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Bezirksliga-Absteiger ohne Sieg – GW Siegen erster Tabellenführer

Die SpVg. Niederndorf verlor trotz zweifacher Überzahl die Partie beim FC Kreuztal (re.) mit 0:2. Foto: Rene Traut

Der FC Grün-Weiß Siegen ist der erste Tabellenführer der Saison 2019/20 in der Fußball-Kreisliga A. Keine der drei Mannschaften, die aus der Bezirksliga abgestiegen sind, konnte die volle Punktzahl erreichen. Der SV Setzen verlor sein Heimspiel gegen den FC Wahlbach, während der TuS Deuz und die SG Hickengrund die Punkte mit ihren Gegnern teilten.

 

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TuS Deuz – SG Siegen-Giersberg 1:1 (0:1).

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Die Fußballer vom Siegener Sender waren der erwartet schwere Gegner für Deuz. „Unterm Strich ein gerechtes Unentschieden. Es war ein gutes A-Liga-Spiel, da beide Mannschaften viel investiert hatten“, beschrieb TuS-Trainer Alexander Müller das Spielgeschehen. Den besseren Start erwischte die SG Siegen-Giersberg, die durch Markus Müller nach 16 Minuten führte. Sein Schuss von der Strafraumkante sprang vom Pfosten in die Maschen. Überwiegend lieferten sich die Teams dann Zweikämpfe im Mittelfeld, so dass Torraumszenen Mangelware waren. Im zweiten Durchgang hatten die Hausherren dann ein Übergewicht an Ballbesitz, wovon sie gleich profitierten. Denn nach einer sehenswerten Kombination vollendete Thomas Gaumann per 16-Meter-Hammer in den Winkel (54.). „Das 2:1 wäre auch noch möglich gewesen, aber wir haben unsere Chancen schlecht zu Ende gespielt“, erklärte Müller. Als besten Mann aus seinen Reihen benannte er Innenverteidiger Christian Hähn. Außerdem lobte der Deuzer Übungsleiter die auffällige Leistung von Giersbergs Alexander Kiel. Die Gäste beendeten die Partie übrigens mit zehn Mann, da Fabian Rohleder wegen wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah (85.).

 

SV Setzen – FC Wahlbach 1:3 (0:3).

Die Enttäuschung war groß am Sportplatz in Obersetzen. Noch vor dem Spiel hatte SVS-Trainer Maik Wolf vor den Stärken des Gegners gewarnt. Doch sein Plan war schon nach zwei Minuten durchkreuzt worden. Denn nach einer Ecke köpfte der nicht gerade groß gewachsene Björn Ludwig ein. Gar nicht gut aus sah die Abwehr des SV Setzen auch beim 2:0 durch Till Metz, der das Laufduell mit den Verteidigern gewann und schließlich vollendete (27.). Marek Gajdzis legte unter Mithilfe eines Setzener Abwehrbeins noch einen drauf (38.). Es hätte sogar noch schlimmer kommen können. Immerhin verhinderte SVS-Torwart Ole Schwarzfärber, der den Elfmeter von Michael Türk abwehrte, das vierte Gegentor. Coach Wolf konnte mit der Vorstellung alles andere als zufrieden sein. „Das war unterirdisch und hatte mit Fußball nichts zu tun. Mit so einer Leistung kann man selbst in der B-Liga nicht als Sieger vom Platz gehen. Wir müssen uns noch eine ganze Ecke steigern“, sagte der Plittershagener über die blutleere erste Halbzeit. Nach der Pause bäumte sich Setzen zwar etwas auf, doch im Angriff fehlten ihnen die Ideen und die Durchschlagskraft. Einzig Cihan Yaman traf ins Schwarze (70.), wobei ein Wahlbacher seinen Schuss unglücklich abfälschte. „Wir waren nicht in der Lage, Chancen zu kreieren“, monierte Wolf, der allerdings nicht den Stab über sein Team brechen wird: „Es gibt viele Sachen, die wir hinterfragen. Jetzt müssen wir die Sache aber erstmal Sacken lassen.“

 

FC Kreuztal – SpVg. Niederndorf 2:0 (0:0).

