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AOK-Studie mit alarmierendem Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung weiß nicht, wie gesunde Ernährung funktioniert.

Gemeinsam mit der Familie Mahlzeiten zubereiten und dabei viel Spaß haben. Das gibt es leider immer weniger. Stattdessen werden vermehrt Fertigprodukte verwendet. Folge: Die Ernährungsqualität sinkt deutlich. AOK/hfr.

Sich gesund und bewusst ernähren, Speisen selbst zubereiten, gesunde Vorräte lagern. Süßem widerstehen und gemeinsam essen. Das wollen die meisten von uns. Doch wie es geht, wissen die wenigsten. Eine aktuelle AOK-Studie zeigt, dass es um die Ernährungskompetenz in Deutschland nicht allzu gut bestellt ist. Danach verfügen knapp 54 Prozent der Erwachsenen über eine problematische oder gar ungeeignete Kompetenz, wie gesunde Ernährung funktioniert. „Sich dauerhaft selbst zu versorgen und dabei auf gesunde Ernährung zu achten, erfordert ein bestimmtes Maß an Wissen und Fertigkeiten. Genau diese Kompetenzen fehlen aber über der Hälfte der Bevölkerung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.

 Junge Leute kochen kaum noch selbst. Anlass zur Sorge geben vor allem die Wissenslücken bei jungen Leuten. „Nur jeder dritte junge Erwachsene weiß, was gesunde Ernährung ausmacht“, sagt Schneider. Bei den 18- bis 24-Jährigen verfügen lediglich 37 Prozent über eine ausreichende Ernährungskompetenz. Bei jungen Eltern wird zunehmend ein Rückgang der Fähigkeiten zur selbstständigen Zubereitung von Mahlzeiten aus Grundnahrungsmitteln festgestellt. Stattdessen werden vermehrt Fertigprodukte verwendet, die meist zu viel Kalorien, Zucker, gesättigtes Fett und Salz enthalten. So kommt es insgesamt zu einer schlechteren Ernährungsqualität in vielen Familien mit Kindern. Gerade auch dann, wenn diese nicht zwischen schlechteren und besseren Fertig-produkten unterscheiden können. „Entscheidend ist das notwendige Wissen, um eine gesunde Wahl von Speisen und Getränken zum Schutz der Gesundheit treffen zu können. Dazu gehört Ernährungsbildung von klein an genauso wie Klarheit bei der Kennzeichnung von Produkten“, betont Schneider.

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In diesem Zusammenhang kritisiert die AOK erneut die hohen Zuckergehalte in Lebensmitteln. So würden beispielsweise 80 Prozent der Fertiglebensmittel in deutschen Supermärkten zugesetzten Zucker enthalten. Den Verbrauchern fehle es daher schon beim Einkauf an gesunden Optionen. Aus diesem Grund setzt sich die AOK bereits seit mehreren Jahren dafür ein, den Zuckerkonsum in Deutschland zu senken. „Dafür brauchen wir vor allem verbindliche Reduktionsziele mit der Industrie und darüber hinaus ein Verbot von Marketing für stark zuckerhaltige Kinderlebensmittel“, so Schneider.

Wer sich ausgewogen ernährt, erhöht seine Chancen, länger gesund und beweglich zu bleiben. Dazu gehört, Mahlzeiten mit regionalen und saisonalen Produkten selbst herzustellen. Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) sollten pflanzliche Lebensmittel den größten Anteil ausmachen. Bei der täglichen Auswahl sind Gemüse, Obst und Vollkornprodukte zu bevorzugen. Hinzu kommen ausreichend Milchprodukte und Fisch, ergänzt durch wenig Fleisch. Bei der Verwendung von Fett sollten in erster Linie pflanzliche Öle eingesetzt werden, wie beispielsweise Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette.

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