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Titel zurück in Siegerland geholt – Ü65 wieder Deutscher Meister

Die erfolgreiche Ü65-Kreisauswahl Si-Wi: Hinten von links: Karl-Helmut Meiser, Werner Krönert, Bernd Halbach, Jürgen Sartor, Hans-Georg Schmidt, Rolf Woicik, Trainer Leo Schmoranzer, Günter Treude, und Betreuer Helmut Halberstadt. Vorne von links: Heinz-Bernd Freund, Martin Mathes, Wolfgang Freund, Lothar Blecher, Hans-Jürgen Wolf, Irenius Smolinski, Holger Ippach und Leo Kölsch. Foto: Ü65 Kreisauswahl

Im letzten Vorbereitungsspiel gegen die Ü50 aus Hickengrund hatten sie noch 2:3 verloren. Auch gegen die Hilchenbacher Ü50 und auf ersten Turnieren des Jahres waren Erfolge noch Mangelware. Bei der zum siebten Mal ausgespielten Endrunde um die QDM 2019 (Quasi Deutsche Meisterschaft) der Altersklasse Ü65 auf Kleinfeld (sieben gegen sieben in zweimal zehn Minuten) errang der mehrmalige Meister und letztjährige Dritte im Kampf gegen die Teams aus Bochum, Höxter und Bielefeld jedoch den heiß begehrten Titel. Vier Teams nur konnten der Einladung folgen, die an 53 deutsche Vereine und Auswahlen ergangen war.

Im ersten Vorrundenspiel gegen die Kreisauswahl Bochum fand man noch nicht den richtigen Spielfluss. Dennoch zeigte sich sogleich, dass die Kreisauswahl Siegen-Wittgenstein bei der Vergabe des inoffiziellen Deutschen Meistertitels ein Wörtchen mitsprechen wollte. Getragen von im Spielverlauf zunehmendem Selbstvertrauen erarbeitete sich das Team, das von den Interimstrainern Leo Schmoranzer und Helmut Halberstadt gecoacht wurde, die besseren und mehr Torchancen als die Bochumer, aber ein Tor wollte einfach nicht fallen. Trotz der Überlegenheit blieb es also bei einem 0:0. Hans-Georg Schmidt (TuS Eisern) zog sich in diesem Spiel eine Wadenverletzung zu, so dass er für die weiteren Spiele ausfiel.

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Das zweite Vorrundenmatch gegen die Kreisauswahl Höxter wurde zur Demonstration der Stärke. 2:0 hieß es hochverdient am Ende, der Gegner hatte im ganzen Spiel nicht eine Torchance. Bereits in der dritten Minute fiel das 1:0 durch Bernd Halbach. Kurze Zeit später erhöhte Wolfgang Freund auf 2:0. Mit diesem Ergebnis gab man sich zufrieden.

Ebenfalls 2:0 endete das überlegen geführte Vorrundenspiel gegen die Bielefeld.  Wolfgang Freund hatte die Mannschaft aus dem Siegerland und Wittgenstein früh mit einem platzierten Schuss aus 12 Metern in Führung geschossen. Irenius Smolinski erhöhte nach acht Minuten auf 2:0. Damit war die Partie auch entschieden und die Kreisauswahl Siegen-Wittgenstein zog mit einem Unentschieden und zwei Siegen ins Halbfinale ein.

Die deutliche Überlegenheit des immer besser werdenden Teams setzte ich auch im Halbfinale gegen Bielefeld fort. Schon nach nur zwei Minuten schloss Bernd Halbach mit einem Schuss in die kurze Ecke eine gelungene Kombination zum 1:0 ab. Schon wenige Minuten später setzte sich Irenius Smolinski im gegnerischen Strafraum entscheidend durch und erhöhte auf 2:0. Wolfgang Freund blieb es vorbehalten mit seinem Tor zum 3:0 den Weg ins Finale endgültig zu besiegeln.

Wie schon so oft in den letzten Jahren war der Gegner im Endspiel wie im ersten Turnierspiel die Kreisauswahl Bochum, die ihr Halbfinalspiel ebenfalls mit 3:0 gewann. Gegen den ewigen Rivalen wurde ein Spiel auf „Augenhöhe“ erwartet.

Mit Selbstvertrauen und unbändiger Energie demonstrierte die Kreisauswahl Siegen-Wittgenstein diesmal, dass sie den Titel des inoffiziellen Deutschen Meisters unbedingt holen wollte. Wolfgang Freund und Leo Kölsch brachten die Siegerländer und Wittgensteiner schon in der Anfangsphase der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung. Noch vor der Halbzeitpause verkürzten die Bochumer wie aus heiterem Himmel auf 2:1. In der zweiten Halbzeit versuchten die Bochumer mit weiten und hohen Pässen die Abwehr des heimischen Teams zu überlisten. Diesem Spiel machte Irenius Smolinski mit einem präzisen Schuss aus vierzehn Metern zum 3:1 ein Ende. Danach war der letzte Widerstand des Gegners gebrochen und die Kreisauswahl Siegen-Wittgenstein gewann das Endspiel mit 3:1 und holte verdient den inoffiziellen Ü65-Meistertitel zurück in den Kreis Siegen-Wittgenstein.

Angetan von der Leistung seines Teams war Teammanager Heinz-Bernd Freund: „Den Titelgewinn nach einem dritten Platz im Vorjahr in dieser Souveränität konnte man sicher nicht erwarten. Aber jeder der zwölf eingesetzten Spieler ist heute an seine Leistungsgrenze gegangen. Wir waren dadurch sehr ausgeglichen besetzt. Entgegen den anderen Teams brachten unsere Auswechslungen keinen Leistungsabfall. Eher war es umgekehrt und wir konnten dadurch noch zulegen. Und wenn man Spieler wie Wolfgang Freund, Bernd Halbach und Irenius Smolinski in der Truppe hat…“

Die Freunds und die Freude scheinen in der Siegerländer und Wittgensteiner Auswahl die Antriebe einer zugkräftigen und vorbildlichen Gemeinschaft für Sport im hohen Alter zu sein. Über achtzig Mitglieder umfasst mittlerweile der Kader. Weitere Mitspieler sind herzlich eingeladen. Während es in den alten Bundesländern kaum andere Regionen mit funktionierenden Teams Ü65 gibt, hätte die heimischen Kicker bequem zwei Mannschaften stellen können.

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