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Sanierung der Fürstengruft in Siegen hat begonnen

Bürgermeister Steffen Mues machte sich jetzt ein Bild vom Fortgang der Sanierung in der Fürstengruft im Unteren Schloss, Bauleiter Stefan Schönstein (TGW) erklärte die Putzarbeiten an den Gewölbeflächen. Foto: Stadt Siegen

Die aufwändige, denkmalgerechte Sanierung der Fürstengruft im Unteren Schloss in Siegen hat begonnen: Fachleute sind dabei, die Wand- und Gewölbeflächen in der letzten Ruhestätte von Fürst Johann Moritz wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Dafür wird zunächst die neuzeitliche Dispersionsfarbe abgetragen, die Gewölbeflächen werden dann mit Kalkputzen und Kalklasuren denkmalgerecht restauriert.

„Diese Sanierung war dringend notwendig. Unser Ziel ist, die Fürstengruft zu einem würdevollen und zugleich erlebbaren Geschichtsort zu machen, denn sie ist eine der bedeutendsten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten in unserer Stadt“, sagte Bürgermeister Steffen Mues, der sich jetzt vor Ort den Stand der Sanierungsarbeiten anschaute. Das rund 140 Quadratmeter große Baudenkmal ist die letzte Grabstätte von Fürst Johann Moritz (1604 – 1697), einer herausragenden Persönlichkeit der nassauischen Dynastie, der unter anderem mit der Schenkung de „Goldenen Krönchens“ 1652 das Wahrzeichen von Siegen prägte.

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„Mit der Sanierung wird der Originalzustand wieder hergestellt“, erklärt Stefan Schönstein, zuständiger Bauleiter bei der Technischen Gebäudewirtschaft (TGW) der Stadt Siegen. „Die Fürstengruft wird heller und weißer als vorher aussehen.“ Auch die Beleuchtung wird modernisiert und mit einer ausstellungsgerechten Raumbeleuchtung heutigen Erfordernissen angepasst, so dass die Gruft insgesamt besser ausgeleuchtet und die Platten an den Grabnischen der Mitgliedern der evangelischen Linie des Nassau-Siegener Adelsgeschlechts sichtbar hervorgehoben werden. Erneuert werden auch die Beschriftungen auf dem Putz selbst. Die gusseisernen Trittstufen hinter der eisernen Eingangspforte in die Gruft hinein sollen grundgereinigt und geölt werden, „die Setzstufen werden wieder dunkel beschichtet, wie sie einmal aussahen“, so Schönstein.

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Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 150.000 Euro, das Land NRW hat dazu 75.000 Euro an Fördermitteln bewilligt. Auch der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) NRW hat zugesagt, sich mit einer Zuwendung von 50.000 Euro an der Generalüberholung der historischen Stätte zu beteiligen. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich zum Jahresende abgeschlossen sein.

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