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Vietnamesen hospitieren im Diakonie Klinikum Bethesda

Die Assistenzärzte Ngyuen Chi Hieu (links) und Ngyuen Hoang Phu (rechts) lernten während ihrer dreimonatigen Hospitation im Diakonie Klinikum Bethesda von Oberärztin Dr. Birgit Schulz (Mitte) verschiedene Operationstechniken an der Schulter. Foto: Diakonie

An Operationen teilnehmen, Patienten untersuchen, MRT-Aufnahmen auswerten und Behandlungspläne erstellen: Zwei junge Gastärzte aus Vietnam begleiteten Dr. Birgit Schulz, Leiterin des Departments für Schulterchirurgie im Diakonie Klinikum Bethesda in Freudenberg, bei ihrer Arbeit. Ngyuen Hoang Phu und Ngyuen Chi Hieu erhielten dafür das Internationale Hospitationsstipendium von der Deutschen Gesellschaft für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE), für das sich einst die Orthopädin stark machte. Schulz freut sich, dass solch ein Stipendium, das häufig an große Universitätskliniken vergeben wird, an das vergleichsweise kleine Krankenhaus in Freudenberg ging: „Das spricht wohl für die hohe Qualität im Diakonie Klinikum Bethesda.“

Mit Phu und Hieu besuchten bisher bereits zehn Gastärzte der Uniklinik Cho Rai in Ho-Chi-Minh-Stadt die Freudenberger Schulterchirurgin. Allesamt lernten sie von ihr wie Arthroskopien des Schultergelenks durchgeführt werden, Prothesen eingesetzt werden und wie das deutsche Gesundheitssystem funktioniert. „Hier haben wir ein ganz anderes Arbeitsumfeld. Wir arbeiten mit modernen Instrumenten und lernen neue Techniken kennen“, erzählte der 27-jährige Assistenzarzt Ngyuen Chi Hieu. Unterstützt wurden beide Ärzte mit jeweils 2500 Euro von der DVSE. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung trug die Diakonie in Südwestfalen. Seit nunmehr 18 Jahren hält Dr. Birgit Schulz den Kontakt zu ihren vietnamesischen Kollegen. Einmal im Jahr reist sie auf eigene Kosten nach Ho-Chi-Minh-Stadt, um dort bei Schulter- und Knieoperationen zu helfen, zu lehren und Vorträge zu halten. Für Schulz steht eine umfassende Wissensvermittlung im Fokus: „Während ihres dreimonatigen Aufenthaltes in Freudenberg nehme ich unsere Gäste auch mit auf medizinische Kongresse, damit sie so viel wie möglich lernen und sich mit anderen Ärzten austauschen.“ Um die europäische und deutsche Kultur kennen zu lernen, ging es in der Freizeit für die beiden jüngsten Gastärzte nach Paris, Hamburg und auf einen Rundflug über das Siegerland.

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