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TuS gewinnt das Derby – Käner zurück in der Erfolgsspur

Kaan's Mats-Lukas Scheld sorgte mit seinem im Nachschuss verwandelten Elfmeter für die Führung im Spiel gegen den TuS Ennepetal - am Ende siegten die Käner nach einer langen Durststrecke mit 4:2. Foto: Rene Traut

In der Fußball-Oberliga Westfalen gewann der 1. FC Kaan-Marienborn sein Heimspiel gegen den TuS Ennepetal mit 4:2. Gleichzeitig triumphierte der TuS Erndtebrück im Siegen-Wittgensteiner Derby gegen die Sportfreunde Siegen mit 2:1.

TuS Erndtebrück – Sportfreunde Siegen 2:1 (1:1).

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Der TuS Erndtebrück landete den Derbysieg und hält damit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze, die mit drei Punkten auf Siegen und Kaan-Marienborn in Reichweite bleiben. Die Anfangsphase des Spiel am Pulverwald gehörte den Gastgebern, die gut gegen den Ball arbeiteten.

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Ein aus Sicht des Siegener Anhangs fragwürdiger Elfmeter verhalf den Wittgensteinern zur Führung. Nach einem hohen Ball in den Sechzehner der Gäste brachte Tobias Filipzik seinen Gegenpart Manfredas Ruzgis zu Fall, Schiedsrichter Marcel Benkhoff zeigte sofort auf den Punkt. „Ich hab ihn berührt“, gestand der Sportfreunde-Innenverteidiger später. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher (17.).

Es war gleichzeitig der Hallo-Wach-Effekt für die Krönchenstädter, die fortan das Heft des Handelns in ihren Händen hielten. Fuad Dodic und Yannick Wolf probierten es aus der Distanz und Angreifer Jacob Pistor aus einem Gewühl heraus. Nach 38 Minuten hatten die Sportfreunde dann Erfolg, als Stürmer Pistor nach einem Chip-Ball die Kugel ins Tor spitzelte. Siegen blieb am Drücker, erspielte sich aber keine nennenswerten Torchancen mehr.

„Es ging aber immer nur in eine Richtung“, beschrieb SFS-Trainer Dominik Dapprich diese Phase. Doch aus einem Ballverlust nach einem Einwurf am Sechzehner der Sportfreunde resultierte das Siegtor für Erndtebrück. Murat-Kaan Yazar nutzte die fehlende Abstimmung in der Siegener Hintermannschaft, ging dazwischen und ließ auch Keeper Christoph Thies keine Chance (55.).

Das Spiel bestimmten auch danach die Gäste, doch erst nach 70 Minuten verbuchten sie eine Möglichkeit, als Dodic in die Box gelang und aus fünf Metern Torwart Niklas Knopf anschoss. Der eingewechselte Leandro Fünfsinn vergab ebenso wie Ryo Suzuki, dessen Kopfball der Erndtebrücker Schlussmann mit den Fingerspitzen noch an die Latte lenkte (90.).

Aber auch Erndtebrück hatte in der Schlussphase Torgelegenheiten, zum Beispiel durch Besmir Rada, der über das Gehäuse zielte, und Ruzgis, dessen Versuch abgeblockt wurde. Wegen groben Foulspiels sah der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Erlon Sallauka noch die Rote Karte (85.), so dass die TuS-Elf den knappen Vorsprung in Unterzahl über die Zeit brachte.

„In der Nachspielzeit hätten wir noch einen Elfmeter bekommen müssen“, forderte Dapprich. Ein Remis wäre für die Sportfreunde im Bereich des Möglichen gewesen. „Wir kriegen drei Schüsse auf unser Tor, davon sind zwei wieder drin. Es ist momentan zu einfach, gegen uns Tore zu erzielen. Bis auf die Schlussviertelstunde fehlte uns vorne außerdem die Durchschlagskraft und dann machen wir das Tor nicht. Wir haben jetzt eine Menge Arbeit vor uns, um den Stein wieder ins Rollen zu bringen“, analysierte Dapprich, der seinen Spielern in Sachen Kampfgeist und Moral aber keinen Vorwurf machen konnte.

Die Erndtebrück gaben alles und wurden belohnt, entsprechend war TuS-Coach Alfonso Rubio Doblas mehr als zufrieden: „Wir haben alles in die Waagschale geworfen und nahtlos an die Leistung von Hamm angeknüpft“, lobte er die Leistung seiner Mannen.

1. FC Kaan-Marienborn – TuS Ennepetal 4:2 (0:0).

Die Käner haben ihre Durststrecke beendet und bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist. „Das war ein verdienter Sieg dank einer geschlossenen Teamleistung gegen eine gute Oberliga-Mannschaft. Die Stimmung im Team war sofort gut“, sagte ein erleichterter Tobias Wurm. Der Trainer des 1. FC Kaan-Marienborn schlussfolgerte aber: „Das waren drei Punkte, denen weitere folgen müssen. Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen auf dem Teppich bleiben“, ordnete er den Erfolg realistisch ein.

Zu Beginn der Partie taten sich die Hausherren schwer, doch dann belegten drei Großchancen der Käner ihre Feldvorteile. Vom rechten Flügel schlug Kapitän Daniel Waldrich eine Flanke zu Arthur Tomas, der nur den Pfosten traf (22.). In einer ähnlichen Szene flog Tomas’ Kopfball drüber (28.). Kurze Zeit später verpasste Tobias Wieschhaus nur knapp (34.).

Als Dosenöffner diente nach dem Seitenwechsel ein Strafstoß. Dawid Krieger war gefoult worden, Mats-Lukas Scheld trat an. TuS-Keeper Marvin Weusthoff konnte zunächst abwehren, doch Schelds Nachschuss zappelte im Netz (61.). Mit einer sehenswerten Einzelaktion besorgte Daniel Waldrich danach das 2:0. Sein Schuss ins rechte Eck war unhaltbar (71.). „Er ist momentan gut in Form“, verteilte Wurm ein Sonderlob für seinen Spielführer. Ennepetal operierte viel mit langen Bällen und ein solcher rutschte dann in der 77. Minute durch und Moritz Müller vollstreckte freistehend vor Kaans Torwart Jonas Brammen. Doch nur 60 Sekunden später stellte Krieger den alten Torabstand wieder her. Er traf per Kopf nach einer Scheld-Flanke. „Das war eine sehr starke kämpferische Leistung von ihm heute. Dafür hat er sich mit diesem Tor belohnt“, lobte Wurm den Stürmer. Doch es blieb spannend, weil Abdulah El Youbari ebenfalls nach einem langen Ball einschob (81.). Alle Zweifel an einem Käner Erfolg beseitigte Semih Yigit in der Schlussminute.

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