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Käner-Negativlauf geht weiter – SFS gibt Zwei Tore Führung ab – TuS siegt im Kellerderby

Ein Bild mit Symbolcharakter: Bei den Sportfreunden Siegen läuft es momentan einfach nicht rund - gegen Meinerzhagen führte die Dapprich-Elf mit 2:0, musste sich aber am Ende mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Foto: Rene Traut

Die Negativserie des 1.FC Kaan-Marienborn hält weiter an. Auch in Rheine musste sich die Mannschaft von Tobias Wurm mit 0:2 geschlagen geben. Bei den Sportfreunden aus Siegen sieht es ähnlich aus – nach einer 2:0-Führung gaben die Siegener das Spiel spät aus der Hand und mussten sich mit einem Unentschieden begnügen. Positiver bestritt der TuS Erndtebrück sein Spiel gegen die Hammer SpVg, der TuS gewann in der Fremde mit 2:0.

 

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FC Eintracht Rheine – 1. FC Kaan-Marienborn 2:0 (1:0).

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Die Pechsträhne des 1. FC Kaan-Marienborn hält weiter an. In Rheine gab es gleich mehrere Schlüsselszenen, die zum Nachteil der Mannschaft von Tobias Wurm liefen. „Wir bekommen nichts geschenkt. Für uns ist dieses Spiel sehr unglücklich gelaufen. Wir befinden uns in einer schwierigen Phase, sind aber zuversichtlich, dass wir uns da gemeinsam wieder raus kämpfen werden“, strahlte der Übungsleiter Optimismus aus. Nach der Niederlage im Kreispokal bei Germania Salchendorf erwartete die Käner schon eine Minute nach Anpfiff des Oberliga-Spiels der nächste Nackenschlag.

Armin Pjetrovic soll seinen Gegenspieler im Strafraum regelwidrig am Trikot gezogen haben und bekam dafür von Schiedsrichter Tim Zahnhausen die Gelbe Karte präsentiert. Nils Höhnicke verwandelte den verhängten Strafstoß. „Ein fragwürdiger Elfmeter, da die Strafe zu hart war“, kommentierte Tobias Wurm diese Szene. „Wir arbeiten hart im Training und bereiten uns sehr gut vor. Eine solche Entscheidung direkt am Anfang macht da natürlich einiges kaputt“, fügte der Linienchef an. Nachdem sich die Käner von dem frühen Schock erholten, kamen sie dem Ausgleich Stück für Stück näher. Doch Jannik Schneider, der nach einer Balleroberung von Daniel Waldrich freigespielt wurde, zielte aus 17 Metern zu genau auf Torwart Nicolas Beermann, der den Ball abwehrte (28.). Arthur Thomas’ Distanzschuss strich nach exakt einer halben Stunde am langen Pfosten vorbei und Sebastian Schneider verpasste nach einem Waldrich-Pass in den Rückraum den Abschluss (32.). Nur 60 Sekunden nach dieser guten Gelegenheit für die Gäste, flog Pjetrovic mit Gelb-Rot wegen vermeintlichem Handspiel vom Platz. „Das ist ein Witz. Er bekommt den Ball aus drei Metern vor die Brust“, reagierte Tobias Wurm erneut fassungslos. Der Coach stellte auf ein 4-4-1-System um und konnte seiner Mannschaft auch in Unterzahl keinen Vorwurf machen. „Sie haben Willen und Moral gezeigt, sind viel gelaufen. Der Platzverweis hat unser Spiel negativ beeinflusst. Es war dann schwer für uns“, so Wurm. Es sollte noch eine weitere strittige Szene hinzu kommen. Nachdem Waldrich (65.) und der eingewechselte Duda (70.) ihr Möglichkeiten nicht nutzten, bekam Rheine in der 75. Minute einen weiteren Elfmeter zugesprochen. Diesmal wurde Tobias Wieschhaus im Sechzehner angeschossen, hatte die Hände aber offensichtlich über den Kopf gestreckt. Für Referee Zahnhausen ein klarer Regelverstoß, so dass Omar Guetat vom Punkt antrat und die Partie entschied.

Sportfreunde Siegen – RSV Meinerzhagen 2:2 (2:1).

„Vor dem Spiel hätte ich ein 2:2 gegen Meinerzhagen unterschrieben. Da wir aber eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben haben, ist es für uns wieder eine gefühlte Niederlage“, zog Sportfreunde-Trainer Dominik Dapprich ein ernüchterndes Fazit vom Heimspiel seiner Mannschaft und sprach von einer „frustrierenden Erkenntnis“. Denn sein Team ließ sich in doppelter Überzahl in der Nachspielzeit noch die Butter vom Brot nehmen.

