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Punkteteilung im Derby – SFS verliert in Rheine

Der 1.FC Kaan-Marienborn (Doppeltorschütze Dawid Krieger (re.) im Zweikampf mit Erndtebrücks Sven Engelke) musste sich in Unterzahl mit einem 2:2-Unentschieden gegen den TuS Erndtebrück zufrieden geben. Foto: Rene Traut

Mit einem 2:2-Unentschieden endete das Siegen-Wittgensteiner Derby zwischen dem 1. FC Kaan-Marienborn und dem TuS Erndtebrück. Die Sportfreunde Siegen unterlagen dem FC Eintracht Rheine mit 1:2.

1. FC Kaan-Marienborn – TuS Erndtebrück 2:2 (1:1).

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Diese Punkteteilung hatten sich die Wittgensteiner redlich verdient. Sie verteidigten über die 90 Minuten kämpferisch und holten zudem zwei Rückstände auf. Vor rund 300 Zuschauern im Breitenbachtal bot Erndtebrück den spielstärkeren Käner von Beginn an Paroli und setzten gleich in der Anfangsphase eine Duftmarke im Angriff. Plötzlich tauchte Erlon Sallauka in der elften Minute nach einem guten Steilpass von Manfredas Ruzgis frei vor dem Käner Gehäuse aus. Doch sein Schuss klatschte an den Pfosten, während ein Rauen durch die Zuschauerränge ging. Die Hausherren waren effizienter und nutzte gleich ihre erste echte Torchance zur Führung. Dawid Krieger ließ dem Erndtebrücker Schlussmann freistehend keine Chance (20.). Die Antwort der Gäste folgte sofort: Sallauka zielte diesmal besser und sorgte für den Gleichstand, der in einer ausgeglichenen ersten Hälfte bis zur Pause Bestand hatte. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel brachte der starke Krieger Kaan-Marienborn wieder in Führung (48.). Einen Käner Schussversuch ließ TuS-Keeper Niklas Knopf nach vorne abprallen, der Stürmer staubte ab. Er hätte anschließend die Partie sogar vorzeitig entscheiden können. Nach einer Flanke von Daniel Waldrich scheiterte Krieger jedoch mit seinem Kopfball (57.). Auf der Gegenseite vereitelte Kaan-Marienborns neuer Torwart Julian Bibleka eine Gelegenheit von Ruzgis, dessen Nachschuss aus spitzem Winkel allerdings hinter der Torlinie landete (64.). Im direkten Gegenzug blieb Knopf Sieger im Einzelduell mit Krieger. Dann ein Schockmoment für die Gastgeber: Armin Pjetrovic sah wegen einer Notbremse gegen Ruzgis die Rote Karte (74.). Vier Minuten später entschied Schiedsrichter Alexander Ernst auf Elfmeter für Kaan-Marienborn. Arthur Tomas war im Strafraum gefoult worden. Semih Yigit trat an und verschoss, da Keeper Knopf die Ecke ahnte und den schwachen Schuss parierte. In Überzahl verbuchte Erndtebrück noch eine Torgelegenheit durch Ruzgis, so dass es beim Remis blieb.

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Die Trainerstimmen

Tobias Wurm (Kaan-Marienborn): „In diesem Derby war alles drin. Galligkeit, Aggressivität, ein Elfmeter und ein Platzverweis. Für die Zuschauer war es ein unterhaltsames Spiel. Mit dem Unentschieden müssen wir aufgrund der Roten Karte leben. Wir haben allerdings einiges aufzuarbeiten, denn wir sind zweimal in Führung gegangen und haben uns sie uns jeweils selbst kaputt gemacht. Die Staffelung gefiel mir nicht und auch die Kommunikation auf dem Platz hat gefehlt. Wir werden diese Woche noch über dieses Spiel reden müssen.“

Michael Müller (Erndtebrück): „Es war ein intensives Spiel, in dem viel Feuer drin war. Vom Endergebnis bin ich ein Stück weit enttäuscht, denn es wäre mehr für uns drin gewesen. Wir haben es insgesamt heute gut gemacht und mutig mitgespielt. Das haben wir uns auch vorgenommen und das Team hat die Vorgaben umgesetzt. Die Vorbereitung hat sich gelohnt. Die Zuschauer haben gesehen, dass der TuS noch nicht weg ist und sich nicht aufgegeben hat. Ein Punkt ist weder Fisch noch Fleisch. Aber wir sind gegen einen starken Gegner nach zweimaligem Rückstand zurück gekommen und haben alles in die Waagschale geworfen. In der Überzahl müssen wir aber mit mehr Tempo über die Außen spielen.“

FC Eintracht Rheine – Sportfreunde Siegen 2:1 (1:0).

In einem engen Spiel ließen sich die Siegener die Butter vom Brot nehmen. Denn nach gutem Beginn ließen sie die Grundtugenden vermissen, so dass eine erfahrene Mannschaft aus Rheine durch eine bessere Zweikampfquote sich zur Pause den Vorsprung erarbeitete. Aus einem Ballverlust in Mittelfeld resultierte der Gegenangriff der Gastgeber, den Jörg Husmann nach einer guten halben Stunde vollendete. „Wir waren nicht in den Zweikämpfen und haben zu viele Fehlentscheidungen getroffen. Rheine macht das hingegen richtig gut und ist in dieser Hinsicht überdurchschnittlich. Sie haben sich das Spielglück erarbeitet“, analysierte Sportfreunde-Trainer Tobias Cramer. Direkt nach dem Wiederanpfiff musste seine Mannschaft den nächsten Rückschlag hinnehmen. Aus 25 Meter gelang Luca Meyer ein Traumtor. Der Ball schlug im Giebel ein. Es war gleichzeitig ein Hallo-Wach-Effekt für die Sportfreunde, die nun deutlich verbessert agierten und auch die Zweikämpfe intensiver führten. Die Belohnung war das Anschlusstor von Jacob Pistor, der nach 57 Minuten ein Zuspiel gekonnt annahm, im Strafraum seinen Gegenspieler abschüttelte und in bewährter Stürmer-Manier abschloss. Siegen drängte in der Folgezeit auf den Ausgleich. Doch bis auf die Möglichkeit von Jan Peters, der das 2:2 auf dem Fuß hatte, konnten sich die Krönchenstädter keine nennenswerten Torchancen mehr erspielen. „Die zweite Halbzeit war ordentlich. Davor haben wir geglaubt, Tiki-Taka spielen zu können. Die Spieler müssen wissen, was in bestimmten Situationen zu tun ist. Das ist ein Lernprozess, den das junge Team absolviert“, lobte Coach Cramer. „Positiv ist auch, dass wir körperlich und konditionell gegen ein Topteam bestanden haben.“

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