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Strenge Vorgaben und keine Spontanbesuche – Freibäder in Kaan-Marienborn und Geisweid öffnen am 20. Mai

Notfallsanitäter Johannes Peter von der Feuerwehr Siegen (vorne) erläutert dem Bäderpersonal die Corona-Schutzmaßnahmen bei einem Erste-Hilfe-Fall. Bürgermeister Steffen Mues (hinten 3.v.li.) und Dezernent Arne Fries (hinten 2.v.li.) dankten der Feuerwehr für diese kurzfristig angesetzte Schulung. Foto: Stadt Siegen

Bis zur letzten Sekunde haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Sport und Bäder der Stadt Siegen Desinfektionsspender angebracht, Hinweisschilder montiert, Markierungen auf den Boden geklebt und an Einlassregelungen gefeilt. Jetzt steht fest: Einer Öffnung der Freibäder in Kaan-Marienborn und Geisweid am morgigen Mittwoch (20. Mai) steht nichts mehr im Wege. Die vom Land NRW erst am Wochenende vorgegebenen Hygiene-Bestimmungen für einen reibungslosen Freibadbetrieb unter Corona-Bedingungen wurden trotz des sehr kurzen Vorlaufs umgesetzt. Beide Bäder öffnen ihre Türen morgen um 9 Uhr.

Dennoch wird in diesem Freibad-Jahr zunächst einiges anders sein. Auf den Liegewiesen werden die Besucher nicht dicht an dicht liegen dürfen – und auch nicht müssen. Denn aufgrund der geltenden Abstands- und Hygieneregeln sind die Bäder gezwungen,  Kapazitätsgrenzen einzuhalten.  Vorgeschrieben ist eine begrenzte Zahl an Gästen, die sich aus der Fläche des Bades (Mittelwert aus Wasserfläche und Liegewiese) ergibt. Für Siegen heißt das konkret: In beiden Freibädern dürfen jeweils maximal 400 Gäste gleichzeitig das Bad besuchen. Möglich wird dies durch ein Online-Buchungssystem, bei dem sich die Besucher maximal fünf Tage im Voraus registrieren und ihren geplanten Besuch mit maximal fünf weiteren Personen in einem Kalender reservieren müssen. Einen Ticketverkauf an den Freibad-Kassen ohne Reservierung wird es nicht geben. Damit sind in diesem Jahr keine Spontanbesuche möglich.

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Frühschwimmen ohne Vorab-Buchung möglich

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Bei der Einbuchung im Online-System unter https://ticket.siegen.de muss derjenige, der die Buchung vornimmt, seinen Namen und seine E-Mail-Adresse angeben. Er verpflichtet sich gleichzeitig, die Kontaktdaten aller mitgebuchten Gäste zu notieren, um in einem Corona-Krankheitsfall Infektionsketten nachvollziehen zu können. Die Buchungsbestätigung kann im Anschluss entweder ausgedruckt oder auf dem Smartphone gespeichert werden. Diese Bestätigung ist an der Kasse des Bades vorzulegen. Die Bezahlung erfolgt vor Ort. Sobald die vorgesehene Obergrenze von 400 Badegästen erreicht ist, ist eine Buchung nicht mehr möglich. Es ist jedoch vorgesehen, dass freiwerdende Kontingente (durch Badbesucher, die das Bad verlassen) möglichst zügig in das System eingearbeitet werden und damit wieder buchbar sind. Eine Besonderheit gibt es für die Frühschwimmer: Für sie besteht von 7 bis 8.30 Uhr (dienstags und donnerstags in Geisweid und mittwochs und freitags in Kaan-Marienborn) die Möglichkeit, das Bad ohne Online-Vorab-Buchung zu besuchen. Doch auch hier ist die Angabe der Personalien vor Ort zwingend notwendig.

Kleinkindbereich und Spielgeräte sind gesperrt

Was Besucher der Freibäder in Kaan-Marienborn und Geisweid noch wissen müssen: Geschlossen bleiben der Kleinkind-Wasserbereich inklusive aller Spielgeräte (auch Rutschen, Fontänen und Sprungtürme im Schwimmerbereich). Der Verleih von Schwimmutensilien ist nicht möglich. Liege- und Sitzmöglichkeiten gibt es nur auf den Wiesen – natürlich unter Beachtung der Abstandregelungen. Die mobilen Bänke und Liegen stehen nicht zur Verfügung.  In geschlossenen Räumen ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung Pflicht, ebenso im Bereich des Kiosks, der ein eingeschränktes Angebot verkaufen darf. Umkleidemöglichkeiten gibt es in Einzelkabinen; die Sammelumkleiden sind geschlossen. Ebenfalls nicht genutzt werden dürfen die Duschen im Innenbereich; lediglich die Außen-Duschen sind geöffnet. Noch nicht öffnen werden die Naturfreibäder in Seelbach und Eiserfeld. Die Fördervereine, die die Bäder betreiben, benötigen noch etwas Zeit, um die Vorgaben umzusetzen.

„Ich freue mich wirklich sehr, dass wir die Freibäder in Kaan-Marienborn und Geisweid morgen öffnen und in der derzeit wirklich schwierigen Zeit ein wenig Abwechslung bieten können. Natürlich ist es für eine familienfreundliche Stadt wie Siegen sehr bedauerlich, dass der Kleinkindbereich und die Spielgeräte aufgrund der Rechtslage noch nicht zugänglich sind. Wir überprüfen allerdings regelmäßig die aktuell geltenden Bestimmungen  und werden Änderungen vornehmen, sobald dies möglich ist“, verspricht Bürgermeister Steffen Mues.

Unermüdlicher Einsatz aller Beteiligten

Die Abteilung Sport und Bäder der Stadt Siegen hatte nach Bekanntwerden der Hygienestandards in den Freibädern kurzfristig ein 15-seitiges Hygienekonzept erstellt, das am Dienstag (19. Mai) dem Kreis-Gesundheitsamt vorgelegt wurde. „An dieser Stelle geht mein Dank an alle Kollegen der Sport und Bäder-Abteilung, die in den letzten drei Tagen wirklich unermüdlichen Einsatz gezeigt haben, um die Vorgaben vom Land umzusetzen und somit das fast Unmögliche möglich zu machen“, so der für die Freibäder zuständige Dezernent Arne Fries. Bereits zu Beginn der Wochen stand eine kurzfristig angesetzte Schulung für das Bäderpersonal auf dem Programm: Rettungsdienst-Mitarbeiter der Feuerwehr Siegen erläuterten den städtischen Angestellten die notwendigen Schutzmaßnahmen bei „Erste Hilfe in Corona-Zeiten“.

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