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Vom Menschenwelpen zum Wildhüter

Am Freitag, 6. März, 20 Uhr, und am Samstag, 7. März, 19 Uhr, ist die „Dschungel-Trilogie“ im Apollo-Theater Siegen zu erleben. Foto: Leszek Januszewsky

Rudyard Kiplings Geschichten über den Jungen Mogli, der im indischen Dschungel unter Wölfen aufwächst, sind wohlbekannt. Doch was passiert, nachdem er den Tiger Shir Khan besiegt und den Dschungel verlassen hat? Die „Dschungel-Trilogie“ beginnt, wo das Märchen vom „Dschungelbuch“ endet und greift vor allem die politischen und ökologischen Aspekte in Kiplings Original aus der Zeit des britischen Kolonialismus auf. Am Freitag, 6. März, 20 Uhr, und am Samstag, 7. März, 19 Uhr, ist die „Dschungel-Trilogie“ im Apollo-Theater Siegen zu erleben.

Dorf und Dschungel, Mensch und Tier. Zwei Welten die es zu vereinen gilt. Diese schwerwiegende Aufgabe – das Amt für Dschungelschutz und Waldwirtschaft – soll in neue Hände gelegt werden. In einem Dorf am Rande des indischen Dschungels müssen die Machtverhältnisse neu geordnet werden und der scheidende britische Amtsinhaber – Sahib Schöngeist – schlägt den Mann namens Mogli als seinen Nachfolger vor. Was dem Engländer in all seinen Jahren nicht geglückt ist, soll dem Mann, der einst unter Wölfen im Dschungel aufwuchs, gelingen. Schließlich ist er aus Sicht des Sahibs nicht nur aufgrund seiner Vergangenheit, sondern auch dank seiner Arbeit als Wildhüter für diese Aufgabe prädestiniert. Er ist mit beiden Welten vertraut, spricht die Sprache der Tiere und kennt die Gefahren des Dschungels. Doch die Menschen im Dorf vertrauen dem Außenseiter nicht. Für sie ist er mehr Tier als Mensch. Der Engländer steht unter Druck, denn sein Land zieht sich aus dem nun unabhängigen Indien zurück. In einer extra einberufenen Versammlung soll über seine Nachfolge abgestimmt werden und schnell bilden sich zwei Fronten. Zwar stimmt der von Gandhi inspirierte Dorflehrer für Mogli, doch Buldeo, der Delegierte der Jäger, möchte das Amt für Dschungelschutz und Waldwirtschaft für sich beanspruchen und findet Zustimmung bei den Delegierten der Holzfäller und Bauern. Sie wollen den „Wilden“ Mogli nicht akzeptieren. Zu sehr sind sie auf die Ausbeutung des Waldes und seiner Tiere angewiesen. Ökonomie und Ökologie scheinen sich nicht miteinander vereinbaren zu lassen. Und Mogli bleibt Außenseiter – ein Zustand den er auch schon aus seiner Kindheit im Dschungel kennt: den Tieren ein Mensch, den Menschen ein Tier.

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Die „Dschungel-Trilogie“ in der Dramatisierung von Magnus Reitschuster basiert auf den 1894 und 1895 veröffentlichten „Dschungelbüchern“ von Rudyard Kipling. Das beliebte Märchen, das von Moglis Kindheit handelt, wird im zweiten Teil der Trilogie erzählt, während Teil eins und drei den harten Konflikt zwischen Dorf und Dschungel, Ökonomie und Ökologie schildern. Am Donnerstag, 2. April, und am Freitag, 3. April, jeweils um 20 Uhr, ist das Stück noch einmal im Apollo zu sehen.

Karten (15 – 27 Euro, ermäßigt 9 – 19 Euro) gibt es an der Apollo-Theaterkasse (Di-Fr. 13-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr sowie eine Stunde vor der Vorstellung), an den Vorverkaufsstellen oder online: www.apollosiegen.de. Telefonische Kartenbestellungen sind während der Theaterkasse-Öffnungszeiten möglich: 02 71 / 77 02 77-20.

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