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Pistor-Festspiele im Breitenbachtal – SFS die Nr. 1 im Sieger

SFS-Stürmer Jacob Pistor erzielte alle drei Siegener-Treffer und durfte nach dem Spiel zusammen mit den Fans feiern. Die Sportfreunde Siegen gewannen das Derby gegen den 1.FC Kaan-Marienborn verdient mit 3:1 (1:0). Foto: Rene Traut

Die Sportfreunde Siegen haben das prestigeträchtige Derby beim 1.FC Kaan-Marienborn verdient mit 3:1 gewonnen – dabei war Jacob Pistor mit drei Treffern maßgeblich am Siegener-Sieg beteiligt.

1.223 Zuschauer wollten das Oberliga-Derby sehen und wurden wenigstens auf Seiten der Sportfreunde nicht enttäuscht. Der Gastgeber aus Kaan enttäuschte über weite Strecken der Partie und blieb deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück.

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Schon in der 15. Minute lag die Siegener-Führung in der Luft, denn nach einem Suzuki-Zuspiel drang Yannick Wolf in den Käner-Sechzehner ein, scheiterte aber am gut reagierenden Christian Bölker, den Nachschuss setzte Jacob Pistor links neben das Tor.

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Auf Seiten der Käner kam keine Derby-Stimmung auf, die Spieler von Kaan-Coach Tobias Wurm wirkten zurückhaltend und offensiv fand der 1.FC Kaan-Marienborn nicht statt.

Folgerichtig gingen die Gäste in der 29. Minute in Führung – Satoshi Horie hatte auf der rechten Seite richtig viel Platz und traf nur den linken Pfosten aber Jacob Pistor machte es in Gerd Müller Manier besser und traf aus der Drehung zur Siegener-Führung ins Netz.

Spätestens eine Minute später war dann die aggressive Derby-Stimmung da, allerdings kam diese durch eine Entscheidung des Schiedsrichters zu Stande. Felix Weller ahndete ein Foulspiel von Dawid Krieger direkt vor der Siegener-Bank mit der Roten Karte und sofort rasteten die Siegener-Fans komplett aus und die Käner spielten fortan mit einem Mann weniger weiter.

Die Gastgeber zogen sich noch weiter zurück und die Sportfreunde waren weiter spielbestimmend und zeigten in den ersten 45 Minuten eine sehr gute Leistung.

Tobias Wurm stellte sein Team zur Pause um, beorderte Jannik Schneider zurück in die Dreier-Kette und stellte Semih Yigit auf die rechte Außenbahn – diese Umstellung zeigte Wirkung denn ein Angriff, den Yigit über rechts einleitete, landete über Johannes Burk bei Mats-Lukas Scheld und dessen Hereingabe drückte Eugene Ofosu-Ayeh (49.) artistisch über die Linie – 1:1.

Trotz der Käner-Unterzahl war es nun kurzzeitig ein offenes Spiel aber ab der 59. Minute hatten die Gäste wieder alles im Griff – erst war es Ryo Suzuki der freistehend an Bölker scheiterte und nur drei Minuten später war es wieder Suzuki, der Christian Bölker zu einer Glanzparade zwang aber den Abpraller verwertete wieder Pistor (62.) zur erneuten Siegener-Führung.

Neun Minuten später war es erneut Pistor (71.) der am heutigen Tag  seine Mittelstürmer-Qualitäten unter Beweis stellte und zum 3:1 aus Sicht der Freunde traf.

Die Elf von Dominik Dapprich war einfach bissiger und effektiver und wollten diesen Derbysieg unbedingt. Die Käner konnten trotz der Steigerung zu Beginn der 2. Halbzeit die Rote Karte nicht kompensieren und verloren zu Recht mit 1:3.

Stimmen zum Spiel:

Dominik Dapprich (Trainer Sportfreunde Siegen):

Wir wollten Kaan-Marienborn eine Aufgabe geben, haben das System umgestellt, um auf den Gegner zu reagieren und ich finde, das hat die Mannschaft gut gemacht – Kaan hatte mehr Ballbesitz aber keine zwingenden Torchancen, vor dem 1:0 haben wir schon Konter gesetzt, die durchaus zum Torerfolg hätten führen können. Die Rote Karte verändert dann dieses Spiel total, manche Schiedsrichter geben Gelb, manche Rot, was soll ich sagen, da haben wir keinen Einfluss drauf. Vielleicht hätten wir kurz vor der Pause noch den zweiten Treffer nachlegen können. Wir wussten dann, dass Kaan etwas verändern wird und wir haben die ersten drei, vier Minuten einfach geschlafen, die Außenbahnen waren doppelt besetzt und wir haben den Gegentreffer zugelassen. Die Reaktion der Mannschaft war aber gut, nach fünf Minuten wackeln haben wir die Kontrolle wieder übernommen, haben es mit dem Ball sehr gut gemacht und das Jacob Pistor heute drei Tore macht, freut mich natürlich wahnsinnig.

Tobias Wurm (Trainer 1.FC Kaan-Marienborn):

Erstmal Glückwunsch an Dominik und sein Team. Wenn Dominik sein System umstellt, haben wir uns das in den letzten Wochen erarbeitet. Ich kann nicht verstehen warum meine Mannschaft 25 bis 30 Minuten überhaupt nicht in dieses Derby reinkommt, die Zweikämpfe nicht annimmt und überhaupt nicht im Spiel ist. Wir liegen dann auch völlig zu Recht in Rückstand – zur Roten Karte muss ich sagen, dass ich sie nicht gegeben hätte, man muss sehen das Dawid sein erstes Foul macht, danach waren wir froh, dass wir nur mit einem 0:1 in die Pause gehen. Wir haben das System dann umgestellt und meine Mannschaft war da, gerät aber aus unerklärlichen Umständen wieder in Rückstand und verliert das Spiel am Ende des Tages verdient. Es gibt jetzt einiges aufzuarbeiten, ich wünsche den Sportfreunden alles Gute, wir sehen uns im Rückspiel und ich verspreche den Käner-Fans, dass wir dort anders auftreten werden.

 

1.FC Kaan-Marienborn – Sportfreunde Siegen 1:3 (0:1).

Kaan: Bölker – Yigit, Pjetrovic, Gänge – Saka (56.Duda), J. Schneider (83.Flender), Burk (63.Tsuda), Scheld (76.S. Schneider), Tomas – Ofosu-Ayeh, Krieger.

Siegen: Thies – Horie, Filipzik, Below, Yilmaz (78.Dodic) – Kaminishi – Suzuki, Jost, Yildirim (46.Brusch), Wolf (84.Krämer) – Pistor (88.Busik).

Tore: 0:1, 1:2, 1:3 Jacob Pistor (29.,62.,71.), 1:1 Ofosu-Ayeh (49.).

Bes.Vork.: Rote Karte für Dawid Krieger (Kaan, 30.)

Zuschauer: 1.223.

Schiedsrichter: Felix Weller – Jonas Fischbach, Nico Thielmann.

 

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