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Siegerländer-Oberligisten verlieren

Die Sportfreunde Siegen (li. Björn Jost) bleiben im Leimbachstadion weiter sieglos - gegen den FC Gütersloh gab es eine 1.3-Niederlage. Foto: Rene Traut

Die beiden Vereine aus dem Siegener Stadtgebiet gingen in der Fußball-Oberliga an diesem Wochenende leer aus. Die Sportfreunde Siegen verloren ihr fünftes Heimspiel ebenso wie der 1. FC Kaan-Marienborn beim Holzwickeder Sportclub.

Holzwickeder Sportclub – 1. FC Kaan-Marienborn 2:1 (1:0).

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Für die Käner setzte es die vierte Niederlage in Folge. „Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt“, brachte es Trainer Tobias Wurm nach dem Schlusspfiff auf einen Nenner. Trotz guter Trainingseinheiten schaffte es der Regionalliga-Absteiger nicht, seine momentan schwierige Phase zu überwinden. „Wir hatten uns viel vorgenommen“, berichtete der Übungsleiter und sah seinen Matchplan schon nach drei Minuten gewissermaßen durchkreuzt. Rene Richter hatte früh für die Holzwickeder nach einer Flanke von der Außenbahn in die Strafraummittel eingeschoben.

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Doch Kaan-Marienborn versuchte zurück zu kommen, bemühte sich um den Ausgleich. „Wir hatten viel Ballbesitz und haben fußballerisch einiges probiert. Uns fehlte aber die Durchschlagskraft“, schilderte Wurm die Phase bis zum Kabinengang. Heraus sprang nur eine Halbchance von Nino Saka nach 32 Minuten. Die Worte des Trainers in der Halbzeit, mit denen er seine Jungs aufbauen wollte und gleichzeitig Kritik übte, fruchtete bei Wiederbeginn nicht. „Es folgte unsere schlechteste Phase im Spiel“, kommentierte Wurm. Nach einem Pass durch die Schnittstelle der Käner Abwehr strafte dies Sebastian Hahne prompt mit dem 2:0 der Gastgeber ab. Er lief allein auf das Tor von Christian Bölker zu und traf links ins Eck (55.). Die Gäste hatten sogar Glück, dass Holzwickede nicht noch mehr Ertrag schöpfte. Unter anderem verhinderte dies der Pfosten.

Danach wehrte sich Kaan-Marienborn und war in den letzten 20 Minuten die aktivere Mannschaft. Daniel Waldrich gelang das Anschlusstor, in dem er den gegnerischen Torwart umkurvte und den Ball über die Linie drückte (74.). Die Käner erspielten sich eine Vielzahl weiterer Chancen, die jedoch mit Pech ungenutzt blieben. „Hätten wir früh das 2:2 gemacht, hätten wir vielleicht noch gewinnen können. Aber das zählt nicht. Insgesamt haben wir die Schlussphase und die erste Halbzeit dominiert. Wir sind also auf einem guten Weg und müssen aufstehen und weitermachen. Gerade sind wir alle aber etwas niedergeschlagen“, gab Wurm Einblicke in die Gemütslage seines Teams, das auf Platz 15 abrutschte.

Sportfreunde Siegen – FC Gütersloh 1:3 (1:1).

Die Sportfreunde Siegen bleiben auch im fünften Heimspiel in Folge ohne Sieg. Das ist die bittere Erkenntnis nach einem verregneten Tag im Leimbachstadion. „Wir kriegen es zu Hause einfach nicht auf die Kette. Das nervt mich und tut mir auch für unsere Fans leid“, ärgerte sich Sportfreunde-Trainer Dominik Dapprich über die trotzdem erst zweite Heimpleite. In einer zerfahrenen Partie trafen die Siegener auf in der Defensive stabil stehende Gütersloh, die stets auf Konter lauerten. Clever führten die Gäste nach zwölf Minuten einen Freistoß schnell aus, erwischten mit einem Flachpass die Sportfreunde-Abwehr auf dem falschen Fuß und Eric Yahkem vollendete eiskalt.

Von dem Schock mussten sich die Gastgeber erholen und ließen anschließend Ball und Gegner laufen. Sehenswert glich Ryo Suzuki in der 28. Minuten aus, indem er Güterslohs Schlussmann vernaschte. Kurz vor der Pause lief Björn Jost allein auf den Gütersloher Kasten zu, fand aber in Jarno Peters seinen Meister (43.). Auch den folgenden Abpraller des Torhüters Abwehr konnten die Siegener nicht verwerten. „Zur Halbzeit müssen wir 2:1 führen“, monierte Dapprich, der auch fortan mit der Chancenverwertung seiner Mannen hadern musste. Denn im zweiten Durchgang, als Gütersloh abermals auf Fehler der Leimbachtaler wartete, vergab Jost aus spitzem Winkel (65.), nachdem ein Konter über Suzuki nicht konsequent genug zu Ende gespielt wurde.

Auf der Gegenseite klingelte es im Tor von Christoph Thies. Nach einem Ballverlust von dem eingewechselten Berkan Koc, der unter Druck angespielt wurde, leitete Gütersloh den schnellen Konter ein, den Fabio Kristkowitz erfolgreich abschloss (72.). Die Zeit lief den Sportfreunden davon, die nun in Hektik verfielen. Nach einer Ecke köpfte dann Lars Schröder zur Vorentscheidung ein (78.). „Gütersloh erzielt aus drei Schüssen drei Tore und wir sind am Ende der Dumme, weil wir uns aus drei Chancen nur ein Treffer gelingt. In der Liga wird das eng, weil das Ergebnis nicht passt. Denn mit einfachen Fehlern gewinnt man kein Oberliga-Spiel. Wir brauchen den Killerinstinkt vor dem Tor, müssen in der Meisterschaft Konstanz in unsere Leistungen kriegen und jedes Spiel hart arbeiten“, lautete Dapprichs Fazit.

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