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SFS mit handfester Krise – Kaan mit Teilerfolg – TuS kassiert Heimniederlage

TuS-Coach Alfonso Rubio-Doblas (li.) musste mit ansehen wie sein Team nach einem frühen Rückstand mit 1:4 gegen RW Ahlen verlor. Foto: Marco Schneider

Während die Sportfreunde Siegen in Sprockhövel mit 0:3 verloren, konnte der 1. FC Kaan-Marienborn immerhin einen Punkt im Heimspiel gegen Preußen Münster II holen. Der TuS Erndtebrück verlor zum achten Mal.

1. FC Kaan-Marienborn – SC Preußen Münster II 2:2 (0:1).

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Nach einer Niederlagenserie konnte der 1. FC Kaan-Marienborn immerhin einen Teilerfolg feiern. Trainer Tobias Wurm strich deshalb auch vor allem die positiven Dinge heraus: Die beiden Tore von Sebastian Schneider, der nach seiner Einwechslung die Wende einleitete. „Er hatte sich nach einer guten Trainingswoche den Einsatz verdient und zwei schöne Treffer erzielt“, lobte der Käner Übungsleiter, dessen Wechsel zu Beginn der zweiten Hälfte fruchteten. Doch da der heimische Oberligist auch zwei Gegentore kassierte, blieb die volle Punktausbeute aus. „Natürlich ist das eine gefühlte Niederlage“, gab Wurm zu.

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Die Hausherren fanden dabei gut in die Partie und besaßen durch Nino Saka gleich die erste hundertprozentige Tormöglichkeit. „Aber danach kriegen wir wenig Zugriff vor allem im zentralen Bereich vor der Viererkette. Münster war uns dann fußballerisch überlegen“, beschrieb der Übungsleiter die Folgezeit. Nicolai Remberg, der nach einer Flanke von der rechten Seite den zweiten Ball erwischte und aus 15 Metern in den Winkel schoss, besorgte die Führung der Gäste, die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient war. „Wir konnten froh sein, dass wir zur Pause nur mit einem Tor zurückliegen. Ich habe dann an die Moral der Mannschaft appelliert“, schilderte Wurm. Seine Worte fanden Gehör, denn fortan schlugen Mats-Lukas Scheld und Daniel Waldrich immer wieder Flanken in den gegnerischen Strafraum. Sie waren auch an den beiden Käner Treffer maßgeblich beteiligt. So köpfte der nach knapp einer Stunde in die Partie gekommene Sebastian Schneider nach einer Hereingabe von Waldrich von der rechten Seite zum Ausgleich ein (77.). Kohsuke Tsuda schickte dann Scheld über den linken Flügel, den in Schneider ebenfalls einen dankbaren Abnehmer fand (87.). Doch den knappen Vorsprung brachte Kaan-Marienborn nicht über die Zeit. Denn nach einem abgeblockten Schuss der Münsteraner landete der Ball vor den Füßen von Eduard Wegmann, der nur noch einschieben brauchte (90.+2). „Das passt dann auch ins Bild zu der Phase, in der wir uns momentan befinden“, ärgerte sich Wurm über den späten Treffer. „Machen wir unsere Tore früher, können wir eventuell noch nachlegen“, trauerte er ein wenig dem Heimsieg hinterher. „Münster hat eine sehr gute, spielstarke Mannschaft. Da erwarte ich, dass wir körperlich dagegen halten. Oft kamen wir einen Schritt zu spät. Ich werde der Mannschaft jetzt Selbstvertrauen geben“, baut der Käner Coach auf die guten Phasen dieses Spiels auf.

TuS Erndtebrück – RW Ahlen 1:4 (0:1).