Stark ersatzgeschwächte reiste Liga-Neuling Niederndorf nach Kreuztal. Trainer Oliver Kapteina musste auf Spieler der zweiten Mannschaft und der A-Jugend zurückgreifen. „Sie haben noch nicht die Reife für diese Spielklasse“, relativierte er. Doch allein daran, dass der Linienchef einige Akteure ersetzen musste, lag es nicht. Auch konnte Niederndorf kein Kapital draus schlagen, dass das Kreuztaler Team am Ende sogar in doppelter Unterzahl auf dem Feld stand. Denn schon nach zehn Minuten verwies Schiedsrichter Fabian Hacke Arian Dema wegen einer Tätlichkeit vom Feld. Es war ausgerechnet das erste Seniorenspiel des jungen Kreuztalers. Vorzeitig zum Duschen musste auch Ivan Kedr (70.) wegen einer Notbremse. „Trotzdem waren wir die bessere Mannschaft“, sagte Kreuztals Trainer Serdar Adiller, während sein Pendant von einem „Spiel auf Augenhöhe“ sprach. Ein Stück aus dem Kuriositäten-Kabinett war das 1:0. Ionut Gheorghe klatschte an den Pfosten. Mit dem Rücken fälschte Torwart Niklas Uebach die Kugel ins eigene Netz ab (46.). „So ein Tor sieht man nicht alle Tage“, wusste auch Adiller das Glück auf seiner Seite. Dabei hatte Keeper Uebach zuvor mit einem starken Reflex eine 100-prozentige Torchance von Alexander Gigin vereitelt. Außerdem besaß Florian Dema eine Möglichkeit per Kopfball. Das Chancenplus lag auf Seiten der Kreuztaler. Gheorghe war es vorbehalten das Spiel nach 86 Minuten zu entscheiden, indem er einen Konter vollendete. „Da hatten wir aufgemacht und auf den Ausgleich gedrängt“, so Niederndorfs Kapteina.

 

FC GW Siegen – SV Netphen 5:3 (1:0).

Der SV Netphen geriet schon nach 30 Sekunden ins Hintertreffen. Bei einem Eckstoß traf Ali Amir Hayek in die Maschen. Der Treffer zeigte seine Wirkung, denn erst nach der Pause hatten die Gäste das Spiel zunehmend im Griff. Sie kombinierten geduldig und ließen den Ball laufen. Tevin Wagner glich nach einer Flanke von Cedric Renard-Leger per Kopfball aus (53.). Es schlug dann die Stunde von Jannik Zöller, der zum Doppelschlag ausholte (62., 63.). Netphen war nun auf der Siegerstraße. „Wir haben dann den Gegner stark gemacht“, beschrieb Trainer Stephan Schwarz die individuellen Fehler, die Grün-Weiß Siegen in der Schlussphase eiskalt bestrafte. Patrick Vollrath (80.), Tim Fesser (86., 90.+3) und Ahmet Akkol (89.) drehten den Spieß noch einmal um. Sehr zum Ärger des Netphener Trainers. „Wenn man 3:1 führt, darf man das Spiel nicht mehr aus der Hand geben. In der A-Liga werden individuelle Fehler bestraft“, gab er zu Protokoll.

 

SG Mudersbach/Brachbach – SG Hickengrund 2:2 (1:1).

In einer ausgeglichen Partie brachte Jan Pfeifer die Mudersbach nach 22 Minuten in Führung. Praktisch mit dem Pausenpfiff egalisierte Philipp Rath für die SG Hickengrund, die nach neun Jahren erstmals wieder Kreisliga-Luft schnupperte. Niklas Misch ließ die Fußballer aus Holzhausen dann nach knapp einer Stunde jubeln. Doch Simon Beverungen gab prompt die Antwort (65.).

 

TuS Wilnsdorf/Wilgersdorf – Siegener SC 2:3 (0:2).

Der Siegener SC erwischte einen Start nach Maß, als Fidan Kameroli bereits nach neun Zeigerumdrehungen vollstreckte. Deniz Kodas (37.) baute den Vorsprung sogar aus. Wilnsdorf schöpfte eine Viertelstunde vor Schluss durch den Anschlusstreffer neue Hoffnung, die aber Abdesamad Oujagaoui in der Nachspielzeit mit dem 3:1 für den SSC zunichte machte (90.+3). Das war aber noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn Benjamin Otto verkürzte noch einmal (90.+5).

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