Das dann Lars dreimal trifft ist natürlich eine tolle Sache aber wir haben heute als Mannschaft überzeugt“.

Kurz vor der Pause gerieten die Weißtaler nach einem fragwürdigen Foulelfmeter ins Hintertreffen, Andreas Kalman (44.) verwandelte den Strafstoß zur 1:0-Pausenführung. Was dann in der Schlussviertelstunde geschah, ist wieder eine Geschichte die nur der Fußball schreibt.

In der 85. Minute sah Kierspes Timo Eick noch die Gelb/Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

 

SV Setzen – FC Eiserfeld 1:5 (0:3).

Auch der SV Setzen hat sich mit dieser deutlichen 1:5-Niederlage gegen den FC Eiserfeld aus der Bezirksliga verabschiedet.

Schon nach zwei Minuten landete der erste Ball im Netz von Tin Böcher, Lukas Weber hatte die Eiserfelder-Führung erzielt. Tobias Korte (33.) und erneut Weber (41.) legten schon vor der Pause den Grundstein zum klaren Auswärtssieg und ließen beim Gegner aus Setzen die Hoffnung auf den Klassenerhalt schwinden.

„Meine Spieler haben heute die Vorgaben gut umgesetzt denn wir hatten einige taktische Änderungen vorgenommen. Der Sieg war nie gefährdet und die frühe Führung hat uns den Weg geebnet“, meinte FC-Trainer Andreas Maier.

Bayram Basiygit (59./FE) konnte zwar per Strafstoß auf 1:3 verkürzen aber Marcel Kirsch (81.) und Till Jäger (85.) sorgten für den deutlichen 5:1-Endstand aus Sicht der Gäste.

„Wer solche haarsträubenden Fehler macht hat in der Bezirksliga auch nichts zu suchen. Wir mussten heute wieder früh einem Rückstand hinterherlaufen und die Körpersprache meiner Spieler stimmte ganz und gar nicht. Wir werden jetzt die Saison zu Ende bringen und dann einen Neuaufbau starten. Die Aufgabe wird sicherlich nicht einfach, ich bin aber bereit sie anzugehen“, meinte der enttäuschte SV-Coach Maik Wolf.

 

SV Fortuna Freudenberg – SC Drolshagen 1:2 (1:1).

Der Tabellenführer aus Drolshagen hatte sehr viel Mühe die drei Punkte aus der HF Arena in Büschergrund zu entführen, denn die Fortuna aus Freudenberg hielt gut dagegen und haderte letztlich auch mit dem Unparteiischen.

„Es ist eine ärgerliche und unnötige Niederlage, die Jungs haben gut gespielt und verdient geführt. Dem Ausgleich ging ein klares Foul an Julian Bender voraus und in der 2. Halbzeit hat der Schiedsrichter zahlreiche fragliche Entscheidungen gegen uns gefällt. Wir haben alles für einen Sieg gegeben aber wenn man halt ganz oben steht, hat man auch das nötige Glück“, sagte ein hörbar aufgewühlter Fortunen-Coach Dominic Solms.

Robin Wiesemann hatte die Freudenberger in der 21. Minute in Führung gebracht, Johannes Knorn erzielte in der 42. Minute den umstrittenen 1:1-Ausgleich.

In der 73. Minute war es Eike Pfeiffer (73.) der mit einem tollen Volleyschuss die Freudenberger-Niederlage besiegelte.

 

SuS Niederschelden – SC 04 Attendorn 3:1 (2:1).

Der SuS Niederschelden ist die Mannschaft der Rückrunde – auch gegen den SC 04 Attendorn gab es einen verdienten 3:1-Heimsieg, der nur Mitte der 2. Halbzeit in Gefahr geriet.

Gianluca Vernillo (24./FE,32.) schnürte in Halbzeit eins einen Doppelpack für die Elf vom Rosengarten und sorgte somit für eine gerechte 2:0-Führung. Vedat Vural (39.) konnte aber für die Gäste noch vor der Pause verkürzen.

SuS-Coach Andreas Wieczorek war vor allem mit den ersten 45 Minuten zufrieden:

„Auf Grund der guten 1. Halbzeit ist der Sieg hochverdient. Attendorn hat insgesamt zwei Mal auf unser Tor geschossen und was die Truppe momentan abzieht, ist echt der Hammer. Die 2. Halbzeit war dann ausgeglichener und da hatten wir auch zweimal Glück. Aber auch das Glück muss man sich verdienen“.

Abwehrchef Dennis Noll machte mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 75. Minute alles klar und traf zum 3:1-Endstand.

 

SV Germania Salchendorf – SV Ottfingen 0:1 (0:0).

Der SV Germania Salchendorf musste sich mit einem knappen 0:1 gegen den SV Ottfingen geschlagen geben. Dabei ärgerte sich Germanen-Coach Thomas Scherzer vor allem über zwei strittige Szenen dieses Spiels.

„Marcel Rigau läuft in der ersten Szene hinter einem Gegenspieler los und ist dann durch, da pfeift der Schiedsrichter aus mir unerklärlichen Gründen Abseits und in der 89. Minute wird Alexander Völkel im Sechzehner vom Ottfinger-Torwart zu Fall gebracht und die Pfeife bleibt stumm – das ärgert mich massiv und das muss auch mal gesagt werden“.

Die ersten 25 Minuten liefen nach dem Geschmack des Salchendorfer-Trainers, da hatten die Gäste aus Ottfingen noch wenig Zug zum Tor.

Das sollte sich nach dem Führungstreffer des SVO ändern, denn nachdem Julian Scheppe in der 71. Minute die Gästeführung erzielt hatte, fuhren die Ottfinger zahlreiche gefährliche Konter die aber nicht zur Entscheidung führten. Das es dennoch beim knappen Sieg blieb, war nicht zuletzt dem nicht gegebenen Elfmeter in der Schlussminute geschuldet.

„Ich erkenne den Sieg der Ottfinger auf Grund der gesamten 90 Minuten an, leider wurden einige Szenen gegen uns ausgelegt aber damit müssen wir letztendlich Leben“, so Scherzer.

 

TuS Deuz – FC Altenhof 1:3 (1:0).

Der TuS Deuz folgt der SG Hickengrund und dem SV Setzen in die Kreisliga A. Nach der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Altenhof ist der direkte Wiederabstieg nicht mehr zu verhindern.

„Wir sind ja nicht heute abgestiegen, das hat sich ja über die gesamte Saison abgezeichnet. Wenn man ehrlich ist, sind ja auch die Mannschaften abgestiegen, die den geringsten Etat in dieser Liga haben und vielleicht war es einfach eine Nummer zu groß für den TuS Deuz. Wir werden uns jetzt schütteln und sammeln, um dann gestärkt in die A-Liga Saison zu gehen – eines ist klar, die truppe ist intakt“, wusste TuS-Coach Alexander Müller zu berichten.

Die frühe Deuzer-Führung durch Andre Seither (9.) konnte Tobias Stevens in der 52. Minute ausgleichen und Stevens war es auch, der den Deuzern in der 92. Minute per umstrittenen Strafstoß den Todesstoß gab. Den 3:1-Endstand aus Sicht der Sauerländer markierte Jan-Peter Stein in der dritten Minute der Nachspielzeit.

„Wir haben heute verdient geführt aber nach dem Ausgleich mussten wir Alles oder Nichts spielen und leider kamen wir dann für einen Sieg nicht mehr in Frage“, so Müller.

 

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