Das Statement von Alfonso Rubio Doblas klingt fast jede Woche gleich. „Ich könnte auch eine CD aufnehmen und sie vorspielen“, erlebte der Spanier mit seinem TuS ein Déjà-vu. Wieder einmal liefen die Erndtebrücker einem frühen Rückstand hinterher. Zum siebten Mal übrigens fiel das 0:1 aus Sicht des TuS innerhalb der ersten Viertelstunde. Ahlens Ismail Budak stellte diesen Spielstand schon nach vier Minuten ein. Der Treffer fiel – und auch das ist eine Wiederholung – nach einer Standardsituation. Nach einer Freistoß-Flanke war die Erndtebrücker Abwehr wieder einmal auf dem falschen Fuß erwischt worden. Es sollte nicht das einzige Mal in dieser Partie bleiben. Denn etwa nach 35 Minuten fand auch die Heimmannschaft ins Spiel und konnte das Geschehen ausgeglichen gestalten. „Wir konnten von Glück reden, dass es da noch nicht 2:0 für den Gegner steht. Aber dann waren wir auf Augenhöhe“, keimte auf der Trainerbank Hoffnung auf. Denn nach genau einer Stunde schlug der TuS zurück: Manfredas Ruzgis schickte Besmir Rada steil, der zu Abbas Attia ablegte. Der Erndtebrücker Offensivspieler bediente Murat Yazar, dessen Ausgleich für Freude am Pulverwald sorgte. Sie wehrte nicht lange. Denn schon 120 Sekunden später ermöglichte ein individueller Fehler den Ahlenern die erneute Führung durch Luca Steinfeldt. „Da war der positive Effekt des 1:1 gleich wieder dahin“, ärgerte sich Rubio Doblas, der anschließend mitansehen musste, wie Rene Lindner (66.) auch noch das 3:1 der Gäste nachlegte. In der Schlussphase, als die Erndtebrücker nur noch um Schadensbegrenzung bemüht waren, traf Steinfeldt zu allem Überfluss erneut (86.). „Für mich ist klar, dass wir nicht immer der Musik hinterherlaufen können. Es ist müßig, denn wir bekommen immer die gleichen Gegentore, werden den Ansprüchen nicht gerecht und stehen zurecht auf Platz 17, da wir auch diesmal verdient verloren haben“, kommentierte Alfonso Rubio Doblas.

TSG Sprockhövel – Sportfreunde Siegen 3:0 (1:0).

Eine Woche, die gar nicht nach dem Geschmack der Siegener Anhänger sein konnte, endete mit einer klaren Auswärtsniederlage und den lautstarken Protesten der verärgerten Fans. Sie taten nach dem Abpfiff ihren Unmut kund und wählten dabei teils harte Worte. Außerdem soll es laut Medienberichten auch zu Randale abseits des Platzes gekommen sein. Auf dem selbigen leisteten sich die Kicker im Sportfreunde-Trikot, die ohne Kapitän Björn Jost und Fuad Dodic ins Rennen gingen, einige Schnitzer im Aufbauspiel, die Gegner Sprockhövel zu Angriffen einluden. So schaltete Alperen Sahin nach einem Fehlpass aus der Siegener Abwehr schnell und spielte den Ball zu Felix Casalino, der nach nur einer Viertelstunde aus der Drehung heraus einnetzte. Die Sportfreunde-Elf musste sich von diesem Schock erstmal erholen und verbuchte die erste Möglichkeit nach 35 Minuten, als Ryo Suzuki Jacob Pistor bediente, der das Spielgerät aber nicht unter Kontrolle brachte. Nach der Pause leistete sich Siegens Torwart Christoph Thies eine Unsicherheit, indem er einen langen Ball in den Sechzehner unterschätzte. Casalino war der Nutznießer und ließ seinen zweiten Treffer an diesem Tag folgen (56.). Es hätte noch schlimmer kommen können, das der Doppeltorschütze nur wenige Augenblicke später über den Kasten schoss. Die Siegener bemühten sich um das Anschlusstor, doch Suzuki scheiterte bei seinen drei Versuchen. Somit besiegelte Emre Karaca in der Schlussminute den Endstand.

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