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Schwierigkeiten beim Stillen überwinden

Um Mütter in schwierigen Still-Situationen noch besser zu unterstützen, machten sich Ärzte, Hebammen, Kranken- und Kinderkrankenschwestern der Geburtshilfe und Pränatalmedizin im Diakonie Klinikum Jung-Stilling während eines Kommunikationstrainings fit. Foto: Diakonie

Auch wenn das Stillen das Natürlichste der Welt ist, treten bei manchen Müttern Schwierigkeiten auf. Um diese Frauen noch besser zu betreuen und zu beraten, haben sich Ärzte, Hebammen, Kranken- und Kinderkrankenschwestern der Geburtshilfe und Gynäkologie des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen bei einem Kommunikationstraining fit gemacht. Heike Menzel, Kommunikationstrainerin im Europäischen Institut für Stillen und Laktation, leitete den Workshop, der aus Vorträgen, Diskussionsrunden, Gruppenarbeiten und Rollenspielen bestand. Die Teilnehmer erlernten praxisnahe Methoden und Strategien, um Mütter in schwierigen Stillsituationen besser zu unterstützen. Darüber hinaus war das Kommunikationstraining ein Baustein auf dem Weg, um das Gütesiegel „babyfreundliches Krankenhaus“ zu erlangen – eine internationale Initiative, die sich für verbesserte Rahmenbedingungen in Geburtskliniken einsetzt, um die Eltern-Kind-Bindung zu schützen und das Stillen zu fördern.

Gestresste Mütter, fordernde Fragen oder ein unwohles Allgemeinbefinden – manche Frauen brauchen nach der Geburt Zeit, um sich an das Stillen zu gewöhnen und ein gutes Gefühl dabei zu entwickeln. Einige sind ungeduldig oder überfordert, andere haben Schmerzen oder fühlen sich nicht wohl. Das Fachpersonal lernte, wie es im praktischen Alltag insofern kommunikativ aktiv werden kann, dass betroffene Frauen bestmöglich entlastet werden. Ärzte, Hebammen, Kranken- und Kinderkrankenschwestern übten das in nachgestellten Situationen. „Bemutterung der Mutter“ lautete dabei das Motto. Fällt es Frauen beispielsweise schwer zu stillen, haben sie dabei keine Geduld oder sind sie von negativen Gefühlen betroffen, sei es unter anderem wichtig, sie auf kleine und kurz erreichbare Ziele hinzuweisen und sie darin zu ermutigen. Zwei bis drei Lösungsvorschläge können helfen, dass die Mütter mit entscheiden können und sie sich nicht bevormundet fühlen. Wie den Frauen dabei zugesprochen werden kann, war ein weiterer Teil des Workshops.

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Die rund 20 Teilnehmer blicken positiv auf das Kommunikationstraining zurück. „Die erlernten Methoden helfen uns dabei, Mütter mit Stillproblemen noch besser zu betreuen und sie so zu ermutigen, dass sie ruhiger und gelassener werden“, sagte Dr. Flutura Dede, Chefärztin Geburtshilfe und Pränatalmedizin im Diakonie Klinikum Jung-Stilling.

 

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