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Käner wollen Serie fortsetzen – SFS und TuS müssen auswärts ran

Die Sportfreunde Siegen treten mit ihrem neuen Trainer beim SC Westfalia Herne an, die unter der Woche die Insolvenz beantragten. Foto: Rene Traut

In der Fußball-Oberliga Westfalen treffen Kaan-Marienborn (zu Hause gegen Gütersloh) und Erndtebrück (auswärts in Rheine) auf zwei Teams aus der Spitzengruppe. Die Sportfreunde Siegen reisen zum SC Westfalia Herne, der in dieser Woche Insolvenz anmeldete.

1. FC Kaan-Marienborn – FC Gütersloh.

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Nach dem 2:1-Erfolg beim ASC Dortmund gehen die Käner frohen Mutes in ihr vorletztes Heimspiel des Jahres. Das heimische Publikum soll noch einmal eine gute Darbietung geboten bekommen. „Wir wollen an die letzten Heimauftritte anknüpfen. Da haben wir vom Engagement und der Laufbereitschaft her alles gegeben. Aber wir haben auch zu einfache Gegentore bekommen. Dies wollen wir abstellen“, erklärt Kaan-Marienborns Trainer Tobias Wurm. „Das gelingt uns aber nur, wenn wir vom Kopf her voll da sind und 100 Prozent auf den Platz bringen.“ Denn mit dem FC Gütersloh ist der Tabellenvierte zu Gast im Breitenbachtal. Diese Position haben sich die Ostwestfalen verdient. „Das ist eine ordentliche Oberliga-Mannschaft, die nicht umsonst so weit oben steht. Sie bringen vor allem in der Offensive viel Tempo und Qualität mit“, weiß der Käner Coach zu berichten. Seine Mannen hat er darauf in den Trainingseinheiten vorbereitet. Die Devise lautet: „Wir müssen kompakt in der Abwehr stehen, dürfen nicht in Konter laufen und müssen aggressiv gegen den Ball arbeiten“, meint Wurm. Aber die Käner wollen auch ihre eigenen Stärken zur Entfaltung bringen. Mit bislang 28 Toren sind die Siegerländer vor dem gegnerischen Gehäuse durchaus gefährlich. „Allerdings müssen wir in der mit mehr Konsequenz agieren“, legt Wurm hier einen weiteren Schwerpunkt. Bis auf den angeschlagenen Kisolo Biskup und den nach wie vor verletzten Toni Gänge kann der Übungsleiter aus den Vollen schöpfen. Einige Änderungen behält er sich vor, wenngleich Kaan-Marienborn in den letzten Wochen den Luxus besaß, mit nahezu unveränderter Startformation auflaufen zu können. „Ich habe vollstes Vertrauen in alle Spieler, die in die Startelf rücken. Wir wissen, dass es gegen einen guten Gegner geht. Aber wir haben unsere Leistungen und Ergebnisse in der jüngsten Vergangenheit stabilisiert“, hofft Tobias Wurm, dass sich dieser Trend fortsetzt.

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FC Eintracht Rheine – TuS Erndtebrück.

Nach einer 1:6-Klatsche in Meinerzhagen ist Rheine auf Wiedergutmachung aus. Davor blieben die Kicker aus dem nördlichen Nordrhein-Westfalen sieben Spiele ungeschlagen und stehen deshalb zurecht auf dem fünften Tabellenplatz. Ein starkes Team also, das gegen die Erndtebrücker eine neue Serie starten möchte. „Darauf müssen wir uns einstellen. Die Grundprämisse muss wie gegen die Zweite von Münster sein, dass wir wenig zulassen“, baut TuS-Trainer Michael Müller erneut auf eine solide Abwehrarbeit. Tatsächlich erfüllten die Wittgensteiner seine Vorgaben im letzten Heimspiel (1:1) beinahe tadellos. Der Tabellenvorletzte, der bislang mit 39 Gegentoren die zweitmeisten der Liga kassierten, ließ kaum etwas anbrennen. Erst kurz vor Schluss fiel der Ausgleich. „Das war natürlich unglücklich, wobei die Münsteraner auch Druck gemacht haben. Wir haben es aber fast über die gesamte Spielzeit geschafft, wenig Torchancen des Gegners zuzulassen. Das war der erste Schritt in die richtige Richtung“, war Müller zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft. Darauf dürfe man sich aber nicht ausruhen. Der Erndtebrücker Linienchef wünscht sich aber im Angriff mehr Durchschlagskraft. „Wir müssen einen Tick gefährlicher werden“, fordert er. Doch ausgerechnet Stürmer Manfredas Ruzgis droht in Rheine auszufallen. Er hatte sich in der letzten Partie früh verletzt, erzielte noch den Treffer für den TuS und hielt bis zu seiner Auswechslung in der Schlussphase durch. „Ich hoffe, dass es für Sonntag reicht“, so Müller.

SC Westfalia Herne – Sportfreunde Siegen.

Beide Vereine teilen ein ähnliches Schicksal. Das Insolvenzverfahren der Sportfreunde Siegen ist inzwischen abgeschlossen. In dieser Woche musste Herne den schweren Gang antreten und die Zahlungsunfähigkeit beim zuständigen Amtsgericht anmelden. Für die Oberliga-Mannschaft von Christian Knappmann eine schwierige Situation, zumal die Gehälter zuletzt ausblieben. „Man weiß nicht, wie sie darauf reagieren. Es birgt Gefahren und Chancen. Das Team kann zum einen gehemmt sein oder eine Trotzreaktion nach dem Motto ‘Jetzt erst recht’ zeigen. Bei Hessen Kassel hatten wir letzteres erlebt“, beschreibt Sportfreunde-Trainer Tobias Cramer seine Erfahrungen. Mit „Männerfußball“verdeutlicht er die Spielweise der Westfalia und sieht eine Parallele zum letzten Heimspiel gegen Schermbeck (2:2). „Diese Mannschaften spielen mit einer hohen Körperlichkeit. Davon haben wir uns am vergangenen Sonntag beeindrucken lassen“, so Cramer. Ein ähnliches Kampfspiel erwartet der Coach auch im Ruhrgebiet. Im Training der Siegener lag deswegen der Fokus auf der Defensivarbeit. „Wir müssen besser verteidigen und unsere Fehlerquote drastisch reduzieren“, fordert der A-Lizenz-Inhaber. Von den offensiven Qualitäten der Sportfreunde-Elf ist der 45-jährige Olsberger nach wie vor überzeugt. Er mahnt aber: „Wir müssen aufhören, offensiv zu denken. Im Angriff gewinnt man Spiele, mit einer guten Abwehr Meisterschaften“, bemüht Cramer eine alte Fußballweisheit. Möglichst lange soll diesmal bei den Siegener hinten die „Null“ stehen. Auf keinen Fall wollen die Sportfreunde erneut der Musik hinterherlaufen. „Wenn wir es schaffen, jeweils bis zur 60. Minuten kein Gegentor zu kriegen, werden viele Spiele gewinnen“, ist sich der neue Übungsleiter sicher. In Herne setzt er auf eine Systemänderung, weg vom 3-5-2, das nach seinen Erkenntnissen zu viele Risiken birgt. „Gerade für die Außenverteidiger ist es schwer. Sie benötigen eine hohe Laufbereitschaft. Die Räume können zu groß werden, um ins Pressing oder in die Zweikämpfe zu kommen“, schildert Cramer. Die Siegener werden somit mit einer Vierer-Abwehrkette starten, in der Tobias Filipzik wohl nicht beginnen wird. Der Abwehrmann befindet sich aber im Lauftraining.

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