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Kaan mit Auswärtsdreier – SFS und TuS holen Punkt

Der neue Sportfreunde-Coach Tobias Cramer verpasste einen Auftakt nach Maß. Gegen den SV Schermbeck gab e sim Leimbachstadion ein 2:2-Unentschieden. Foto: Rene Traut

Bei der Premiere ihrer beiden neuen Trainer holten die Sportfreunde Siegen und der TuS Erndtebrück jeweils einen Punkt. Einen Auswärtssieg landete derweil der 1. FC Kaan-Marienborn.

TuS Erndtebrück – SC Preussen Münster II 1:1 (0:0).

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Als Punktgewinn verbuchten die Erndtebrücker das Unentschieden gegen eine spielstarke Münsteraner Mannschaft. „Es ist positiv wie die Jungs gefightet haben. Darauf können wir aufbauen. Vom Spielverlauf her war es ein guter Start“, sagte Neu-Trainer Michael Müller. Für den TuS war sogar mehr drin. Erst spät kassierten sie den Ausgleich. „Wir hätten zwei Punkte mehr haben können. Aber meine Mannschaft hat ein gutes Spiel gegen einen guten Gegner gemacht“, lobte der Übungsleiter. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatten Chancen hüben wie drüben Seltenheitswert. Nach einer halben Stunde versuchte es Erndtebrücks Abbass Attia von der Strafraumgrenze. Preussen-Torwart Marian Prinz parierte. Die Hausherren besaßen noch einige Konterchancen, bei den der letzten Pass jedoch nicht ankam. Auf der Gegenseite verzog Joel Grodowski praktisch mit dem Halbzeitpfiff nur knapp. Nicht unverdient gingen die Erndtebrücker dann unmittelbar nach dem Wiederanpfiff durch Manfredas Ruzgis in Führung. Nach einem Chip-Ball von Mehmedalija Covic vollendete der Stürmer aus der Drehung. Ein sehenswerter Treffer. Münster erhöhte daraufhin die Schlagzahl. Doch die Wittgensteiner ließen kaum etwas anbrennen. Ein weiterer Treffer von Ruzgis hätte beinahe für die Entscheidung gesorgt, wurde aber wegen Abseits aberkannt. „Wenn das Tor, das aus meiner Sicht regulär war, gegeben wird, ist das Spiel gegessen“, ärgerte sich Müller. In der Schlussphase wurde der Druck der Gäste stetig höher. Nach einem langen Einwurf drückte Lukas Frenkert (87.) den Ball am zweiten Pfosten über die Linie. Tabellarisch ist die Punkteteilung für Erndtebrück allerdings zu wenig.

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ASC Dortmund – 1. FC Kaan-Marienborn 1:2 (0:0).

Drei Zähler brachten hingegen die Käner von ihrer Reise in den Dortmunder Stadtteil Aplerbeck mit. Es war der erste Erfolg in der Fremde nach mehreren Wochen. „Wir wollten den Sieg holen. Unser Wille war groß. Wir müssen Woche für Woche auf 100 Prozent kommen. Das haben wir heute geschafft“, war Trainer Tobias Wurm rundum zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs. In einer ansehnlichen Oberliga-Partie besaßen die Gäste im ersten Durchgang die besseren Chancen. Dawid Krieger, dessen Abseitstor zuvor nicht gegeben wurde, hatte ebenso wie Jannik Schneider die Führung auf dem Fuß. Kaan-Marienborn griff vor allem über die rechte Seite an, traf im letzten Drittel aber zumeist nicht die richtigen Entscheidungen. „Das 1:0 zur Pause wäre nicht unverdient gewesen. Wir haben gut verteidigt und waren in den Zweikämpfen sehr präsent“, erkannte Wurm. Seine Mannschaft wurde nach dem Seitenwechsel offensiver, eroberte oft den Ball mittels Gegenpressing. Doch den Ertrag schöpften die Dortmunder, die durch Kevin Brümmer plötzlich führten (76.). Nach einem Einwurf und der Vorlage von Marcel Münzel war der Torjäger im Zentrum des Strafraums zur Stelle und stellte seine Qualitäten unter Beweis. „Das Tor fällt viel zu einfach“, bedauerte der Käner Coach. Die Antwort seiner Mannen ließ aber nicht lange auf sich warten. Denn postwendend egalisierte Tobias Wieschhaus, der nach einem Zuspiel von Krieger links oben in den Winkel traf (77.). Eine hektische Schlussphase brach an, zu deren Beginn Kaan-Marienborns Torhüter Jonas Brammen mit einer starken Parade zunächst den erneuten Rückstand verhinderte. Jannik Schneider ließ die Siegerländer schließlich ein zweites Mal jubeln. Rund 25 Meter vor dem gegnerischen Kasten schnappte er sich den Ball, dribbelte zwei Gegenspieler aus und schob gekonnt ein (87.). Stefano Fragapane hätte daraufhin für die Vorentscheidung sorgen können.

Sportfreunde Siegen – SV Schermbeck 2:2 (1:2).

Die Sportfreunde Siegen können die individuellen Fehler nicht abstellen. Dies ist die erste Erkenntnis, die der neue Linienchef Tobias Cramer bei seinem Debüt im Leimbachstadion gewann. „Dadurch haben wir den Gegner stark gemacht. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, sagte er. Zweimal luden die Hausherren den SV Schermbeck zum Toreschießen ein. Dominik Milaszewski folgte ihr jeweils (7., 15.). Dabei signalisierten die Siegener von Beginn an, dass sie endlich noch einmal zu Hause gewinnen wollten. Den „Heimfluch“ konnten sie letztlich nicht besiegen. „Das war heute Jugend- gegen Männerfußball, letzteren hat Schermbeck gespielt. Wir müssen ganz schnell davon wegkommen“, so die Analyse von Cramer. Immerhin steckten seine Jungs nicht auf, bewiesen eine gute Moral. Der Übungsleiter honorierte dies: „Dass wir den Rückstand zweimal aufgeholt haben, verdient ein Kompliment. Ich bin von unserer Qualität nach vorne überzeugt, wenn wir die Räume haben“, meinte er. Jacob Pistor bewies nach einem gelungenen Spielzug die Kaltschnäuzigkeit vor dem Schermbecker Gehäuse und sorgte für den zwischenzeitlichen Gleichstand (9.). Nach dieser turbulenten Anfangsphase gönnten sich beide Teams eine Verschnaufpause. Siegen steigerte sich in der zweiten Hälfte. „Da haben die Spieler echt gut verstanden, wie ich spielen möchte“, freute sich Cramer, dass seine Spielidee umgesetzt wurde. Nach einer abgewehrten Ecke erlangte Till Hilchenbach den zweiten Ball in die Box und brachte diesen im Netz unter (53.). „Wir waren jetzt auf Augenhöhe und haben versucht, das Spiel an uns zu reißen“, beschrieb Cramer die folgende Phase. Kapitän Björn Jost verpasste den „Lucky Punch“. Seinen Kopfball wehrte Schermbecks Schlussmann Cedric Drobe ab. Auch sein Pendant Christoph Thies konnte sich auszeichnen.

„Mit dem Punkt sind wir zufrieden. Wir müssen jetzt an einigen Stellschrauben drehen und das Team selbstbewusster machen. Bis zur Winterpause befinden wir uns in einer Übergangsphase, da dürfen wir nicht in Schönheit sterben, sondern müssen das Einmaleins des Fußball auf den Platz bringen“, resümierte Cramer.

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