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Sommerurlaub im Naturfreibad in Hilchenbach-Müsen ab 30. Mai

Alle Beteiligten vom TuS Müsen, Sparkasse und Stadtverwaltung freut sich über den Badestrand und auf die kommende Saison. Foto:

Strandurlaub 2020. Für die einen fällt er Corona-bedingt aus, die nächsten hoffen noch auf die Einreise ins gewünschte Urlaubsland und dann gibt es die letzte Gruppe, die ihn vielleicht in Müsen verbringen wird. Im größten Naturfreibad Südwestfalens ist das ab dieser Saison möglich. Denn dort wurden im  Nichtschwimmerbereich 495 Tonnen Sand zu einem einladenden Badestrand aufgeschüttet. 15 neu angeschaffte Strandkörbe vervollständigen das Bild vom entspannten Familien- und Strandbad. Diese kommen direkt vom Timmendorfer Strand an der Ostsee. „Das sind die Schönsten“, grinst Christoph Schütz, 1. Vorsitzender des TuS Müsen 1888 e.V.. Gegen eine Reinigungspauschale können Badegäste einen solchen mieten und den Tag genießen. Ergänzt wird das Urlaubsgefühl durch ein angrenzendes Beachvolleyballfeld.

Auch die langfristige Barrierefreiheit ist bei der Umgestaltung bedacht worden. Eine neugebaute Rampe ersetzt vorherige Treppenstufen. Ebenso sind ein Behinderten-WC und eine Behinderten-Dusche geplant. Auf eine weitere Besonderheit können sich Rollstuhlfahrende und Menschen im hohen Alter freuen. Für sie wird ein Wasserlift im Schwimmerbereich installiert, um Ihnen so das Badevergnügen zu ermöglichen. In unmittelbarer Nähe dazu wird ein Aufsichtsturm für die Badaufsicht aufgestellt, um noch mehr Sicherheit zu gewährleisten.

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90.000 Euro kostet dieser erste Bauabschnitt. 65% der Kosten werden durch den Bund und das Land NRW über das „Dorferneuerungsprogramm 2019“ übernommen. Weitere 10% der Kosten übernimmt die Stadt Hilchenbach. Für diese hatten die zuständigen Mitarbeiter, Wirtschaftsförderer Kyrillos Kaioglidis und Projektleiter Dominik Wagener, den TuS Müsen unterstützt. Auch die Sparkasse Siegen und der Tourismus- und Kneippverein e.V. beteiligen sich am Gesamtbetrag mit 10.000 Euro. Für die Sparkasse überzeugten sich Daniel Müller und Thorsten Katz vor Ort von den Neuerungen. Die restlichen Kosten trägt der TuS Müsen.

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Der neue Sandstrand ist aber nur der erste Teil von drei großen Baumaßnahmen. Geplant ist neben einer Brücke mit kombinierter Steganlage und Liegefläche noch ein neuer Spielplatz, der auch außerhalb der Badesaison genutzt werden kann.

„Es ist ein Haufen Arbeit. Das habe ich unterschätzt“

Bedingt durch die unfreiwillige Corona-Freizeit, konnten im Frühjahr die jährlich anstehenden Arbeiten problemlos erledigt werden. Viele freiwillige Helfer haben das Freibad gereinigt, gestrichen oder Rasen gemäht. „Das macht Müsen aus“, lobt Heinz Scheffe vom Freibad-Team die Müsener Gemeinschaft. „Wenn ich sechs Leute anrufe, hab ich Acht am Samstagmorgen hier stehen“. Sogar die spontane Besorgung eines Gabelstaplers, um die Strandkörbe abzuladen, ist kein Problem gewesen.

Trotz offizieller Freigabe, werden sich die Freibad-Tore in Müsen nicht an Himmelfahrt öffnen, sondern am Pfingstsamstag, 30. Mai. Vorher gibt es noch einen Probelauf mit den eigenen Vereinsmitgliedern, um zu testen, inwieweit die neuen Hygienevorschriften den Betrieb beinträchtigen. „Unser Sorgenkind ist die Kasse und der Eingangsbereich“, erklärt Wieland Abele, Abteilungsleiter des Freibades. Hier wird das Personal auf zwei Personen aufgestockt, denn dort gibt es in diesem Jahr eine Besonderheit: Jeder Besucher kann das Freibad nur mit einem Kontaktzettel betreten. Diesen können die Badegäste entweder im Kassenbereich ausfüllen oder bereits vorher im Internet runterladen und ausgefüllt mitbringen. Eine kurzfristig von Wieland Abele entwickelte und installierte automatische Zählanlage registriert jeden Gast beim Betreten und Verlassen des Bades und zählt automatisch mit. Dauerkarten-Besitzer haben hier einen entscheidenden Vorteil, denn sie müssen diesen Zettel nur einmal ausfüllen. Maximal 1000 Besucher können sich an einem Tag im Freibad aufhalten, um den Hygienevorschriften gerecht zu werden. „Es ist ein gigantischer Aufwand“, bestätigt auch Christoph Schütz. „Aber auch eine Herzenssache. Deshalb machen wir das.“

Im Eingangsbereich und beim Betreten des Gebäudes muss ein Mund- und-Nasen-Schutz getragen werden. Ebenso beim Gang zum WC und zur Dusche. Das Duschen und Umziehen ist aber erlaubt. Für die bessere Übersicht, steht auch ein Monitor bereit, der in Dauerschleife alle Regeln noch einmal übersichtlich darstellt.

Trotz aller Vorschriften, Ver- und Gebote freut sich das 70-köpfige Mitarbeiterteam des TuS Müsen auf den Sommer und auch die Eintrittspreise bleiben gewohnt niedrig. Ihr Appell an die Besucher ist: „dass alle auch ein bisschen mitdenken und dann wird es mit Sicherheit eine tolle Saison.“

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