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Oberliga: nur Sportfreunde holen Punkt

Für TuS-Coach Alfonso Rubio-Doblas (li.) und sein Team gab es in Holzwickede rein gar nichts zu holen. Mit 1:7 traten die Erndtebrücker den Heimweg an. Foto: Marco Schneider

In der Fußball-Oberliga Westfalen unterlag der 1. FC Kaan-Marienborn Tabellenführer SC Wiedenbrück knapp mit 1:2. Die Sportfreunde Siegen nahmen einen Punkt aus Paderborn mit auf die Heimreise. Beim Holzwickeder Sport Club kam der TuS Erndtebrück unter die Räder.

1. FC Kaan-Marienborn – SC Wiedenbrück 1:2 (0:1).

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Trotz eines Chancenplus unterlag Kaan-Marienborn gegen eine starken Mannschaft aus Wiedenbrück. „Sie sind glücklich, die drei Punkte mitnehmen zu können. Es war ein gutes Oberliga-Spiel. Wir wussten, dass wir auf einen starken Gegner treffen, aber Wiedenbrück wusste dies auch“, resümierte Kaans Trainer Tobias Wurm die 90 Minuten im Breitenbachtal. Den besseren Start erwischten die Gäste, die vor allem in der Anfangsphase gute Möglichkeiten besaßen. Doch dann nahmen die Hausherren den Kampf an und kamen ihrerseits zu Gelegenheiten. Dawid Krieger scheiterte beispielsweise an Wiedenbrücks Torwart Marcel Hölscher, der auch in der Folgezeit den Unterschied ausmachte. Der Zerberus parierte stark gegen Daniel Waldrich und Jannik Schneider und verhinderte so den Rückstand der Gäste. Der Chancenwucher der Gastgeber sollte sich fünf Minuten vor dem Kabinengang rächen. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld traf Simon Schubert für den Liga-Primus. „Da haben wir wieder einmal nicht konsequent verteidigt und uns dadurch etwas kaputt gemacht. Denn wir haben bis dato gut gespielt“, ärgerte sich Wurm. Im zweiten Durchgang bemühten sich die Käner um den Ausgleich. Sie waren besonders bei Standardsituationen gefährlich. So traf Arthur Tomas nach 57 Minuten nur den Pfosten. „Wir wollten es umbiegen, das ist uns leider nicht gelungen“, analysierte der Übungsleiter. Die Effektivität besaß hingegen Wiedenbrück. Der wenige Minuten zuvor eingewechselte Leon Tia nutzte seinen ersten Ballkontakt prompt zu einem Treffer (84.). Die Partie schien für die Käner gelaufen, doch sie gaben nicht auf. Ein Waldrich-Schuss verfehlte noch sein Ziel. Nach einem Freistsoß von Jannik Schneider aus halblinker Position war dann Sebastian Schneider mit dem Anschlusstor zur Stelle, das allerdings in der Nachspielzeit (90.+3) zu spät kam für die Wende. „Ein Remis wäre gerecht gewesen. Viele Leute haben mir vor dem Spiel gesagt, dass wir gegen den Spitzenreiter nichts zu verlieren hätten. Das hatten wir schon, denn wir brauchen die Punkte, die wir jetzt nicht geholt haben. Das Team und ich sind damit unzufrieden. Wir nehmen aber das Positive mit und werden die spielfreie Zeit nutzen, um vor allem an unserer Chancenverwertung zu arbeiten“, zog Tobias Wurm ein Fazit.

SC Paderborn U21 – Sportfreunde Siegen 1:1 (1:1).

Nach einem intensiven und vor allem von rassigen Zweikämpfen geprägten Oberliga-Spiel teilten beide Mannschaften leistungsgerecht die Punkte. Fast eine halbe Stunde lang waren Torraumszenen hüben wir drüben eine Seltenheit. Die Teams neutralisierten sich im Mittelfeld, wenngleich die Siegener mehr Spielanteile verbuchten. In der 29. Minute jubelten die Sportfreunde: Eine Flanke von Jacob Pistor köpfte Kapitän Björn Jost in die Maschen. Es war der Lohn für einen kämpferischen Auftritt. Die Paderborner, die viel mit langen Bällen operierten, glichen allerdings vor der Pause aus. Nach einem Steilpass hinter die Siegener Abwehrkette vollendete Hendrik Mittelstädt in bester Stürmer-Manier (44.). Mit ähnlich verbissenen Zweier-Duellen ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Nach 65 Minuten zeigte Schiedsrichterin Nadine Westerhoff auf den Punkt: Tobias Filipzik hatte seinen Paderborner Gegenspieler im Strafraum zu Fall gebracht. Doch den Elfmeter der Ostwestfalen parierte Sportfreunde-Keeper Christoph Thies und wehrte auch den folgenden Nachschuss ab. Eine Schlüsselszene zugunsten der Krönchenstädter, die in der Schlussphase sich nochmal im Angriff bemühten. Pistor und Jost probierten es vergebens. „Mit dem Punkt sind wir zufrieden. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir waren giftig in den Zweikämpfen. Jeder hat die Fehler des anderen ausgebügelt. Das Team hat gezeigt, dass es gut ist. Darauf können wir aufbauen. Paderborn hat gut mitgespielt. Es war das gerechte Ergebnis“, meinte Interimstrainer Marco Beier.

Holzwickeder Sport Club – TuS Erndtebrück 7:1 (3:1).

Praktisch bereits zur Pause war die Messe für den TuS Erndtebrück gelesen. Zwar hatte Murat-Kaan Yazar bereits nach 120 Sekunden für die Wittgensteiner getroffen. Doch die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Sebastian Hahne egalisierte nach knapp einer Viertelstunde. Holzwickedes Marcel Reichwein holte dann zum Doppelschlag aus (30., 40.). Spätestens mit dem 4:1 durch Tomislav Ivancic (49.) direkt nach dem Wiederanpfiff war der Drops gelutscht. Am Ende wurde es noch ein Debakel für den Tabellenvorletzten. Ivancic (67.), Hahne (70.) und Nico Berghorst (84.) setzten das muntere Toreschießen fort und erteilten Erndtebrück eine Lehrstunde.

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