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SFS und TuS mit neuen Trainern – Käner vor schweren Auswärtsaufgabe

Kaan's-Trainer Tobias Wurm will mit seinem Team beim ASC Dortmund punkten. Foto: Marco Schneider

Das Trainerkarussell nahm in dieser Woche Fahrt auf. Sowohl die Sportfreunde Siegen als auch der TuS Erndtebrück bestreiten ihre Heimspiele am Sonntag um 14.30 Uhr mit neuen Übungsleitern. Erst um 15.15 Uhr wird die Auswärtspartie des 1. FC Kaan-Marienborn beim ASC Dortmund angepfiffen.

Sportfreunde Siegen – SV Schermbeck.

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Mit Tobias Cramer präsentierten die Siegener einen neuen Cheftrainer, wodurch diese Personalie fast genau einen Monat nach der Beurlaubung von Dominik Dapprich geklärt wurde. Nun haben sich die Verantwortlichen Zeit gelassen, aber offenbar die richtige Wahl getroffen. Sagt zumindest Marco Beier, der bis dato zusammen mit Frank Dalwigk als Interimstrainer fungierte. „Er passt perfekt zur Mannschaft“, meint der Co-Trainer über Cramer. Ein paar neue Dinge habe der 45-jährige Olsberger bereits in den Trainingseinheiten eingebracht. Zu seinem Debüt auf der Trainerbank im Leimbachstadion wünscht sich Cramer einen Heimsieg. Es wäre der perfekte Start in eine neue Ära. Doch Gegner Schermbeck wird dafür alles andere als ein Sparringspartner sein. „Das ist ein sehr erfahrenes Team, das oft tief steht und über ein gutes Umschaltspiel verfügt. Wir müssen sie mit einer körperlichen Aura beeindrucken“, so die Eindrücke des neuen Sportfreunde-Trainers. Das „1×1 des Fußballs“, darauf werde es gegen Schermbeck ankommen, so Cramer. Das bedeutet, dass seine Mannen eine gute Zweikampfquote und hohe Laufbereitschaft benötigen. Dass die Siegener Offensivabteilung über Kreativität und Qualität verfügt, davon ist der A-Lizenz-Inhaber überzeugt. Sein Hauptaugenmerk legt er auf die Stabilität in der Abwehr. Getreu dem Motto von Huub Stevens: „Die Null muss stehen.“ Immerhin kassierten die Sportfreunde in den letzten beiden Spielen nur einen Gegentreffer. Cramers kurzfristiger Plan ist es, die Siegener in ruhige Fahrwasser zu bringen. Eine Herausforderung für den Diplomsportlehrer, der seine neue Mannschaft bereits beim 1:1 in Paderborn in Augenschein nahm und Potenzial erkannte, ist zunächst das große Kennenlernen. „Wir müssen uns alle beschnuppern und sehen, wie wir ticken. Da brauchte es viel Kommunikation und Offenheit“, betont er. Gute Nachrichten gibt es aus dem Lazarett: Berkan Koc trainierte wieder, Tolga Duran absolvierte ein paar Laufeinheiten.

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TuS Erndtebrück – SC Paderborn U21.

Nach etwa einem halben Jahr übernimmt Michael Müller wieder das Traineramt beim TuS Erndtebrück. Alfonso Rubio Doblas hat ihm seinen Posten überlassen, um für neue Impulse im Team des abstiegsbedrohten Vereins zu sorgen. Nach einer gewissen Bedenkzeit sagte Müller schließlich zu. Schließlich bedeutet der TuS für den Familienvater pure Leidenschaft. Seit 1998 ist Müller bei den Wittgensteinern aktiv, stand dabei in jeder Spielklasse (außer Regionalliga) selbst auf dem Platz. Bei den Heimspielen der Ersten war auch in den letzten Monaten vor Ort, zudem bereut er die Erndtebrücker E-Jugend. Nach den Beweggründen für seine Zusage für den Cheftrainerposten muss man also nicht lange suchen. „Die Verbundenheit zu einigen Spielen ist geblieben“, erklärt Müller, der nun an mehreren Stellschrauben drehten muss. „Wir haben diese Woche intensiv trainiert. Die Jungs wirken gut drauf. Der Wille war immer da. Aber es gibt Baustellen in allen Bereichen, an denen wir arbeiten werden“, erklärt der Linienchef. Eine Woche ist für ein solches Unterfangen natürlich wenig Zeit, deshalb wurden auch viele Gespräche geführt, um das Team aufzubauen. Die bittere 1:7-Schlappe in Holzwickede ist jedoch abgehakt. „Wir fangen bei Null an und wollen unser letzten Heimspiel in diesem Jahr erfolgreich bestreiten“, so Müller. Zu Gast am Pulverwald ist der Nachwuchs des Bundesligisten SC Paderborn. Ein Team also mit technisch versierten, jungen Kickern, die Ambitionen hegen, den Sprung in den Profifußball zu schaffen. Entsprechend müssen die Erndtebrücker auf der Hut sein, die Räume eng machen und womöglich dem Gegner die Spielfreude nehmen. „Wir brauchen mehr Laufbereitschaft“, fordert Müller. Da die TuS-Abwehr mit bislang 38 Gegentoren ein großes Manko ist, müssen alle an einem Strang ziehen, um für mehr Kompaktheit zu sorgen. „Insgesamt gilt es auch das Umschaltspiel zu verbessern. Die Mannschaftsteile müssen enger zusammenrücken“, lautet Müllers Plan. Nicht dabei sein werden der verletzte Sven Engelke, Burak Yildiz (Handbruch) und Talha Varli (grippaler Infekt). Haluk Arslan hat zumindest wieder mittrainiert.

ASC Dortmund – 1. FC Kaan-Marienborn.

Eine ordentliche Trainingswoche möchten die Käner gerne mit einem Auswärtssieg krönen. Doch beim selbst ernannten und zuletzt wiedererstarkten Titelaspiranten ASC Dortmund hängen die Trauben vermutlich hoch. „Wir können nicht sagen, dass wir definitiv gewinnen. Es kommt immer auf den Spielverlauf an“, bleibt Kaan-Marienborns Trainer Tobias Wurm bescheiden. „Aber wir werden unseren Fußballstil, den wir in den Heimspielen gezeigt haben, auf den Platz bringen und versuchen, die drei Punkte zu holen“, fügt er an. Gegen den SC Wiedenbrück verloren die Siegerländer unglücklich mit 1:2, besaßen dabei eine Vielzahl an Chancen. Die Analyse des Übungsleiters fiel deshalb auch gar nicht negativ aus. „Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht. Ein Unentschieden wäre gegen den Tabellenführer drin gewesen. Von der Leistung her haben wir uns in den letzten Woche stabilisiert. Es gibt keinen Bedarf komplett alles zu ändern“, erklärt Wurm. Das spielfreie Wochenende nutzte man auch zur Regeneration. Mit neuer Frische reist der Käner Tross nun in den Dortmunder Stadtteil Aplerbeck, wo ein Kontrahent mit Offensivqualitäten wartet. „Wir haben uns gut vorbereitet. Da es wichtig sein wird, dass wir nach Ballverlusten ins Gegenpressing gehen, haben wir im Training darauf den Fokus gelegt“, schildert Wurm. Bis auf die Langzeitverletzten kann der Coach aus den Vollen schöpfen.

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