Über weite Strecken der Partie hatte Meinerzhagen mehr Ballbesitz. Die besseren Start erwischte aber Siegen, das gleich durch einen Konter über Leandro Fünfsinn gefährlich wurde. Sportfreunde-Torwart Christoph Thies war anschließend zweimal gegen Ron Berlinski gefordert, ehe Jannik Krämer mit einer sehenswerten Einzelleistung die Hausherren in Führung brachte. Nach elf Minuten dribbelte der Siegener über den linken Flügel, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und lupfte die Kugel anschließend aus spitzem Winkel ins langen Eck. Auch nach dem Rückstand hatten die Gäste mehr Spielkontrolle, doch dann leistete sich der Ex-Siegener Til Bauman einen Fehlpass, der Björn Jost den freien Weg auf das RSV-Tor eröffnete. Sven Wurm zog die Notbremse und sah dafür richtigerweise die Rote Karte (33.). Den anschließend Freistoß aus etwa 25 Metern versenkte Marcel Becker unhaltbar im rechten Giebel.

„Wir haben dann nach dem 2:0 eigentlich ordentlich verteidigt“, sagte Dapprich, der aber noch vor der Pause mitansehen musste, wie Berlinski in der 40. Minute durchlief und Alessandro Tomasello bediente. „Nach dem Anschlusstor haben wir uns in Hälfte zwei auf Konter verlegt“, so der SFS-Trainer weiter. Eine Taktik, die beinahe aufging, hätte Ryo Suzuki seine Gelegenheit in der 65. Minute genutzt. Die Gelb-Rote Karte für Meinerzhagens Marcel Kandziora wegen wiederholtem Foulspiel (85.) verschaffte den Krönchenstädter einen weiteren Vorteil. Dennoch schaffte Hakan Demir noch in der Nachspielzeit nach einem Flugball in die Strafraummitte den 2:2-Ausgleich.

„Das ist dumm gelaufen und tut brutal weh. Wir sind in der entscheidenden Situation zu passiv und schaffen es einfach nicht, einen knappen Spielstand über die Zeit zu bringen“, ärgerte sich Dapprich.

Hammer SpVg. – TuS Erndtebrück 0:2 (0:0).

Der TuS Erndtebrück kann aufatmen. Das wichtige Kellerduell in Hamm konnten die Wittgensteiner für sich entscheiden und halten damit den Anschluss an das rettende Ufer. Der Rückstand auf Kaan-Marienborn beträgt drei Zähler. „Wir haben verdient gewonnen, da wir mehr investiert haben. Von zwei biederen Mannschaften waren wir die bessere“, kommentierte TuS-Trainer Alfonso Rubio Doblas ein erwartetes Kampfspiel bei Regenschauern und entsprechend tiefem Geläuf. Die von dem Ex-Siegener Rene Lewejohann betreuten Hammer schwächten sich nach genau einer Stunde selbst durch eine Gelb-Rote Karte für Sinan Özkara. „Wir sind dann etwas ins Grübeln gekommen, denn vorher hat meine Mannschaft besser gespielt“, bangte Rubio Doblas an der Seitenlinie. Doch in Überzahl brachte der zur Pause eingewechselte Murat-Kaan Yazar auf Vorlage von Abbass Attia die Erndtebrücker in Führung (77.), was die Nerven allgemein beruhigte. Erndtebrück ließ fortan Ball und Gegner laufen. Taira Tomita hätte bereits für die Vorentscheidung sorgen können, traf aber nach Zuspiel von Besmir Rada nur den Pfosten. Genau eine Minuten später beseitigte Attia alle Zweifel an einem TuS-Erfolg (85.). Rada hatte David Jäger auf die Reise geschickt, nach dessen Flanke Yazar noch scheiterte. Der Nachschuss von Attia saß. Die Erndtebrücker Spieler lagen sich nach dem Schlusspfiff in den Armen. Trainer Alfonso Rubio Doblas ordnete den zweiten Saisonsieg ein: „Im Vorfeld haben wir dieses Spiel nicht so hoch gehangen wie der Gegner, der ähnlich wie wir auf eine junge Mannschaft setzt und den Etat gekürzt hat. Ein Kompliment an die Leistung meiner Jungs. Sie haben gezeigt, dass Qualität in der Mannschaft steckt. Wir müssen jetzt weitermachen und eine Serie starten, dann sind wir mittendrin statt nur dabei.“ Im Erndtebrücker Lager freut man sich nun auf das bevorstehende Derby gegen die Sportfreunde Siegen.

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