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Brustkrebs: Früherkennung kann Leben retten

Richtig erkannter Brustkrebs kann in 90 Prozent der Fälle geheilt werden: Dr. Volker Brandenbusch, programmverantwortlicher Arzt der Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland, rät zur Früherkennung. Diakonie

In der Mammografie-Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland sind diagnostische  Experten im Einsatz

Es war beim täglichen Duschen, als Melina M. (Name geändert) in der rechten  Brust plötzlich etwas fühlte, was am Vortag  noch nicht dagewesen  war. Der Schock und die Unsicherheit waren groß. Ist es Krebs?

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Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 70 000 Frauen neu an Brustkrebs. Er ist damit die häufigste Krebsart bei Frauen. Zunehmend sind auch Jüngere betroffen. „Brustkrebs ist immer noch überwiegend die Krankheit des höheren Alters. Allerdings verschiebt sich die Diagnose hin zu den Jüngeren“, erläutert Dr. Volker Brandenbusch, Radiologe am MVZ Jung-Stilling in Siegen, und gemeinsam mit Dr. Michael Blazek programmverantwortlicher Arzt der Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland.  Statistisch gesehen könne man heute sagen, dass jede achte Frau einmal  im Leben die Diagnose Brustkrebs erhält. Quantitativ habe sich die Zahl in den vergangenen Jahren nicht wesentlich erhöht, doch die Sensibilität für dieses wichtige Thema sei gestiegen.

In der kurativen Sprechstunde werden auffällige Befunde untersucht. Dr. Brandenbusch: „Hierher kommen Frauen, die Probleme mit ihrer Brust haben, vollkommen unabhängig vom Alter.“  Voraussetzung ist eine Überweisung, beispielsweise vom Frauenarzt.  Neben der kurativen Sprechstunde für Patientinnen jeden Alters bietet das Mammographie-Screening-Programm Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eine hochwertige  Brustkrebsfrüherkennung an.  Frauen in diesem Alter haben den Anspruch auf die Teilnahme. Alle zwei Jahre erhalten sie automatisch eine schriftliche Einladung zur Früherkennungsuntersuchung von Brustkrebs. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. „Leider wird das Angebot viel zu selten in Anspruch genommen“, wünscht sich Dr. Brandenbusch eine höhere Akzeptanz.

Rund 80 Prozent der im Screening entdeckten Tumore sind kleiner als zwei  Zentimeter. Sie sind in der Regel noch nicht tastbar und haben die Lymphknoten noch nicht befallen. Frühzeitig entdeckt, ist der Brustkrebs gut zu behandeln, mit weniger belastenden Therapien und besseren Heilungsprognosen. „Die Mammographie ist zwar extrem emotional behaftet, doch richtig erkannter Brustkrebs kann in 90 Prozent der Fälle geheilt werden“, so  der Radiologe.

Das Screening-Programm wird von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen getragen und unterliegt höchster Qualitätssicherung.  Das  Thema Sicherheit steht an oberster Stelle: „Es gibt keinen Bereich, der so streng kontrolliert wird. Wir müssen jedes Jahr spezielle Prüfungen absolvieren und unsere Kenntnisse überprüfen lassen. Zudem schauen sich speziell geschulte Fachärzte die Mammographie-Befunde unabhängig voneinander genau an“, erklärt  Dr. Michael Blazek. Auch die hochmodernen Geräte sind laut dem Radiologen unter ständiger Kontrolle: „Wir bieten die neueste Technik an, das Beste, was es derzeit gibt.“ Dazu gehöre unter anderem auch die 3-D-Mammographie / Tomosynthese, die einen deutlichen Fortschritt in der Diagnostik darstelle, da es mit ihr möglich sei, Schichtaufnahmen der Brust anzufertigen und aus den Bildern eine dreidimensionale Darstellung zu errechnen.

Unisono erklären die beiden Experten: „Technisches Know-how, Fachkompetenz und Hinwendung zum Menschen – die Patientinnen sind bei uns einfach gut aufgehoben.“

Weitere Informationen gibt es im MVZ Jung-Stilling an der Siegener Wichernstraße 40, Telefon 0271/333 4680, am Karolinen Hospital in Arnsberg, Telefon 02932/952 244 862 oder  im Internet unter www.mein-mammo-screening.de.

 

Auslagerung:

Röntgenpraxis auf Rädern – auf dem Land gut versorgt

Um die Brustkrebsfrüherkennung für Frauen im gesamten Hochsauerland zu sichern und ihnen die Möglichkeit zu geben, ohne weite Anfahrtswege am Programm teilzunehmen, gibt es eine zusätzliche mobile Screening-Einheit: Das Mamma-Mobil, eine Praxis auf Rädern, fährt regelmäßig verschiedene Städte im Hochsauerlandkreis an. Die Untersuchungen führen Medizinisch-Technische-Röntgenassistentinnen durch. Vom 7. Oktober bis 30. November macht das Mamma-Mobil am Krankenhaus in Brilon (Am Schönschede 1) wieder Halt. Hier ist es montags bis donnerstags, jeweils 8.30 bis 17 Uhr, im Einsatz. Weitere Standorte der mobilen Praxis finden Interessierte unter www.mein-mammo-screening.de.

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