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Weniger Schmerzen, schneller wieder fit

(v.l.n.r.): Natalja Sattler (Pain Nurse), Ingo Fölsing (Geschäftsführer Kreisklinikum Siegen), Emine Yesil (Fachärztin Anästhesie), Prof. Dr. med. Martin Zoremba (Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie, Notfallmedizin) und Robert Weller (Qualitätsmanagement) freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung durch die Deutsche Schmerzgesellschaft. Foto: Kreisklinikum

Ein „schmerzfreies Krankenhaus“ scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich – bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass Krankenhäuser zahlreiche Möglichkeiten haben, um den Aufenthalt ihrer Patienten so schmerzfrei wie möglich zu gestalten. So wurde das Kreisklinikum Siegen kürzlich für seine hohe Qualität in der Schmerztherapie in den Bereichen Anästhesie und Chirurgie mit dem Zertifikat „Certcom – Qualifizierte Schmerztherapie“ erstmalig durch die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. und die painCert GmbH ausgezeichnet. „Wir tragen mit einer qualifizierten und strukturierten Schmerztherapie im operativen Bereich maßgeblich zur Zufriedenheit unserer Patienten bei. Dies haben wir nun durch die Deutsche Schmerzgesellschaft offiziell bestätigt bekommen“, freut sich Ingo Fölsing, Geschäftsführer des Kreisklinikums.

Um jedem Patienten eine bestmögliche Schmerztherapie zu bieten, ist im Kreisklinikum ein Team aus speziell geschulten Anästhesisten, Schmerztherapeuten, Pflegekräften, Schmerzexperten (Pain Nurses), Ärzten der jeweiligen Fachabteilungen, Physiotherapeuten und vielen weiteren Akteuren im Einsatz. Ein klarer Vorteil für den Patienten, denn das Schmerzerleben beeinflusst nachweislich die Dauer der Genesung oder einfach ausgedrückt: wer weniger Schmerzen hat, wird schneller wieder fit. „Es kommt nicht selten vor, dass unsere Patienten selbst überrascht sind, wenn sie bereits kurz nach einer Operation schon fast schmerzfrei sind“, erklärt Prof. Dr. Martin Zoremba, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin.

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„Mit dem Certcom-Zertifikat hat sich das Kreisklinikum bewusst für das höchste ZertifizierungsLevel im Bereich der Schmerztherapie entschieden und somit ein Alleinstellungsmerkmal in der Region erlangt“, erläutern auch Dr. Michael Palm, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie sowie PD Dr. Alexander Beham, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Im Unterschied zu vielen anderen Zertifikaten werde bei der Zertifizierung durch die Deutsche Schmerzgesellschaft anhand direkter und unangekündigter Patientenbefragungen objektiv geprüft, ob die theoretischen Konzepte auch wirklich in der Praxis gelebt werden und die Vorteile beim Patienten ankommen, so die Chefärzte weiter.

Am Anfang des Zertifizierungsprozesses stand dabei eine genaue Bestandsaufnahme: „Wir haben unsere Stärken analysiert, aber auch Bereiche mit Verbesserungspotential ausfindig gemacht“, erzählt Robert Weller, der die Zertifizierung als Qualitätsmanagement-Beauftragter begleitet hat. Danach hat das Team in den Bereichen Anästhesie und Chirurgie anhand umfangreicher Unterlagen Standards entwickelt und zum Beispiel eine persönliche Patientenmappe mit Schmerzskala zur genauen und individuellen Erfassung von Schmerzen bei Patienten eingeführt. Doch nicht nur das: Neben der fachlichen Qualität im Bereich der Schmerzmedizin waren verschiedene weitere Aspekte, wie die Freundlichkeit der Mitarbeiter, die Ausstattung der Zimmer oder auch die Qualität des Essens für eine erfolgreiche Zertifizierung von Bedeutung. „Auch hier konnten wir auf ganzer Linie überzeugen“, erklärt Weller zufrieden.

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