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Wir machen mit. Inklusion läuft!

Projektvorstellung von „Wir machen mit. Inklusion läuft!“ im Restaurant fünf10. v.l. Uli Fries (Projektrat), Dagmar Graf (AWO-Fachbereichsleitung Soziale Teilhabe), Michael Grüber (AOK NordWest), Hanna Stein (Projektrat), Gabi Stein (Projektrat), Martin Hoffmann (Projektleitung), Gerlind Quast (Projektrat, AWO-Sportlehrerin), Horst Schlund (Inklusive Begegnungen), Stefan Brockfeld (TuS Deuz), Miriam Krug (Projektrat), Jochen Groos (AOK NordWest), Rainer Groos (Kreis Siegen), Reiner Bäcker (Projektrat), Arne Fries (Stadt Siegen). Foto: AWO

Neues AWO-Projekt unterstützt Sportveranstaltungen in NRW

Im inklusiven Restaurant Fünf10 der AWO im Geisweider TZ fand jetzt die Vorstellung eines Projektes statt, dass seinen Ursprung in Siegen hat und das der AWO Kreisverband in andere Regionen Nordrhein-Westfalens bringen möchte. Der Kampagnen-Slogan „Wir machen mit. Inklusion läuft!“ will das Konzept von barrierefreien Laufveranstaltungen bekannt machen und  Vereine und Veranstalter bei der praktischen Umsetzung unterstützen.

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Dagmar Graf, Fachbereichsleitung Soziale Teilhabe beim AWO-Kreisverband: „Die AWO in ihrer Rolle als Wohlfahrtsverband will mit diesem Projekt die Voraussetzungen schaffen, dass die Teilnahme von Menschen mit Behinderung an Sportveranstaltungen zur Selbstverständlichkeit wird.“

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Entstanden ist  das Konzept aus den Erfahrungen mit dem Siegerländer AOK-Firmenlauf, der als  bundesweit erste inklusive Laufveranstaltung mit mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch überregional zur Kenntnis genommen wurde. Das Konzept beinhaltet ein Siegel, dass die Kriterien für entsprechende Laufevents definiert. Die Veranstalter erfüllen die Kriterien, wenn die Beteiligung von Menschen mit Behinderung selbstverständlich ist. Konkret heißt das, dass in der Ankündigung eine Ausschreibung in Leichter Sprache angeboten wird. Leichte Sprache ist eine speziell geregelte sprachliche Ausdrucksweise des Deutschen, die auf besonders leichte Verständlichkeit abzielt. Für sehbehinderte und blinde Menschen sind die wichtigsten Informationen über eine Audiodatei abrufbar, auf der Homepage bemühen sich die Veranstalter um eine digitale Barrierefreiheit und am Veranstaltungstag gibt es Wegweiser zu den barrierefreien Angeboten. Das wichtigste Kriterium ist jedoch die Möglichkeit des gemeinsamen Starts bei den Wettbewerben. Ein Aspekt ist ebenfalls die Thematisierung in den Veranstalter-Medien und die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit.

Martin Hoffman von :anlauf, der das Projekt leitet, betont jedoch: „Das Siegel versteht sich nicht als offizielle Zertifizierung, der bürokratische Aufwand wäre  zu  groß. Barrierefreiheit  braucht Taten, keine übertriebene Bürokratie. Aus Gesprächen mit Vereinen und Veranstaltern ist uns aber deutlich geworden, dass es nicht reicht, nur Vorschläge zu machen. Die Organisatoren werden von uns bei der Umsetzung mit Beratung und diversen Materialien wie Flyer, Plakate, Banner u.a. unterstützt. Mit dem Siegel kann der Verein natürlich auch werben und den sozialen Charakter der eigenen Veranstaltung hervorheben. Es ist ein Zeichen der  Anerkennung für Vereine und Veranstalter, die Barrieren abbauen und hebt hervor, dass eine Beteiligung von Menschen mit Behinderung eine Bereicherung des Sportevents bedeutet.“

„Wir machen mit. Inklusion läuft!“ will aber nicht nur Vereine und Veranstalter ansprechen, sich mit dem Thema Inklusion zu beschäftigen. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist der Projektbeirat. Über die gesamte Laufzeit sind zehn Experten in eigener Sache (Beschäftigte der AWO, Mitglieder von Selbsthilfegruppen, eine Sportlehrerin und zwei Mitglieder des Lauftreffs Inklusive Begegnungen), in die Planung und Realsierung eingebunden.

Das Projekt des AWO-Kreisverbandes „Wir machen mit. Inklusion läuft!“ wird von Aktion Mensch für zwei Jahre gefördert. Erste Gespräche mit  überregionalen Sportverbänden, Medien und Veranstaltern von AOK-Firmenläufen haben bereits stattgefunden. Die bisherige Resonanz ist sehr positiv gewesen. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Siegerländer Initiative ein weiterer Schritt auf dem langen Weg zu einer inklusiven Gesellschaft sein wird. Informationen zu dem Projekt unter: www.wir-machen-mit.eu

 

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