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SFS und Kaan wollen nachlegen – TuS in Holzwickede zu Gast

Das Käner-Trainerduo will zuhause gegen den SC Wiedenbrück nachlegen, obwohl mit dem SC der aktuelle Liga-Primus seine Visitenkarte im Breitenbachtal abgibt. Foto: Marco Schneider

Die beiden Oberliga-Vereine aus dem Siegener Stadtgebiet wollen nach ihren Kantersiegen am vergangenen Wochenende nachlegen. Für Erndtebrück geht es im Dortmunder Stadtteil Holzwickede um wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

SC Paderborn U21 – Sportfreunde Siegen.

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Mit einem klaren 5:0-Erfolg beendeten die Sportfreunde Siegen in Hamm eine lange Durststrecke. Die Erleichterung war spürbar und umso leichter fiel den Fußballer im Leimbachtal die Trainingsarbeit. „Das war gleich angenehmer. Wir haben schließlich nicht nur gut gespielt, sondern auch hoch gewonnen“, beschreibt Interimscoach Marco Beier, der weiterhin zusammen mit A-Lizenz-Inhaber Frank Dalwigk verantwortlich ist. Nun gilt es, den Aufwärtstrend in Paderborn zu bestätigen. Mit der gleichen Einstellung und Leistung wie beim Tabellenschlusslicht soll der nächste Dreier eingefahren werden. Die Tugenden wie Kampf und Leidenschaften (Beier: „Jeder muss für den anderen laufen“) wollen die Siegener, die zum zweiten Mal in Folge auswärts antreten müssen, in die berüchtigte Waagschale werfen. In der Fremde waren die Sportfreunde in der laufenden Saison ohnehin viel erfolgreiche (zwölf Punkte aus sieben Spielen) als vor dem eigenen Publikum (vier Punkte aus sieben Spielen). Zudem kassierte die U21 des SC Paderborn beim Nachbarn aus Kaan-Marienborn am letzten Spieltag eine 0:4-Klatsche. Die Qualitäten des jungen Teams der Ostwestfalen sind allerdings hinlänglich bekannt. „Sie spielen technisch guten Fußball. Die U-Mannschaften sind immer schwer zu bewerten. Da schwanken die Ergebnisse sowohl in der Regionalliga als auch in der Oberliga“, schildert Beier. Dass durch die Länderspielpause in der Bundesliga auch einige Profis bei der „Zweiten“ Spielpraxis sammeln könnten, beschäftigt den 24-jährigen Kölner nicht. „Wir konzentrieren uns voll und ganz auf unsere Leistung“, bekräftigt er. Der Sportfreunde-Kader bleibt unverändert, da Ryo Suzuki seine Rotsperre noch nicht abgesessen hat. Bei Satoshi Horie wurde bekanntlich ein Kreuzbandriss diagnostiziert. Beier, der diese Verletzung in seiner Spielerkarriere zweifach erlitt, kann die Gefühlslage des Japaners nachempfinden. „Es tut mir leid für ihn. Er ist ein wichtiger Mann für uns und ich weiß aus eigener Erfahrung, welche Leidenszeit jetzt auf ihn zukommt. Aber er wird es schaffen“, sagt der ehemalige Siegener Abwehrspieler.

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1. FC Kaan-Marienborn – SC Wiedenbrück.

Beide Mannschaften trafen in der letzten Saison zweimal in der Regionalliga (5:1-Sieg für die Käner und 2:2) und einmal im Westfalenpokal (2:1 für Wiedenbrück) aufeinander. Nun kommt es eine Klasse tiefer zum Wiedersehen. Kaan-Marienborn tankte durch das 4:0 gegen Paderborns U21 Selbstvertrauen und machte in der Tabelle ein wenig Boden gut. Sieben Punkte aus den letzten drei Heimspielen lassen den viel zitierten „Kaan-Sinn“ wieder aufleben, den die Wurm-Elf erneut auf dem Platz bringen möchte. Leidenschaft und eine gute Zweikampfführung stellen dabei Zählbares in Aussicht. Auch wenn Wiedenbrück von der Spitze grüßt, bisher nur viermal die Punkte geteilt und einmal verloren hat. Die Statistik belegt, dass da eine ganz andere Hausnummer als in der Vorwoche im Breitenbachtal vorstellig wird, wenngleich die Kicker aus dem östlichen Nordrhein-Westfalen am Mittwoch gegen Liga-Konkurrent FC Gütersloh aus dem Kreispokal ausschieden (0:1). „Wir werden sehen, ob das zum Vorteil für uns wird“, nahm Wurm die Nachricht jedoch zur Kenntnis. Wiedenbrück glänzt durch seine schnellen Offensivkräfte, die auch in der Breite treffsicher sind. So müssen die Käner genau auf Aday Ercan (sieben Tore), Phil Beckhoff und Viktor Maier (beide fünf Treffer) achten und sie am besten erst gar nicht zur Entfaltung kommen lassen. Die Stärken der Regionalliga-erfahrenen Daniel Brinkmann und Oliver Zech sind die Käner darüber hinaus noch bestens bekannt. „Wir haben uns bestmöglich auf den Gegner vorbereitet und freuen uns auf das Spiel“, versichert Tobias Wurm. Der 37-Jährige will, dass seine Jungs von Beginn mitspielen. „Wir wollen aktiv am Spiel teilnehmen. Das heißt, dass wir nicht nur das eigene Tor verteidigen werden, sondern auch unsere Torchancen suchen. Daran haben wir gearbeitet“, so der Coach, der unter anderem auch noch einmal an den zuletzt erfolgversprechenden Standardsituationen feilen ließ. Ein Einsatz kommt für Kapitän Toni Gänge (Rücken) kommt ebenso zu früh wie für Patrik Flender (Schulter) und Johannes Burk, der sich immerhin schon wieder im Lauftraining befindet.

Holzwickeder Sport Club – TuS Erndtebrück.

Weder „Fisch noch Fleisch“, so bezeichnete Trainer Alfonso Rubio Doblas das 2:2 seiner Erndtebrücker Mannschaft am Pulverwald gegen Westfalia Herne. Es war immerhin ein Punktgewinn für die Moral, allerdings vergrößerte sich der Abstand auf die Nichtabstiegsränge gleichzeitig auf vier Zähler. Sogar sieben mehr als der TuS hat der Sport Club aus Holzwickede auf der Habenseite. Dennoch sind sie nicht außer Reichweite, zumal die Wittgensteiner diese Tatsache mit einem Auswärtssieg am Sonntag eigenständig ändern können. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Wir müssen punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren“, betont Rubio Doblas. Der Spanier erwartet eine konzentrierte Leistung von seinen Mannen, die allerdings in den letzten zwei Spielen jeweils mit 0:2 in Rückstand gerieten. Übertragend auf das Auswärtsspiel im Ruhrgebiet bedeutet dies, von Beginn an den Kampf zu nehmen und die Fehler in der Abwehr vermeiden. Der Holzwickeder Heimstärke steht die schwache Auswärtsbilanz der Erndtebrück gegenüber.

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